Emma im SFX Magazin

Im SFX Magazin Nr. 105 war ein Bericht über Emmas Aktivitäten in Australien, dessen Übersetzung wir Euch hier bieten:

Zuerst ist sie ein Dämon und dann wird sie von einer Zahnfee verfolgt. Emma lebt in einer seltsamen Welt

"Ich dachte immer, dass Horrorfilme 'ab 17' sein müssen," grübelt Emma Caulfield. "Es müssen einige unerwünschte Brustszenen dabei sein!" Traurigerweise, Männer, ist dies nicht der Fall bei Darkness Falls, dem neuen Film des Buffy-Stars. Caulfield spielt eine Frau, deren kleiner Bruder von der Zahnfee bedroht wird. Natürlich nicht von der richtigen Zahnfee - ein Horrorfilm über die unerklärliche Materialisierung von 50-Cent-Stücken würden niemanden nervös machen. Diese Zahnfee ist ein rachsüchtiger Geist, der eine Stadt in New England terrorisiert.

Also, was ist mit dem Wechsel zum Gruselfilm? Caulfield hat bestätigt, dass sie, egal was mit Buffy geschieht, nicht mehr als Rachedämonin Anya weitermachen wird (nicht mal, wenn Joss Whedon "bitte, bitte, bitte!" sagt). "Ich denke, ich habe alles mit ihr getan, was ich tun konnte," stellt sie heraus. "Ich bin fertig."

Ist es nun ihr Ziel, ein blutiges Pin-Up-Girl zu werden? "Gott! Nein!" sagt sie. "Ich möchte keine Schrei-Königin sein! Das ist definitiv nicht das, wonach mir der Sinn steht. Ich hoffe, dass ich mehr den Sigourney Weaver Weg einschlage."

Caulfield wurde dank ihrer jahrelangen Freundschaft mit Produzent Greg Silverman, mit dem sie zur High School ging, in das Projekt einbezogen. "Es war einfach Glück. Wir wollten schon seit einigen Jahren ein Projekt zusammen machen."

Sie unterzeichnete tatsächlich, nachdem sie einen Kurzfilm vom Debüt des Regisseurs Jonathan Liebesman gesehen hatte.

"Ich sah den Kurzfilm und war hin und weg. Und ich sagte: 'Ich mach alles. Ich bringe ihm Kaffee! Ich will mit ihm arbeiten!' Das wars. Ich hab nie ein Script gesehen, hab gar nichts gesehen. Ich folgte Jonathan blind, indem ich sagte'Ich will einfach mit dir arbeiten!'"

Der Film - der in Australien gefilmt wurde - wurde gedreht, während Caulfield die fünfte Staffel von Buffy drehte. "Ich hatte Glück. Ich habe nie eine Episode verpasst. Meine Story bei Buffy war zu diesem Zeitpunkt nicht die Schlüsselstory, die Dawn Storyline war sehr vorherrschend. Ich war für drei Wochen in Australien, ging zurück, dann wieder drei Wochen Australien und so fort. Es war ein bisschen anstrengend, um ehrlich zu sein, aber auch so lohnend. Nach einer Weile gewöhnte ich mich dran. Ich war erstaunt, wie gut ich ohne Schlaf zurecht kam! Ich denke, wenn man inspiriert ist, kann man viel ohne zu schlafen machen!"

Ein großer Unterschied zwischen der Arbeit bei Buffy und Darkness Falls ist, dass Emma endlich die Chance bekam, jemanden in den Hintern zu treten ("Am Ende des Films verwandle ich mich in einen Actionhelden!"). Dies bedeutete, dass sie viele Stunts machen musste und verdrahtete Sachen. Das klingt zermürbend. "Vollkommen!" stimmt Caulfield zu. "Ich mache bei Buffy nichts mit Stunts! sie haben großartige Stunt-Doubles dafür. Und ich frage immer 'Warum knn ich das nicht machen? Ich will es wenigstens veruschen!' Aber sie haben Versicherungsgesellschaften, die sie unter Druck setzen und deshalb lassen sie uns das nicht machen. Als sie sagten, ich könnte sobviel machen, wie ich körperlich in dem Film machen könnte, war ich so aufgeregt. Fast alles, was man sieht, bin ich. Ich wurde gequetscht und geschlagen, aber es hat so viel Spaß gemacht! Es ist lächerlich. Ich werde dafür bezahlt, herunterzulaufen, zu schreien - so lebe ich! Es ist lächerlich. Es schlägt einen echten Job!"

Die Maxime der Schaupielerin lautete "arbeite nie mit Tieren". Nun hat es sich geändert zu "arbeite nie mit CGI". Oder zumindest, wenn du es tust, sei darauf vorbereitet dich wie ein Idiot zu fühlen. Caulfield musste herumrennen und auf dünne Luft reagieren, weil das Filmmonster größtenteils eine Computeranimation ist. "I hatte nichts, womit ich arbeitete, nie!" schnapt Caulfield. "Ein Stab mit einem kleinen X drauf - davor rennst du weg. Das war eine Herausforderung. Ich denke, dass ich nie wieder arbeiten gehe!" lacht sie. "Ich denke, dass ich auf der Leinwand ausgelacht werde. Das ganze wird ausgelacht werden. Das wird zeigen, dass ich voller Unsinn bin! Chaney Kley [Caulfields Co-Star] wurde gesegnet. Ihm wurde eine Art Puppe zum Arbeiten gegeben. Ich war so eifersüchtig! 'Verdammt, Chaney! Du wirst eine bessere Vorstellung abliefern als ich, weil du eine Puppe hattest!'"

Sie sagen auch "arbeite nie mit Kindern zusammen", und Emma musste viel Zeit mit dem 8jährigen Lee Cormie verbringen, der ihren kleinen Bruder spielte. Wie war das? "Es ist definitiv... eine Herausforderung," sinniert sie. "Einfach schon mal weil die Aufmerksamkeitsspanne eines Achtjährigen sehr... nun, es gibt einfach keine! Du hoffst dass wenn er sich konzentriert und dir gegenüber steht, dass du es schaffst. Lee ist so scharfsinnig und optimistisch, wirklich. Eigentlich war er einer der klügsten Leute im Raum, wenn nicht der klügste Mensch im Raum die ganze Zeit."

Klingt ein bisschen wie ein kleiner Streber für uns.

"Er hatte diese produktive, provozierende Diskussion über das Universum und Spiritualität. Ich sagte 'Mensch, du bist acht!'" Sie lacht bei der Erinnerung. "Wow! 'Gott, Lee, ich hab nie so darüber nachgedacht. Wow, ich fühl mich richtig dumm.' Es war verrückt. Und die Kamera liebte ihn. Sie fraß ihn einfach auf."

Also gab es nur Lächeln und Umarmungen?

"Versteht mich nicht falsch. Es gab Zeiten, da wollt eich ihn umbringen! Ich raufte mir das Haar gemeinsam mit Lee. Ich schrie 'Sei still! Hör auf! Niemand kümmert sich um die Atome und das Universum in diesem Moment!'"

"Und er wimmerte, 'Okay'..."



Sweety - myFanbase
02.06.2003 15:28

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