Episode: #3.06 Phase drei

Andy macht sich Sorgen, dass Ephram sich selbst und seine Chancen, an der Julliard angenommen zu werden, in Frage stellt, als er sich an einem College in Colorado bewirbt. Harold hat ähnliche Sorgen, als Amy ihm eröffnet, dass sie sich nicht in Princeton bewerben wird, was immer sein Traum für sie war, weil sie dadurch zu weit von Ephram entfernt studieren würde. In der Zwischenzeit will Andy Amanda (Gaststar Anne Heche) und ihrem behinderten Ehemann (Gaststar Jason Beghe) mit einer neuen Musiktherapie helfen, was jedoch zu viel zu und schnell für Amanda ist. Und Edna und Irv haben eine schwere Zeit vor sich, als Irv seinen Job verliert.

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Als Ephram und Amy gerade den Schulgang entlang gehen und über mögliche Colleges für Amy reden, die in der Nähe vom Julliard sind, werden die beiden von einer Lehrerin unterbrochen, die Ephram in das Büro des Vertrauenslehrers bittet. Im Büro wird Ephram von einem Mann begrüßt, der sich als Chris Templeman von der Colorado A&M vorstellt. Dieser erzählt Ephram, dass er nach Talenten aus der Gegend Ausschau hält. Er war selbst auf dem Julliard und meint, dass Ephram dort zwar eine hervorragende theoretische Ausbildung bekommen würde, auf der Colorado A&M noch dazu aber auch eine technische. Obwohl Ephram sagt, dass er an seinen Plänen festhält und auf das Julliard gehen möchte, bietet Chris ihm an, ihm das College einmal zu zeigen.

Edna kommt am Morgen die Treppe herunter. Erstaunt stellt sie fest, dass Irv in der Küche steht und ihr Frühstück macht, obwohl er bei der Arbeit sein sollte. Irv sagt ihr, dass er gekündigt hat und scheint auch sehr glücklich darüber. Edna findet es nicht gut, dass er diese wichtige Entscheidung ohne sie getroffen hat und geht sauer zur Arbeit.

Amanda sitzt bei Andy in der Praxis, als dieser gerade mit einem Stapel CDs an den Tisch zurückkehrt. Andy erzählt ihr, dass er es bei ihrem Mann John gerne mit einer Musiktherapie versuchen würde. Musik soll die beste Art der Stimulation sein und umso stimulierender die Umgebung ist, desto mehr Verbindungen bauen sich im Gehirn auf. Während Andy sehr zuversichtlich ist, macht sich Amanda weniger Hoffnungen, sagt aber nicht nein zu seinem Vorschlag.

Harold ruft Amy zu sich ins Wohnzimmer. Auf dem Tisch hat er sorgfältig Bewerbungsunterlagen, Prospekte und Cappies "der besten 50 Unis des Landes" verteilt. Amy eröffnet ihrem Vater, dass sie schon weiß, auf welchen Colleges sie sich bewerben wird, und sucht ihre acht Favoriten aus den anderen heraus. Harold ist enttäuscht, dass Princeton nicht dabei ist und versucht Amy dazu zu überreden, sich auch dort zu bewerben, was sie allerdings dankend ablehnt.

Wieder steht Irv in der Küche und kocht, als Edna hinzukommt. Sie hat erfahren, dass Irv nicht gekündigt hat, sondern gefeuert worden ist. Irv sagt, dass es ihm Leid tut, aber er wollte nicht, dass sie sich aufregt. Genau das tut sie aber, weil Irvs Alter der Kündigungsgrund ist. Irv schafft es aber sie zu beruhigen und sagt ihr, dass sie so in Zukunft viel mehr gemeinsam unternehmen können. Edna eilt in die Praxis, wo ihr ein gestresster Jake entgegen kommt. Jake regt sich sehr über ihre Verspätung auf, worauf Edna ihn als Schwachkopf bezeichnet und kündigt.

Ephram erzählt Andy, dass er am nächsten Tag zur Colorado A&M fahren möchte, weil er sich eventuell bewerben will und dort auch noch andere Fächer belegen könnte. Andy ist erst negativ überrascht, hält die Sache aber dann doch für eine gute Idee und möchte Ephram begleiten. Bei der Führung durch das College benimmt sich Andy sehr peinlich, reißt laut Witze, macht Kaugummiblasen und betont, wie sehr ihn die Führung langweilt. Ephram und Andy geraten aneinander, weil sich Ephram für das College interessiert, während Andy unbedingt möchte, dass Ephram auf das Julliard geht. Ephram fühlt sich unter Druck gesetzt und meint, dass er selbst gar nicht mehr weiß, ob er das auch möchte. Er will nicht ausschließlich nur noch Klavierspielen und hat nicht - wie Andy vermutete - Angst, am Studium zu scheitern, sondern Angst, es zu schaffen und dann nur noch das Klavier in seinem Leben zu haben und dann so zu sein wie Andy es vor dem Tod seiner Mutter war. Er möchte nicht erst etwas verlieren, um nicht so zu werden wie sein Vater.

Beim Abendessen versucht Harold wieder Amy dazu zu bewegen, noch eine Bewerbung für Princeton zu schreiben, weil er nicht verstehen kann, was für Amy so schwer ist, sich bei einem College mehr zu bewerben. Bright, der immer noch miese Laune hat, erwähnt, dass die Colleges, die Amy in Betracht zieht, alle in der Nähe von Musikhochschulen liegen. Er fragt Amy, warum sie nicht mal eine Uni für ihren Vater dazugenommen hat, worauf Amy kontert, dass Ephram und sie sich auch auf der Colorado A&M bewerben, weil dort jeder Idiot aufgenommen wird. Bright wirft seine Servierte auf den Tisch und verlässt das Zimmer. Harold regt sich darüber auf, dass sich Amy ihre Möglichkeiten wegen einer Beziehung, die auseinander gehen könnte, einschränkt. Amy sagt, dass sie Ephrams Nähe braucht und Harold auf alle ihre Unis stolz sein kann, wenn sie diese besuchen sollte. Harold versteht nicht, wie sie ihre Zukunft von einem Jungen abhängig machen kann und erinnert sie daran, wie es mit Tommy gewesen ist. Dies ist für Amy absolut kein Vergleich. Sie hatte die Liebe ihres Lebens, Colin, schon gefunden und sie will alles dafür tun, dass sie Ephram nicht verliert und dass ihr das wichtiger ist, als das, was ihr Vater möchte.

Andy besucht Amanda mit neuen CDs in der Hand, stellt im Haus aber fest, dass die Musik gar nicht an ist und sagt gleich, dass die Therapie so nicht sinnvoll ist. Amanda verspricht, dass sie die Musik wieder anmacht, sie aber erst mit ihm reden muss. Andy entwickle Pläne um John zu helfen, wieder er selbst zu werden, nur wisse Andy gar nicht, wer John eigentlich ist. Amanda zeigt Andy ein Video, dass John beim Karaoke-Singen in einer Bar zeigt.

Irv und Edna entwerfen Pläne, wo sie überall hinreisen könnten. Während Irv allerdings einen entspannenden, ruhigen Urlaub anstrebt, möchte Edna größeres unternehmen, Obdachlosen und kranken Kindern helfen. Irv sagt, dass er es in "Phase drei" nicht mehr mit der ganzen Welt aufnehmen kann, was Edna, die unbedingt eine Aufgabe haben will, sehr nachdenklich stimmt.

Ephram spielt Klavier, als es an der Tür klopft. Er denkt es sei Amy, doch Harold kommt durch die Tür. Harold reicht Ephram Amys Bewerbung für Princeton. Er ist bereits fast komplett ausgefüllt, nur der Aufsatz fehlt noch. Harold erzählt Ephram, wie sehr sie sich früher gewünscht hat, nach Princeton zu gehen, und dass die Uni in allem hervorragt, wofür sich Amy interessiert. Ephram meint, dass er noch einmal versuchen wird, mit Amy über die Bewerbung zu sprechen. Bevor sich Harold verabschiedet, lobt er noch Ephrams Klavierspiel. Er sagt, dass Ephram genauso wie sein Vater ist, dass er begnadet ist und ihm Dinge ganz leicht fallen, die für andere sehr schwer sind und dass das, wofür sich Ephram auch nur ein wenig anstrengen muss, für andere schon kaum noch zu erreichen ist.

Edna ist in Jakes Praxis um ihre Sachen abzuholen. Sie ist verwundert, als diese noch gar nicht zusammengeräumt sind und Jake ihr sagt, dass sie mit ihrer Arbeit noch nicht fertig ist. Er weiß, dass Edna ohne Arbeit nicht leben kann.

In der Schule erzählt Ephram Amy, dass er noch eine Uni in New Jersey auf seine Liste gesetzt hat und fragt Amy, ob sie auch noch eine andere Uni auf ihre Liste setzt. Amy nennt Princeton, das in der Nähe liegt und zugleich ihren Vater glücklich machen würde. Zugleich erkennt sie, dass Harold bei Ephram war. Sie will wissen, ob Ephram möchte, dass sie sich in Princeton bewirbt, weil ihm ihr Vater Leid tut oder weil er sich Sorgen um ihre Beziehung macht. Ephram erwähnt, dass sie so viel für ihn aufgibt und sie sich deswegen viel streiten. Amy meint darauf, dass Ephram auch viel in die Beziehung investiert hat und sie unbedingt möchte, dass ihre Beziehung, die immer mehr Fortschritte macht, hält.

Abends macht Irv Edna einen neuen Reisevorschlag mit dem er einen Kompromiss eingeht, sodass sich die Wünsche und Vorstellungen beider erfüllen. Edna sagt, dass sie wieder zur Arbeit gehen wird, solange es nur geht. Sie hat schon einmal ihre Familie verlassen und die Welt gesehen, nun hat sie ein zuhause gefunden, in Everwood. Irv entgegnet, dass er damals nur für ein Wochenende nach Everwood kommen wollte und dann für Edna fünf Jahre länger geblieben ist. Er weiß nicht, wie lange das noch so bleiben wird.

Amy ist nicht mehr sauer auf ihren Vater und sie lobt seinen Versuch, sich mit Ephram zu verbünden. Sie weiß, dass er nur gute Absichten hatte und umarmt ihn noch einmal, bevor sie ins Bett geht. Rose hat die beiden beobachtet. Sie sagt Harold, dass sie einen Abbott kennt, der auch nicht nach Princeton gegangen ist, um mit einem Mädchen zusammen zu sein, das er liebte. Aus ihm sei etwas geworden.

Ephram sitzt an seinem Schreibtisch und schreibt den Aufsatz für Amys Bewerbung. Er schreibt, dass man im Leben nie wissen kann, wann das, worauf man sich verlässt, auseinander fällt. Alles würde sich einmal verändern. Andy kommt herein und wirft Ephram eine Cappie zu, auf der das Logo der Colorado A&M steht. Andy möchte sich dafür entschuldigen, dass er Ephram so viel Druck gemacht hat und sagt, dass sie jederzeit ihren Plan ändern können. Ephram kann studieren, wo er will, aber wenn Andy die Augen schließt, sieht er Ephram in vier Jahren am Julliard. Ephram findet es toll von seinem Vater so unterstützt zu werden, aber es stresst ihn auch, sodass er nicht weiß, wo er in vier Jahren ist. Andy fordert ihn auf, auch einmal die Augen zu schließen und sich seine Zukunft vorzustellen. Ephram sieht sich Klavier spielen. Am Julliard. Andy lässt Ephram wieder allein. Er schreibt weiter an Amys Aufsatz, über unausweichliche Veränderungen und darüber, dass man zu jemandem wird, mit dem man selbst nicht gerechnet hat. "Ich will einen Ort, an dem sich das Leben als etwas anderes erweist, als ich erwartet hatte". Ephram geht durch den Regen und wirft die Bewerbung in den Postkasten ein. In der letzten Szene sehen wir ihn an seinem Klavier sitzen und spielen. "Einen Ort, an dem ich in perfekter Ruhe dankbar sein kann."

Kristina Eben - myFanbase


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