"ROA" auf dem "Verzaubert"-Festival
James umstrittender Film "The Rules of Attraction" läuft momentan auf dem deutschen "Verzaubert"-Filmfestival. Nach München, Frankfurt und Köln kommt das Festival nun nach Hamburg (07.12.) und Berlin (09.12).
Das "Verzaubert"-Festival zeigt lesbisch-schwule und bisexuelle Filme. "The Rules of Attraction" zeigt das sehr freizügige Leben von College-Studenten und passt von daher in das Themenspektrum des Festivals.
Mehr Infos zum Festival findet Ihr auf Verzaubertfilmfest.com Termine: Hamburg 07.12. 22:45 GRINDEL 3
Berlin 09.12. 20:45 HAKESCHE HÖFE 1 In der Süddeutschen Zeitung erschien nun ein Bericht über das Festival in München, James Film bekommt dabei sehr gute Kritiken. Hier ist der Ausschnitt, den kompletten Artikel findet ihr hier. Eine zentrale Rolle spielen lilafarbene Liebesbriefe einer Unbekannten in Roger Avarys unglaublichem Film „Rules of Attraction“, der nach dem Roman von Bret Easton Ellis entstanden ist. Diese Briefe stoßen den Studenten Sean in eine schwindelerregende Verwirrung der Gefühle. Dieser College-Film, der mit einem irrwitzigen Drive und labyrinthartigen Erzähltechniken inszeniert ist, die an „Pulp Fiction“, „Memento“ oder „Irreversible“ erinnern, schaut auf den ersten Blick wie eine rabenschwarze, orgiastische Satire aus auf den American way of life, den ganzen Mix aus Prüderie und verkrampften Sex- und Drogenexperimenten. Doch hinter der zynischen Fassade verbirgt sich ein beinah schmerzlicher homo- und heterosexueller Liebesreigen, eine US-Hardcore-Version von Schnitzler und Ophüls gewissermaßen über die Unmöglichkeit der Liebe. „Rules of Attraction“ ist der heimliche Knaller des Festivals gewesen, ein cooler, schicker und gleichermaßen schmutziger Film mit den schönsten Männern (James Van Der Beek, Ian Somerhalder). Er hat auch einen poetischen Moment, der genau passt für die letzten Novembertage: eine Schneeflocke schwebt langsam herunter und landet auf der heißen Wange des bösen Buben Sean, wo sie schmilzt und zu einer Träne wird. Hier ist die Filmbeschreibung vom "Verzaubert"-Festival: Hätte Kubrick AMERICAN PIE verfilmt, dann wäre RULES OF ATTRACTION seiner Vision wohl am nächsten gekommen: Sean (James Van Der Beek), ein misanthropischer Kokser, für den das Leben aus Ficks und Manipulation besteht, Paul (Ian Somerhalder), ein schwuler Zyniker, der sich immer in die falschen Jungs verknallt, und die zerbrechliche Lauren (Shannyn Sossamon), die als Jungfrau meint sich taff geben zu müssen, um zu überleben. Als die drei durch eine Reihe von Zufällen aufeinanderprallen, ergeben sich ungeahnte Möglichkeiten für sexuelle Misskommunikation, Drogenkonsum und Gefühlschaos von erheblichem Ausmaß. Die Studenten des renommierten Camden Colleges, Kaderschmiede der Wohlbetuchten im pittoresken Nordosten der USA, leben nur nach einer Devise: Regeln gibt es keine. In weiteren Paraderollen Faye Dunaway und Swoosie Kurtz als pillenpoppende Mamas – genauso high wie ihre Söhne. Der bankrotten Moral amerikanischer Bourgeoisie einen in pechschwarzer Satiretinte getauchten Spiegel vorzuhalten war schon immer Brett Easton Ellis erklärtes Ziel. Mit RULES OF ATTRACTION kredenzt uns der Kultautor nach AMERICAN PSYCHO und LESS THAN ZERO ein weiteres Giftpraliné, das die Kritik in den USA wie selten zuvor polarisierte. Regisseur Roger Avary erkannte: Was Kids in den 80ern des letzten Jahrhunderts bewegte, ist auch heute noch aktuell: Die Sprengung moralischer und sexueller Fesseln. Quelle: Verzaubertfilmfest.com, Süddeutsche Zeitung
Sandra - myFanbase
04.12.2002 00:00
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