Bewertung: 7

Review: #4.08 Blut und Spiel

Hallelujah, es ist Lupus! Aufmerksamen Zuschauern von "Dr. House" wird nicht entgangen sein, dass die Autoimmunerkrankung Lupus wie ein Running Gag ständig vermutet wurde, aber doch nie die Ursache war. Bis jetzt. Der Patient dieser Folge leidet tatsächlich an Lupus, was sich aber erst sehr spät herausstellt, denn wenn man den Wald endlich findet, sieht man ihn vor lauter Bäumen nicht.

House überschreitet mal wieder sämtliche Grenzen und lässt sich Blut infundieren, das verseucht sein könnte. Zwar erweist sich das Blut letztlich als ungefährlich für House, dennoch reagiert sein Körper mit Fieber, was kein Wunder ist, denn in den letzten drei Jahren wurde House unter anderem angeschossen, hat sich unter Strom gesetzt und nahm wirklich wahnsinnig viele Medikamente. House, das wissen wir, trägt eine latente Todessehnsucht mit sich herum.

Das Thema Tod führt uns zu Dreizehn, die eine tödliche Krankheit, Huntington, geerbt haben könnte. Die Zahl Dreizehn gilt als Unglückszahl, so dass es in vielen Flugzeugen keinen Sitz und in Krankenhäusern und Hotels keine Zimmer mit dieser Nummer gibt. Dass eine Ärztin, die als dreizehnte Bewerberin bei House auftauchte und sich auch weiterhin mit "Dreizehn" ansprechen lässt, womöglich an einer tödlichen Krankheit leidet, passt da natürlich ins Bild. Ob es allerdings Sinn macht, in einem Krankenhaus kein Zimmer mit der Nummer Dreizehn zu vergeben, um dann einer Ärztin zu erlauben, sich von allen mit "Dreizehn" ansprechen zu lassen, ist ein anderes Thema. Letztlich wissen wir ja nicht, ob es in dieser Klinik ein 13. Zimmer gibt oder nicht. Dass die Ärztin Dreizehn eine Hintergrundgeschichte bekommt, die sie für den Zuschauer und für House interessant macht, spricht natürlich ganz entschieden dafür, dass sie ins endgültige Team aufgenommen wird.

Nicht mehr dabei ist der Mormone Cole, der den Fehler begangen hat, sich mit Cuddy zu verbünden. Eigentlich sollten die Kandidaten, die nun schon so lange dabei sind, wissen, dass House und Cuddy einen ständigen Machtkampf austragen und dass ein Bündnis mit Cuddy bedeutet, bei House in Ungnade zu fallen. Natürlich hatte Cole nicht geplant, dass House von dem Deal erfährt, dennoch hat Cole genau die Richtung eingeschlagen, die House absolut nicht toleriert. Dass Cole mit seinem Deal auch seinen Kumpel Kutner hintergangen hat, kommt noch hinzu. Insgesamt war diese Nummer zwar nicht so leichtsinnig und dumm, wie das Verhalten des Kandidaten Brennan, der eine Patientin vergiftet hat, um die Polio-Forschung zu fördern, dennoch hat sich Cole damit selbst aus dem Weg geräumt.

Zusammenfassend würde ich diese Episode als solide bezeichnen, auf hohem, aber nicht überragendem Niveau. Wilson kam mal wieder etwas zu kurz und Cameron und Chase kamen gar nicht vor. Eigentlich schade, schließlich haben die beiden doch in den vergangenen drei Staffeln so häufig auf Lupus spekuliert.

Maret Hosemann - myFanbase

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