Bewertung: 7

Review: #8.05 Gesteinigt

Foto: Gillian Anderson & David Barry Gray, Akte X - Copyright: 2000 Fox Broadcasting; Larry Watson/FOX
Gillian Anderson & David Barry Gray, Akte X
© 2000 Fox Broadcasting; Larry Watson/FOX

"Akte X"-Fans und Menschen aus dem Zeitalter der Aufklärung müssen in dieser Episode ganz stark sein: Scully wird von einer religiösen Sekte gekidnappt und ihr wird ein Parasit eingepflanzt. Kann ihr Partner Doggett sie retten?

Religiöse Sekte und Parasiten

Oha: Religiöse und hinterwäldlerische Menschen, die wie im Mittelalter leben, wurden in "Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" ja schon öfter eingeführt. Fast in jeder Staffel gab es ein/zwei Episoden, die sich um solche fanatischen Gruppierungen drehten, letztens z.B. in der 7. Staffel in der Folge #7.09 Schlangen. Auch wenn die Facetten der Gruppierungen immer wieder geändert werden - diesmal fährt die Gemeinschaft im Bus durch die Gegend, um nach Wirtskörpern für ihren Parasiten, den sie für die Reinkarnation von Jesus halten, zu suchen -, so sprechen mich diese Storylines so gar nicht an. Weder die einzelnen Bewohner des kleinen Ortes, noch der Bus, noch das Mystische, noch der Parasit. Was dem Ganzen dennoch ein Hauch von Spannung und gute Unterhaltung verleiht, sind Scullys Fluchtversuche. Diese sowie die düstere Stimmung werden gelungen in Szene gesetzt und sorgen für eine authentische Atmosphäre. Im Großen und Ganzen kann man aber froh sein, wenn Scully dann endlich gerettet ist und man nie wieder etwas von dieser Gemeinschaft hört bzw. diese für immer strafrechtlich verurteilt wird.

Scully und Doggett

Besser als der Fall der Woche um die Sekte und den Parasiten gefällt mir die Dynamik zwischen Scully und Doggett. Subtil und ohne es zu künstlich wirken zu lassen, bauen die "Akte X"-Macher nach und nach ein gesundes Vertrauensverhältnis zwischen den beiden auf. Doggett wird dabei als loyaler und besorgter FBI-Partner inszeniert, der Scully das Leben rettet und sich dabei selbst in höchste Gefahr begibt. Und das, obwohl Scully ihn zu Beginn nicht einweiht und auf eigene Faust zu ermitteln beginnt. Der schwarze Peter wird also Scully zugespielt, was Doggett objektiv betrachtet im Kontrast aufwerten soll, zumal sich Scully auch sehr zickig gegenüber ihm verhält, wenn man die Zwischentöne z.B. beim Telefonat richtig deutet. Normalerweise befindet sich ja eher Mulder in solchen Situationen wie Scully in dieser Episode. Der Rollentausch der beiden wird also nach und nach - manchmal subtil, manchmal sehr offenkundig - vollzogen. Als jemand, der generell an den Genres Mystery und Thriller Gefallen findet, kann ich momentan sehr gut mit dem Gespann Scully/Doggett leben und vermisse Mulder vorerst noch nicht. Vermutlich auch, weil ich weiß, dass er ja wieder zurückkehren wird. Wie es allerdings bei Mulder-Scully-Shippern aussieht bezüglich der Bewertung der Folgen in Staffel 8, vermag ich nicht zu sagen. Für mich jedenfalls macht Robert Patrick als John Doggett eine gute Figur und die Art und Weise, wie die Macher von "Akte X" das temporäre Fehlen von Mulder versuchen abzufedern, honoriere ich. Von daher gibt es für die Episode trotz eher dürftigem Faktor X eine sehr respektable Punktzahl.

Insider & Hintergründe

  • William O'Learys, der den Tankstellenbetreiber spielt, wurde u.a. durch seine Rolle als jüngerer Bruder von Tim Tylor in "Hör mal, wer da hämmert" bekannt.
  • Danny, das "Mädchen für alles" beim FBI, wurde schon lange nicht mehr in einen Fall eingebunden. Das letzte Mal war in der Folge #5.05 Emily Teil 1.



Fazit

"Akte X"-Fans und Menschen aus dem Zeitalter der Aufklärung müssen in dieser Episode ganz stark sein: Scully wird von einer religiösen Sekte gekidnappt. Doggett kann Scully allerdings retten und festigt seinen Platz innerhalb des X-Akten-Teams immer mehr.

Alexander L. - myFanbase

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