Episode: #8.11 Schuld daran ist wer?

Ein brutaler Vorfall mit einem Patienten hat ernste Konsequenzen für einen Arzt am Princeton Plainsboro. House und sein Team müssen sich von Dr. Walter Cofield verhören lassen, Foremans ehemaligem Mentor, der mittlerweile Chefarzt der Neurochirurgie geworden ist. Als sich House und die anderen an die dramatischen Details des Vorfalls erinnern, muss Cofield die ungewöhnlichen Methoden der Ärzte gegen ihre Fähigkeit, Leben zu retten, stellen und eine Entscheidung treffen.

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Foto: Jesse Spencer, Dr. House - Copyright: 2011 Fox Broadcasting Co.; Pamela Littky/FOX
Jesse Spencer, Dr. House
© 2011 Fox Broadcasting Co.; Pamela Littky/FOX

House sitzt gemeinsam mit Dr. Walter Cofield, dem Chef der Neurochirurgie aus dem Mercy Hospital, an einem Tisch und muss sich für die Dinge verantworten, die am 2. Februar im Patientenzimmer 209 geschehen sind. Cofields Einschätzungen werden dabei schließlich über das weitere Schicksal von House entscheiden. House ist überrascht, dass Foreman ausgerechnet seinen alten Mentor dazu gerufen hat und will bereits gehen, als Cofield ihn daran erinnert, dass er, wenn er nur die Fakten in der Akte berücksichtigen würde, House suspendiert wird und daraufhin seine Berufung widerrufen wird. House erinnert sich daraufhin an den Anfang des Falls.

Der Higschool-Lehrer Bill wurde mit plötzlich einsetzender Lähmung aller vier Extremitäten ins PPTH eingeliefert, zeigte aber keine Hinweise auf einen Schlaganfall oder ein Trauma. Foreman bittet House schließlich um Hilfe, da er in dem Fall nicht weiter weiß.

House schluckt zwei Vicodin, was Cofield bemerkt und ihn daraufhin zur Rede stellt, warum er auch neun Jahre nach seiner Operation noch immer dieses Schmerzmittel einnimmt, doch House lässt sich auf keine Diskussion ein. Er hat bislang bewiesen, dass er auch unter dem Schmerzmittel perfekt funktionieren kann.

Auch House Teammitglieder werden schließlich zu den Ereignissen befragt und so erfährt Cofield, dass House seine Mitarbeiter nicht selten als Idioten bezeichnet und ihre Ideen sofort in den Wind schießt, sondern dass er es auch genießt, Streiche zu spielen. An dem besagten Tag hat er Chase' Haarshampoo mit einem Farbstoff versetzt, so dass er plötzlich orangefarbenen Haare hatte.

Durch den Einsatz von Cortison gelingt es den Ärzten schließlich, dass Bill aus seinem Koma erwacht. Als zwei seiner Schüler auftauchen, fragen sie die Ärzte, ob der Zustand ihres Lehrers mit dem Chemieunfall im Klassenzimmer zusammenhängen könnte.

Cofield ist verwundert, warum dieser Vorfall nicht in der Patientenakte vermerkt war, doch Taub entgegnet, dass niemand von dem Unfall wusste, da Bill diesen nicht gemeldet hatte. Dabei kommt erneut die Frage auf, ob es wichtig ist, dass Ärzte Kontakt zu ihren Patienten haben, den House ja immer wieder scheut. Taub gibt seinem Chef in dieser Beziehung jedoch Recht.

House erklärt Cofield, dass er mit dieser Art zu arbeiten bislang ganz gefahren hat, da jeder Mensch lügt. Schließlich erklärt House weiter, dass Bill schließlich angefangen hat, Blut zu husten, woraufhin der Fall für ihn erst richtig interessant wurde.

Park erklärt schließlich, dass sie sich das Video nochmal angesehen haben und House dann nach einer längeren Diskussion im Team, sich entschieden hat, mit Heparin zu behandeln, da sie vermuteten. Cofield überrascht dieser experimentelle Ansatz, doch House entgegnet, dass solch eine Behandlung bereits erfolgreich an Schafen getestet wurde. Park hielt die Idee ebenfalls für grenzwertig, doch als sie Foreman darüber informiert hat, gab dieser grünes Licht für die Behandlung.

Cofield stellt Foreman daraufhin zur Rede und macht ihm bewusst, dass seine Reaktion auf House' Vorschläge auch dessen Team und deren Reaktion beeinflussen. Schließlich erkennt er, das Foreman ihn nur zu dem Fall hinzugezogen hat, da er hoffte, dass er ihm als sein alter Mentor den Rücken freihalten wird, doch Cofield macht ihm schnell klar, dass Foreman selbst die Verantwortung für House' Handeln tragen muss.

Cofield erfährt schließlich, dass Bill kurz vor seiner Entlassung noch ein therapeutisches Bad bekommen hat, um alle möglichen Überreste der Explosion abzuwaschen. Dabei bemerkten die Ärzte einen Ausschlag, doch bevor sie diesen behandeln konnte, glitt Bill in eine Psychose ab. Park, Adams und Taub präsentierten daraufhin unterschiedliche Theorien und House schlug ein Vorgehen vor, durch den der Patient diagnostiziert werden könnte. Dass es dabei dem Patienten während der Behandlung schlechter geht, war House bewusst und er rechnete damit, um schnell an eine mögliche Diagnose zu kommen. Cofield fragt House daraufhin, ob der Fall auch anders hätte verlaufen können, was House medizinisch gesehen nicht glaubt. Allerdings hat er im Zuge der Behandlung nicht daran gedacht, dass ein Teammitglied sich querstellen könnte.

Chase unterstützt Adams Theorie einer bakteriellen Infektion und will eine Biopsie des Ausschlags von Bills Körper machen. Soweit kommt es jedoch nicht, denn gerade als Adams die Nadel ansetzen will, um eine Stelle am Körper zu betäuben, rastet Bill vollkommen aus und geht auf Adams los. Chase hat Mühe, ihn von ihr weg zu bekommen und versucht ihn unter Kontrolle zu bringen, während Adams nach Hilfe ruft.

Erst als Taub hinzukommt, gelingt es ihnen, Bill mit Haloperidol ruhig zu stellen. Dabei fällt ihnen dann jedoch auf, dass Chase blutet. Als dieser an sich herabblickt, sieht er, dass das Skalpell, dass er in der Hand hatte, sich in seinen Körper gebohrt hat. Er bricht schließlich bewusstlos zusammen. Adams wirft sich sofort auf den Boden und sucht nach der Ursache für die Blutung und findet heraus, dass das Skalpell Chase am Herzen verletzt hat.


Adams entgegnet, dass sie die Schuld an dem Vorfall trägt, da Chase ihre Theorie bestätigen wollte und sie die Paranoia des Patienten ausgelöst hat, indem sie auf ihn mit einer Nadel zugegangen ist.

Schließlich bringt man Chase in den OP und versucht den Schaden an seinem Herzen zu reparieren. Auch House erkundigt sich nach seinem Teammitglied, jedoch denkt er schon bald wieder über seinen anderen Patienten nach und fordert schließlich Park auf, ihn zu begleiten, auch wenn diese lieber bei Chase bleiben möchte.

Cofield gegenüber erklärt Taub schließlich, dass er die Schuld am Vorfall bei Chase selbst sieht. Sie alle wussten, dass eine psychotische Episode eine mögliche Folge ihrer Behandlung sein könnte und dennoch hat Chase in den Raum ein Skalpell mitgebracht und so sich selbst, Adams und auch den Patienten in Gefahr gebracht.

House geht schließlich in Bills Zimmer und sieht sich dort etwas um. Dann geht er zu seinem Team, das noch immer an Chase Bett wacht und verlangt von ihnen, ihn bei der Differentialdiagnose zu unterstützen. Keiner des Teams will House jedoch helfen und es entsteht ein lautstarker Streit, den Chase schließlich unterbricht. Das Team widmet sich sofort ihrem Kollegen, die ihn über die Geschehnisse aufklären. Chase erklärt dann jedoch, dass er seine Beine nicht mehr spüren kann.

Cofield stattet Chase schließlich einen Besuch ab und stellt ihm ein paar Fragen. So will er unter anderem von ihm wissen, wem er die Schuld an dem Vorfall gibt, doch Chase glaubt, dass niemand dafür verantwortlich gemacht werden kann. Natürlich war er wütend auf House wegen der Sache mit dem Shampoo und den Haaren, jedoch war er zu jeder Zeit Herr seines Handelns.

Sofort fangen die Ärzte an zu diskutieren, wodurch Chase' Lähmung verursacht worden sein könnte und House vermutet ein Blutgerinnseln in der Nähe des Rückenmarks der Grund dafür sein könnte. Sofort bringt man Chase wieder in den OP, um nach dem Gerinnsel zu suchen. House kommt schließlich hinzu und verlangt noch immer, dass die Ärzte sich um Bill kümmern, anstatt alle bei Chase zu bleiben.

Chase entgegnet Cofield gegenüber, dass dies für ein ein Zeichen war, dass House sich um ihn sorgte, er jedoch sich nicht die Blöße geben wollte und so immer noch auf Bills Fall herumgeritten hat. Cofield sieht schließlich, dass Chase Zeh zuckt und führt ein paar Tests an ihm durch. Ein erstes Anzeichen dafür, dass Chase auf den Weg der Besserung ist.

Cofield fragt Chase schließlich, warum er überhaupt das Risiko eingegangen ist und ein Skalpell mit ins Patientenzimmer genommen hat, woraufhin Chase antwortet, dass er von seiner Theorie überzeugt war und jeder Zeit wieder so handeln würde. Für Cofield ist nun klar, dass House eine Atmosphäre in seinem Team geschaffen hat, die Leichtsinnigkeit fördert.

Schließlich spricht Cofield noch einmal mit House und fragt ihn, warum ihn nicht kümmert, dass sein Kollege, den er seit Jahren kennt, vielleicht nicht mehr laufen kann, doch House entzieht sich immer wieder der Frage. Als er dann sein Fläschchen Vicodin aufmachen will, gibt es eine kleine Explosion und Konfetti schießt aus dem Döschen. House lächelt, weiß er doch, dass es eine Rache von Chase war, kommt dann jedoch dahinter, was mit Bill passiert ist.

House kommt jedoch zu spät. Foreman hat Bill bereits verlegen lassen. House fängt Bills Frau ab und erklärt ihr, dass ihr Mann einen Lymphknotenkrebs hat, der durch die Wucht der Explosion zerstört wurde und seither seinen Körper überflutet. Bill leidet an dem Tumor-Lyse-Syndrom. Er appelliert an sie, dass sie es den Ärzten unbedingt mitteilen muss, so dass man eine Therapie einleiten kann.

Am nächsten Morgen trifft allmählich das gesamte Team ein und wartet auf die Entscheidung von Cofield. Als er gerade anfängt, House' Art zu verdammen, stürmt Bills Frau herein und erklärt, dass House mit seiner Diagnose vom Vorabend Recht hatte. Die Ärzte haben den Tumor gefunden und eine Behandlung eingeleitet. Als sie schließlich wieder gegangene ist, fährt Cofield fort. Er bekräftigt noch einmal, dass House Art zu Arbeiten am Rande des Vertretbaren ist, er allerdings sehr effektiv ist und ihn somit nicht suspendieren wird. An dem Vorfall hat nun offiziell niemand Schuld.

Nach der Anhörung sucht House schließlich Chase auf, der mit einer Physiotherapeutin arbeitet, um wieder laufen zu lernen. Er fragt Chase schließlich, wie er den Mechanismus in seine Flasche einbauen konnte, ohne dass es House bemerkt und Chase fragt ihn direkt, warum dies denn überhaupt nötig war. House gibt zu, dass er ihm mit den orangen Haaren einfach nur einen Streich spielen wollte, weil Chase sich immer wieder verspätet hatte. Dann erklärt er, dass Cofield offiziell niemandem die Schuld an dem Vorfall gegeben hat, er jedoch anderer Meinung ist. Er entschuldigt sich bei Chase, der ihm jedoch entgegnet, dass er gerade beschäftigt ist.

Melanie Wolff - myFanbase


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