Bewertung: 6

Review: #4.12 Dunkle Vergangenheit

Ich gehe mit gemischten Gefühlen aus der Folge heraus. Einerseits gab es diesmal Sachen, die mir wirklich gefallen haben, aber anderer Seits war das gewöhnte "Alias"-Feeling nicht da.

Nadia Santos

Die Folge dreht sich ja größten Teils um Nadia, deshalb möchte ich auch diesmal mit ihr und ihrer Storyline in der Folge beginnen. Im Grunde finde ich es wirklich gut, dass wir nun mehr von Nadia wissen, aber dadurch war die ganze Folge nicht so, wie wir es von "Alias" gewohnt sind. Aber darauf will ich später noch mal kommen, wie gesagt nun erstmal zu Nadia.

Wir wissen nun eine ganze Menge mehr an Fakten über sie und ihre Vergangenheit. Aber war es wirklich gut, dem Zuschauer so viele Fakten auf einmal vorzulegen? Aus meiner Sicht machte das die Folge ein wenig schwer und langatmig. Dass Nadia schon als kleines Mädchen eine Unmenge an Problemen hatte, konnte man sich wohl denken. Der Einblick in ihre Jugend hilft dem Zuschauer allerdings auch, endlich mehr Nadias Handeln zu verstehen. Bei mir kommt es in manchen Folgen vor, dass ich mich ziemlich schwer mit ihrem Charakter tue, ich weiß nicht einmal genau, was mich an ihr stört. Womöglich ist es einfach noch die Frage: Welche genaue Rolle spielt sie in dem ganzen Geschehen?

Sydney Bristow

Habt ihr auch das Gefühl, dass Sydney immer mehr in den Hintergrund gestellt wird? Ich hab ja schon einmal (Review zu #3.21 Vermächtnis) gesagt, dass ich endlich wieder mehr von ihrem Privatleben haben will. Durch die ganze Staffel aber habe ich immer wieder das Gefühl, dass solche Aspekte einfach außer Acht gelassen werden. Was ich allerdings schade finde, denn wer erinnert sich nicht gerne daran, wie Sydney in der ersten Staffel mit Will rumgescherzt hat oder mit Francie über ihre Beziehungen geredet hat? Verdammt, so was will ich wieder haben! Ansätze dafür sind natürlich da, indem sie nun eine Schwester hat, aber für mich kommt das in diesem Fall einfach nicht an das Niveau der Staffeln 1 und 2 heran.

Sonst scheint es ja zurzeit für Sydney recht gut zu laufen. Aber ich bin mir sicher oder besser gesagt, ich hoffe es irgendwie, dass das nicht so lange bleibt, damit endlich mal wieder Schwung in Sydneys Leben kommt. Derweil wird sie wohl weiter die gute Seele spielen und allen Leuten in ihrer Umgebung gute Ratschläge geben.

Michael Vaughn

Vaughn hingegen hat zur Zeit seine eigene Nebengeschichte. Hinter seiner Suche nach seinem Vater oder besser gesagt nach den Geheimnissen seines Vaters, steckt sicher eine Menge Potential, aber im Moment wird dies noch nicht voll ausgeschöpft. Spannung hat es diesmal nicht so wirklich gebracht. Das einziges Gute daran war die Einführung von Sophia: die Frau sieht für mich schon sehr danach aus, als ob sie die einen oder anderen Geheimnisse versteckt.

Sophia Vargas

Sophia war wohl eine der kleinen Überraschungen in der Folge. Durch sie sind die Handlungsstränge der Storylines von Nadia und Vaughn ineinander gelaufen. Die ganze Folge über hatten diese beiden Geschichten scheinbar keinen Zusammenhang, erst zum Schluss mit dem Auftauchen dieser Frau wurde daraus eine zusammenhängende Folge.

Mich freut es schon sehr, noch mehr von ihr zu sehen. Anfangs schien sie ja eine eher unbedeutende Person zu sein, aber diese letzten Sekunden lassen mich anderes vermuten. Ihr Reaktion auf Nadias Wohlergehen lässt mich doch zweifeln, ob sie Gutes im Sinn hat, nur kann ich sie im Moment wirklich gar nicht einordnen.

Was ist mit dem Rest?

Weder Jack, Sloane oder Dixon hatten eine wirklich große Rolle. Das ist wohl auch der Punkt, der mich daran am meisten gestört hat. Sonst haben die Macher von "Alias" es doch auch immer geschafft, alles unter einen Hut zu bringen und jedem seine eigene Story zu geben. Warum sie das allerdings diesmal nicht gemacht haben, ist fraglich. Wahrscheinlich war die Folge einfach nur dazu da, um etwas Licht in Nadias früheres Leben zu bringen.

Aber nicht nur an Personen hat es mir gefehlt, auch die Mission hat meinen Puls nicht gerade gesteigert. Im Allgemeinen hätte ich mir eben noch ein wenig mehr Spannung gewünscht, davon waren zwar kleine Ansätze da, aber es geht doch bestimmt noch besser.

Fazit

Letztlich fällt es mir ziemlich schwer nun eine Bewertung für die Folge zu geben. Ich fand es gut, dass man ein wenig aus Nadias Vergangenheit erfährt und auch der Neuzugang in Form von Sophia hat mir super gefallen. Aber die gewisse Mischung, die "Alias" ausmacht, hat mir hier echt gefehlt und deswegen kann ich auch nur 6 Punkte vergeben. Trotz allem sind ja durch die Folge einige Fragen aufgetaucht: Welche Rolle spielt Sophia Vargas? Werden wir sie noch einmal sehen? Wird Vaughn mehr über seinen Vater herausfinden und was hat es mit "Nachtigall" auf sich? Trotz der recht mittelmäßigen Folge, werde ich es mir nicht nehmen lassen, auf Antworten zu warten.

Ronny Lange - myFanbase

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