Interview mit Emma

In der Winter-Ausgabe der Zeitschrift 'Abercrombie and Fitch Quarterly' gab es ein nettes Interview mit

Emma Caulfield, dessen Übersetzung wir Euch hier liefern:

'Ihre Emma-nenz'

Tut mir leid, aber ich muss eine Rolle von früher erwähnen. Wie war 90210?

Oh, gut, das wollen die Leute immer wissen. Ich hab das vor acht Jahren gemacht. Das ist wie, wenn dich jemand fragt, wie du in der 7. Klasse warst. Ja, es war großartig. Ja, Jason ist ein guter Küsser. Ich denke, das wird mich den Rest meines Lebens verfolgen.

Okay, ich musste es nur einfach erwähnen. Ich kann nicht glauben, dass Buffy vorbei ist. Wenn du nicht gestorben wärst, würdest du ein Anya-Spinoff machen?

Ich bin fertig damit. Es war großartig. Ich denke, ich werde nie wieder einen Charakter wie sie spielen. Es war ein Kulturphänomen und sehr gut geschrieben.

Wie war es am Set?

Es war eine Mischung vieler Sachen. Die Familien kamen und gingen, Hunde liefen herum, ein Scrabble-Spiel wurde gespielt. Ich liebe Scrabble. Aber als wir unseren letzten Produktionstag beendeten, war es sehr emotional.

Ich kann mir nur die verrückten Fans von Buffy vorstellen. Irgendwelche gruseligen Stories?

Einmal war ich in London wegen einer Buffy-Convention. Ich war in dieser Bar in meiner eigenen kleinen Welt mit einer Zeitschrift. Ein Mädchen kam zu mir und bot mir an, einen Drink zu spendieren. Ich war gerade dabei, meine Rechnung zu bezahlen und zu gehen und ich war sehr freundlich: "Danke, danke, aber ich geh gerade." Ich bin natürlich immer sehr nett. "Danke, danke, ich gehe jetzt wirklich." Und das Mädchen war einfach beharrlich. Sie sagte: "Weißt du, eines Tages könnten diese Conventions dein einziger Verdienst sein" und sie ging davon. Ein anderes Mal war ich bei Starbucks und jemand lud mich zum Kaffee ein und ich dachte an diese Geschichte zurück und sagte "Ja, klar, möchte ich einen Kaffee." [lacht]

Und die Musical-Episode? Du bekamst die Chance zu singen. Das war großartig.

Das erinnerte mich an meine Musiktheater-Jahre in der Highschool. Es war Spaß, man konnte die Realität verlassen. Ist es nicht nett, die Realität verlassen zu können. [lacht]

Sehr nett. Du hast Psychologie am College studiert. Denkst du das hilft dir bei deinen Rollen?

Ich denke, es half mir nicht so sehr, meine Rollen zu verstehen, sondern die Menschen allgemein zu verstehen. Das ist ein nie endender Prozess, so half es mir.

Gerüchte sagen, du arbeitest gerade an einer Art Dokumentation. Möchtest du das bestätigen?

Eigentlich kann ich nicht darüber sprechen. Es war ein Projekt, das sich ständig verändert, es wurde größer und anders. Es wird erstaunlich. Ich wünschte, ich könnte drüber sprechen, weil es so ein großartiges Projekt ist, ich bin sehr aufgeregt. Es ist einer der Momente im Leben, die man nie wieder haben wird. Wir werden sehen.

Wie mysteriös. Nun will ich es wirklich wissen - kannst du mir wenigstens sagen, wann wir es erwarten können?

Irgendwann nächstes Jahr.

Gibt es eine Theaterrolle, die du gern spielen würdest?

Die, die ich gerade habe, worüber ich nicht sprechen darf. [lacht] Es scheint, dass ich ständig Rollen bekomme und dann in der Nähe bleibe. Anya bei Buffy wurde ursprünglich nur für eine Episode geschrieben und vier Jahre später war ich immer noch dabei. Mit Darkness Falls war es ungefähr so "Hey, willst du diesen Film mit Revolution machen?" und ich antwortete: "Klar." Es war ein großartiger Film, er war gruselig und brachte dem Studio viel Geld ein. Aber es war wirklich ein Weckruf für mich.

Wieso das?

Ich bin einfach von einer Rolle zur nächsten geschlittert, ohne wirklich darüber nachzudenken. Es war fast, als lebte ich die Karriere von jemand anderes durch. Und jetzt fühle ich mich so, als sei ich an dem Ort, wo ich mich in die Richtung bewegen kann, in die ich will. Vielleicht bekam ich diese Rollen, weil ich so festgelegt war, aber nun bin ich an einem großartigen Punkt, wo ich über etwas total leidenschaftlich bin.

Gibt es jemanden, der dich beeinflusst hat?

Bono. Ihn und seine Musik mochte ich einfach. Was er mit der AIDS-Forschung gemacht hat und mit der Dritten Welt ist so großartig. Und er spricht nicht einfach nur auf einer Plattform, er hilft, die Forschung zu machen und so weiter. Ich kümmere mich um die Rechte der Tiere. Ich habe letzte Nacht wieder drei Stunden im Internet danach geforscht.

Oh nein, ein Farbe werfender PETA-Hippie?

Nein, nein. Ich bin überhaupt nicht so. Ich bin kein Vegetarier, ich esse Fleisch, ich trage keine Pelze, aber ich trage Leder. Es geht darum, dass die Tiere so schlecht behandelt werden. Es ist ein nationales und globales Problem. Kriminelle in unseren Gefängnissen erhalten eine bessere Behandlung als Kühe. Ich sage nicht, dass wir Tiere nicht töten dürfen, es geht darum, wie man sie tötet. Hackt nicht die Füße von Hähnchen ab, quält sie nicht. Ich könnte kein Mitglied von PETA sein.

Also bist du manchmal online, um nach Tierrechten zu recherchieren, und dann eine neue Lederhandtasche zu kaufen?

Ja.



Sweety - myFanbase
05.09.2003 15:44

Kommentare