Bewertung: 8

Review: #3.21 Auf der Kippe

Nachdem es House und seinem Team, vorrangig Foreman, in der vorherigen Episode nicht gelungen ist, die Patientin zu retten, schaffen sie es diesmal, die beiden medizinischen Fälle zu lösen, jedoch erst in letzter Minute und auf alles andere als ethische Weise. So fügt Foreman seinem gerade einmal zehnjährigen Patienten unsagbare Schmerzen zu, um dessen Bruder zu retten. Als Folge dieser Ereignisse kündigt Foreman seine Stelle, denn er erkennt, dass er sich wie ein zweiter House verhalten hat, aber so ein Mensch nicht sein will.

Man muss Foremans Kündigung ernst nehmen. Er wird wohl kaum in der nächsten Episode einen Rückzieher machen und wieder fröhlich seiner Arbeit nachgehen, denn dafür ist er seelisch zu angeschlagen. Für ihn ist es momentan nicht mehr möglich, für House und vor allem wie House zu arbeiten. Natürlich wird Foremans Kündigung große Auswirkungen auf das Team insgesamt haben, denn House ist nicht der Typ, der eine Kündigung einfach akzeptiert und sofort nach einem Ersatz sucht. Das Team von House ist ein Gefüge und wenn ein Baustein entfernt wird, könnte alles in sich zusammenbrechen.

Der Fall um die beiden sterbenskranken Brüder ist sehr bewegend und definitiv nichts für sensible Gemüter, vor allem im Hinblick auf die Szene, in der Foreman dem zehnjährigen Matty ohne jede Betäubung Knochenmark entnimmt. Für meine ausgeprägte Spritzenphobie war diese Szene sehr fördernd.

Als Ausgleich für die emotionalen und schmerzhaften Patientenszenen gibt es in dieser Episode eine lustige Nebenstory um House und Wilsons Hund Hector, der vorübergehend bei House lebt. Hector ist das perfekte vierbeinige Gegenstück zu House: unkontrollierbar, gerissen und mit einer Vorliebe für Schmerztabletten. Hector nutzt jede Möglichkeit, um Gebrauchsgegenstände - von Houses Gehstock über Patientenakten bis hin zu Stethoskope - anzuknabbern und sich über die reichlich vorhandenen Schmerztabletten herzumachen. Dass House sein tierisches Ebenbild dennoch nicht behält, passt zu ihm. So schnell geht House keine emotionalen Bindungen ein und bittet darum, den Hund bei sich behalten zu dürfen. Es ist immer wieder schön und amüsant, House mit Spielgefährten zu sehen, doch er wäre nicht der zynische Querdenker, der er ist, wenn er menschliche und tierische Bekanntschaften sofort dauerhaft ins Herz schließen würde.

Noch ein paar abschließende Worte zu Cameron und Chase: ihr Dialog darüber, wann und wie oft Chase der genervten Cameron gestehen wird, dass er mit ihr zusammen sein will, ist sehr amüsant. Ich bleibe dabei, ich fände die beiden als Paar nicht schlecht. Es wäre kein Paar, mit dem ich mitfiebern würde, aber eines, das ich unterhaltsam und nett fände.

Maret Hosemann - myFanbase

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