Superman - Review

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Schon bevor "Superman Die Abenteuer von Lois & Clark" vor vielen, vielen Jahren erstmals im Fernsehen kam, war ich ein großer Fan des Helden. Allein das war ein Grund für mich, die Serie auf jeden Fall zu sehen. Und ich wurde nicht enttäuscht.

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Foto: Dean Cain & Teri Hatcher, Superman - Die Abenteuer von Lois & Clark - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Dean Cain & Teri Hatcher, Superman - Die Abenteuer von Lois & Clark
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Superman ist der älteste Held überhaupt - metaphorisch gesprochen - denn in der Serie sieht er natürlich nicht aus wie knapp 50. Als ich damals erstmals von der Serie gehört habe (ich war zu der Zeit übrigens acht), war es leider schon fast zu spät, doch ich schaffte es noch rechtzeitig, zur Primetime - ja, die Serie wurde in der Primetime ausgestrahlt! - vorm Fernseher zu sitzen und diese wunderbaren Schauspieler zu beobachten.

Logischerweise konnte und durfte man nicht zu viel der Charaktere selbst verändern und man hatte, ohne es richtig zu realisieren, noch Christopher Reeve in der Rolle vor dem geistigen Auge. Anfangs habe ich immer Reeves und Cains Schauspielweise beobachtet, was ich aber wenig später schon sein ließ, da sich schon die Charaktere doch sehr voneinander unterscheiden.

Was man jedoch sofort merkt, ist, dass es seit Beginn der Serie nicht primär um den Helden geht, sondern um Clark und seine Probleme mit seiner Geheimidentität... Lois ist verschossen in Superman und hat zunächst nichts für Clark übrig. Jedoch liebt Clark Lois, die wiederum keine Ahnung hat, dass er und ihr Angehimmelter dieselbe Person ist.

Wann heiraten sie endlich??

Das war wohl der nervigste Ausrutscher, den ich je im TV erlebt habe und der allein den Bossen zuzuschreiben ist. Obwohl Lois und Clark jedes Mal schon kurz davor waren, zu heiraten, wurde jedes einzelne Mal auch wieder krampfhaft eine Story gesucht, mit der man die beiden am "Ja"-Sagen hindern konnte.

Nicht nur mich hat das genervt, denn an den Zuschauerzahlen sieht man, dass es vielen anderen genauso ging. Ob dieser Fehler der Produzenten sogar für das Aus der Serie verantwortlich war? Ich weiß es nicht, aber vorstellbar ist es auf jeden Fall.

Diejenigen, die bis zur Hochzeitsfolge, die im Original passenderweise "This Time We're Not Kidding" hieß, ausgehalten haben, wurden dann aber wieder belohnt. Die Szene, in der sich die beiden endlich - nach Invasionen aus dem Weltall, Frösche fressenden Klonen und Gedächtnisverlust - das Ja-Wort geben, ist traumhaft und man könnte die Szene tausendmal sehen und wäre immer noch nicht müde davon.

Das Serienfinale selbst, welches ja so nicht geplant war, fand ich schon immer schwachsinnig und ich finde es immer noch traurig, dass eine solch tolle Serie mit so einer Episode enden musste.

Fazit

Auch nachdem ich die Serie nun schon einige Male gesehen habe, kann ich nicht genug von ihr bekommen, denn nicht nur Teri Hatcher spielte ihre Rolle perfekt, sondern auch Dean Cain. Lane Smith hat mir ebenfalls sehr gut gefallen.

Die Schwächen, die man aus heutiger Sicht sieht - die Special Effects - haben mich damals nie interessiert. Für mich zählte nur diese wunderbare Beziehung, die sich zwischen Lois und Clark entwickelte.

Auch wenn die Spezialeffekte heute lächerlich aussehen, war es ja nicht das, was die Serie ausmachte. Nach vielen Jahren der Superman-Abwesenheit in TV und Kino kehrte mit "Lois & Clark" eine erste wirklich ernst zu nehmende Serie über den Mann aus Stahl ins TV-Geschäft zurück. Das Franchise war wiederbelebt und es bildeten sich wahre (Internet-)Freundschaften, die ohne die Serie nie zustande gekommen wären.

Elsa Claus - myFanbase

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