Bewertung: 5

Review: #7.02 Mein Sohn, seine Mutter und ich

Foto: Californication - Copyright: Paramount Pictures
Californication
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Nachdem die erste Episode vor allem auf den Schockmoment am Ende der Episode hingearbeitet hat, versucht die zweite Episode nun mehr das Ambiente zu integrieren und insbesondere Hanks Arbeitsplatz einzuführen. Dabei lernt man sehr viele neue Charaktere kennen.

"For the first time in three weeks I'm actually enjoying myself."

Wenn das mal nicht ein Arbeitsplatz ist, der Erfolg verspricht. Hank trifft auf ein Team, was eigentlich genau zu ihm passt. Irgendwie scheint hier jeder eine Störung zu haben und so erlebt man eigentlich das reine Chaos, welches selbst Hank dazu bringt, am liebsten alles hinzuschmeißen. Man kann nicht abstreiten, dass das Team-Meeting unterhaltsam war, aber irgendwie hat man für meinen Geschmack dann doch etwas zu sehr übertrieben, als es zur allergischen Reaktion kam. Ich hoffe ja sehr, dass es hinter den Kulissen einer TV-Serie nicht so zugeht und sich die Autoren hier in erster Linie einen Spaß gemacht haben, indem sie verschiedene Extreme, die einzeln sicherlich existieren, so zusammen würfeln. Und Potenzial gibt es hier ja durchaus bei einigen Charakteren. Insbesondere Terry ist als Charakter definitiv ein spannender Ansatz, besonders in Verbindung mit Hanks losem Mundwerk. Ich hoffe, dass man sich bei der Vielzahl der Charaktere nur ein paar heraus pickt und diesen eine richtige Storyline gibt, statt sie alle nur für solche Massenszenen zu benutzen.

"The more I sucked, the smaller it got"

Charlie und Marcy hadern weiter mit ihrem Sexleben, welches durch Charlie absolut brach liegt. Hilfe soll nun Viagra bringen und die Funktionstüchtigkeit der Pille wird hier gewohnt peinlich für Charlie umgesetzt. Es ist wirklich zum Schämen, wie absolut hilflos Charlie den Frauen ausgeliefert ist. Das TV-Team hat innerhalb kürzester Zeit eine weitere Geschichte parat, die man eigentlich niemanden erzählen kann. Unterm Strich bleibt festzuhalten, dass Charlie weiterhin sehr einfach zu beglücken ist und man nicht so viel Zeit braucht. Nur seine Frau scheint dazu nicht in der Lage zu sein. Es ist also definitiv ein Kopfproblem. Naja, wenigstens hat Charlie nicht geweint.

"I'm still standing here."

Ein wichtiger Teil der Episode widmet sich natürlich Hanks neuer Familienkonstellation, aber wenn man es genau nimmt, gibt es nur wenig Fortschritt. Levon macht immer noch deutlich, dass er es cool findet, Hank als Vater zu haben, und er hofft, einen Schub für sein eigenes, tristes Lebe zu erhalten. Die Mutter kommt nur bedingt über ihre Einführung hinaus, aber sowohl das Ende der Episode als auch die Besetzung durch Heather Graham machen deutlich, dass man hier noch deutlich mehr Entwicklung reinstecken wird. Hier ist noch Einiges zu erwarten und ich hoffe stark darauf, dass diese Erwartungen auch dafür sorgen dass die Szenen mehr Pep erhalten. Irgendwie blieben Hank und Julia nämlich ziemlich blass neben dem ganzen Chaos auf der Arbeit. Und die Diskussion, ob Hank Levon gut tun wird oder nicht, ist auf einer Metaebene eh immer ungewiss. Man kann davon ausgehen, dass Levon viel erleben wird. Da Hank aber bestimmt keine 180°-Wendung mehr als Charakter hinlegen wird, ist Enttäuschung vorprogrammiert. Die Rolle von Julia in alledem bleibt noch abzuwarten.

Fazit

Diese Episode versucht in erster Linie mit schnellen Dialogen und vielen kleinen Ereignissen zu unterhalten, überzieht aber und kann daher nicht so überzeugen wie der Staffelauftakt, zumal es an wirklicher Entwicklung fehlt.

Emil Groth - myFanbase

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