Interview mit Amber
Filmthreat veröffentlichte letzte Woche ein Interview mit Amber Benson, das sich um ihren Film Chance dreht. Hier für Euch die Übersetzung des Artikels:
AMBER BENSON: EINE VON DEN NETTEN
von Mike Watt (2003-07-02)
Obwohl Amber Benson einige beeindruckende Filmauftritte hinter sich hat - sie hatte ihr Debüt in Stephen Soderbergs "King of the Hill" - sie hatte dann einen Auftritt in "The Prime Gig" neben Ed Harris, der "verlorene Film" "Dons Plum" mit Leonardo DiCaprio und Tobey Maguire und erst kürzlich "Taboo" mit Nick Stahl - ist sie am meisten dafür bekannt, dass sie die Rolle der verstorbenen Tara in der vor kurzem beendeten Fernsehserie "Buffy - Im Bann der Dämonen" spielte. Tara war natürlich eine bahnbrechende Rolle, besonders für das US-Fernsehen, als eine Hälfte einer lesbsichen Liebesbeziehung (die andere Hälfte ist Alyson Hannigans Charakter Willow).
2001 schloss Benson die Produktion ihres Regiedebüts "Chance", einer dunklen Komödie, in der einige andere Buffy und Angel-Kollegen mitspielen, ab. Der Film wurde vor kurzem bei der Moonlight Rising Convention gezeigt und erhielt tosenden Beifall von den Fans.
Hier nun das Interview:
Erzähl mir was über Chance.
Ich denke, es ist wirklich gut. Ich bin sehr aufgeregt. James Marsters ist dabei. Und David Fury, der Autor und Produzent bei der Serie ist, war als Pizzatyp dabei. Es ist einfach nur mein Versuch herauszufinden, wer du bist, wenn du in den 20ern bist. Der Versuch jemanden zu finden, mit dem du mehr als nur auf einer körperlichen Ebene verbunden bist. Darum gehts eigentlich in den Film. Ich habe mit dem Drehbuch schreiben vor einigen Jahren begonnen und als ich fertig war, machte ich überhaupt nichts damit. Ich dachte nicht, dass irgendjemand anderes in Hollywood es mögen könnte. Es ist meine Geschichte, meine Sache, weißt du? Ich wollte es nicht verkaufen und fragen: "Hey, willst du meinen Film kaufen?" Sie hätten mir gesagt, ich solle mich verpissen. Ich unterhielt mich eines Abneds beim Essen mit ein paar Freunden von mir und sie sagten: "Verflixt! Warum machst du es nicht selber? Schicke es rüber, wir schauen es uns an." So machte ich es und sie mochten es wirklich und wir beschlossen, es selbst zu machen. Es dauerte drei Monate Vorproduktion und fünf Wochenenden filmen und dann kam der Bearbeitungsprozess, der wirklich beängstigend ist! Ich kann nicht glauben, dass fünf Wochenenden vorbei sind. Wir haben das ohne Bezahlung gemacht. Was auch immer ich von Buffy bekommen habe, wir schleusten es ein. Und was meine Schwester auf dem College nicht brauchte. Wir haben es wirklich Low Budget gemacht. Ich glaube unser Budget war 25.000 Dollar. Ich weiß, das klingt viel für die Leute da draußen, aber ist es nicht.
Wie mochtest du das Nachbearbeiten?
Ich mag das Regieführen. Vergiss das Schauspielern! Ich will ein Regisseur sein! Da gibt es den ganzen Spaß.
Glücklicherweise war ich von einer unglaublichen Crew umgeben. Ich hatte einen wundervollen Kameramann (Patrice Lucien Cochet). Weil ich mitspielte, musste ich Make Up auflegen und Garderobe anziehen usw., also rannte ich in halbfertigem Make Up herum: "Okay, bringt die Lichter rein, ich bin gleich wieder da, wir treffen uns dann am Bildschirm!" Wir haben alles auf Band aufgenommen, so dass wir zurückspulen und uns alles noch mal anschauen konnten. Es war so intensiv. Sogar der Tonmann Dennis Baxter wurde angesteckt. Er schrie: "Hey, die Augenpartie sieht ein bisschen lustig aus!" Dann musste ich zurück kommen und es mir anschauen. Zum Glück hatte ich eine Freundin, die sich für mich hinstellen konnte und ich mir so die Szene besser anschauen konnte. Zwischen all jenen und meiner Mutter, die herumsaß und sagte: "Okay, das sieht lustig aus, wenn du das machst!", wurde sich um mich gekümmert. Mir ging es mit allen anderen gut, weil ich wusste, was ich von ihnen wollte, so dass es kein Problem darstellte. Ich habe nur versucht zu tun, was ich tun musste. Ich glaube, wir hatten 22 Stunden Rohmaterial. Aber es ist digital gewesen, also nicht so teuer. Es schaut fantastisch aus. Ich hab es gar nicht realisiert, aber digital sieht es wirklich gut aus. Wir drehten mit einer Cannon XL1, vielleicht sieht man es, ich weiß nicht. Wir werden sehen, wie es ankommt.
Wie waren die anderen Schauspieler neben dir?
Ich hatte keinen einzigen schlechten Schauspieler. Alle waren fantastisch. Steven Soderbergh gab mir die beste Unterstützung, die ich je bekommen habe: "Wenn du Regie führst, liegt das eigentliche Regieführen in der Besetzung." Und ich stimme ihm zu, nun wo ich mein eigenes Ding gemacht habe, er hat so recht. Wenn du Leute besetzt, von denen du weißt, dass sie wunderbar sein werden und dir geben werden, was du willst, brauchst du nicht alle fünf Minuten zu unterbrechen und ihnen sagen, wie sie ihren Text vortragen sollen. Ich hatte einfach Glück. Alle waren routiniert und hörten zu und sie waren so gut, dass ich mich nicht sehr anstrengen musste, um es so zu bekommen, wie ich es wollte. Sie machten es intiutiv. Wir bekamen großartige Sachen. Es war fast magisch. Alle kamen rein und wurden zu den Charakteren, die ich mir im Kopf vorgestellt hatte. Und wenn sie nicht hundertprozentig das waren, was ich mir ausgedacht hatte, brachten sie etwas so Anderes und Einzigartiges ein, dass ich sagte: "Wow! Ich hab sowas noch nie gesehen! Das ist wirklich cool, lasst es uns so machen!" Ich hatte wirklich Glück.
Was sind nun deine Pläne, wo es vorbei ist?
Ich bringe es nun auf Festivals und schaue, was passiert. Wenn ich es nicht verkaufen kann, stelle ich es ins Internet. Ich habe mit mehreren Vertreiberfirmen gesprochen und sie wollen es einfach nur nehmen. Ich habe Investoren, die ich bezahlen muss, aber es scheint kein "Verkaufsgeld" mehr da zu sein. Ich habe meine ganze Buffy-Gage genommen, um dafür zu bezahlen. Und die ganzen anderen Leute haben mir auch Geld gegeben. Es ist komisch. Wahrscheinlich werden wir es am Ende selbst vertreiben. Das wird wohl das beste sein, denke ich.
Quelle: Filmthreat
Sweety - myFanbase
09.07.2003 10:03
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