Bewertung: 9

Review: #1.07 Die Illusion vom Happy End

Die Story um Charlie und seine Frau Marcy kommt zu einem vorläufigen Höhepunkt und Hank schafft es trotz seines Bestrebens, ein guter Vater zu sein, Becca erneut zu enttäuschen.

Ein Dreier mit Schmerzen

Während Hank einen Anlass für mentale Masturbation sieht, ist es für Charlie doch etwas unangenehm, dass Marcy wahrhaftig von einem Dreier träumt. Trotzdem glaubt er, dass er damit all seine Schuld ablegen könnte. Da ist wohl eher der Wunsch der Vater des Gedankens. Ich wüsste jedenfalls nicht, warum seine Spielchen mit Dani vergeben sein sollten, weil seine Frau mal was mit einer Frau versuchen will. Nun ja, das dicke Ende kommt sowieso noch, denn Marcy findet ausgerechnet Dani attraktiv für ihre Phantasie. Die kleinen Sünden werden eben doch meistens zeitnah bestraft. Er kann es Marcy nicht ausreden (interessant, dass er Karen vorschlägt) und muss da nun durch. So schlimm findet er das sicherlich auch gar nicht. Ich denke, die Angst, dass sein Geheimnis gelüftet wird, ist sein hauptsächliches Problem. Der Dreier geht dann jedoch voll daneben, denn Dani bringt ihre Utensilien mit. Marcy hat sich vor Nervosität sowieso schon recht dämlich angestellt und da musste es natürlich so kommen. Sehr witzige Idee, und wie sich Marcy im Krankenhaus immer wieder entschuldigte, war unglaublich süß und fürsorglich. Ich mache mir um die beiden keine Sorgen. Sie passen einfach zusammen. Welche Rolle Dani in Zukunft noch spielen wird, bleibt aber abzuwarten.

Traumjob

Nachdem sich Hank letzte Woche Karen zum ersten Mal wieder nähern konnte, ist er natürlich versucht, auf dieser Schiene weiter zu fahren. Karen diesen Traumjob zu besorgen, ist eine großartige Idee gewesen, zumal er es taktisch recht clever angestellt hatte, ihr nicht wirklich etwas zu sagen. Die Überraschung war somit umso größer und Hank hat es dann auch mit hoher Stimme fertig gebracht hat, sie dazu zu überreden, mit ihm zu feiern. Wenn ein Mann vorschlägt zu kochen, kann man auch kaum nein sagen. Hank hat alles gegeben und wurde zurecht belohnt. Das Gespräch von Hank mit Todd und Charlie in der Bar hatte in diesem Handlungsabschnitt übrigens den größten Unterhaltungswert.

Eskapaden

Wie gewonnen, so zerronnen. Aus dem Abend mit Karen und Becca wurde für Hank nichts, denn sein Lieblingsproblem Mia kam mal wieder dazwischen. Es kam fast, wie es kommen musste. Ihre Lüge aus der letzten Woche führte dazu, dass Hank ihr diesmal erst nicht helfen wollte, weil er sich nicht ausnutzen lassen will. Als sie dann aber Karen anruft, ist klar, dass diesmal doch mehr dahinter steckt. Ich kann noch nicht ganz verstehen, was Mia bei diesem Lehrer immer wieder will. Er ist abartig und nicht besonders hübsch. Liegt es daran, dass sie so an Drogen herankommt? Bekommt sie durch ihre Besuche bessere Noten? Oder ist sie einfach nur durchgeknallt in ihrem jugendlichen Wahn? Dass Hank den Lehrer sogar ein bisschen verteidigt, ist verständlich. Offenbar provoziert Mia sowas immer wieder. Man darf gespannt sein, was dazu in den nächsten Wochen noch kommt, denn abgeschlossen ist hier noch lange nichts. Zumal Mias Satz "Hank, du bist gekommen" bei Karen durchaus ein Stutzen verursacht hat, dem Hank in der Situation zwar gut aus dem Weg gehen konnte, aber wenn weitere Puzzleteile dazu kommen, könnte Karen herausfinden, was da im Busch ist.

Vater – Tochter

Zwei wunderbare Dialoge zwischen Hank und Becca bilden den Rahmen der Episode. Wie viel Emotionen dabei herüber kommen, ist unglaublich und ist vor allem einer glänzenden Madeleine Martin zu verdanken. In jedem Satz spürt man ihren Gefühlszustand und Hank hat ihr diesmal wieder allen Grund zur Enttäuschung gegeben. Erneut hat er ein Treffen quasi abgesagt. Und sie dann noch mit dem Essen dastehen zu lassen, um Mia zu helfen, muss wirklich sehr verletzend gewesen sein. Ich möchte nicht mit Becca tauschen. Erneut zieht ein Mann Mia Becca vor. Ich könnte mir vorstellen, dass nicht nur das Verhältnis von Hank und Becca sehr zu leiden hat, sondern dass Becca Mia in Zukunft auch sehr distanziert gegenüber steht. Irgendwie kann man viele Teile ihres Unglücks mit Mia verbinden.

Fazit

Die Ereignisse spitzen sich weiter zu und glänzend aufgelegte Schauspieler zaubern großartige Dialoge auf die Bildschirme.

Emil Groth - myFanbase

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