Schmigadoon! - Review des Piloten

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Musicals erfreuen sich großer Beliebtheit, kein Wunder also, dass sie auch in Serien verarbeitet werden. Streamingdienst Apple TV+ hat mit "Schmigadoon!" eine Serie erschaffen, die nicht nur an Musicals angelehnt ist, sondern diese auch ganz im Stil der 1940er Jahre umsetzt. Wie mir das Ganze gefallen hat, erfahrt ihr jetzt...

Willkommen in Schmigadoon!

Foto: Keegan-Michael Key & Cecily Strong, Schmigadoon! - Copyright: Apple
Keegan-Michael Key & Cecily Strong, Schmigadoon!
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Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht genau, was ich dazu sagen soll, weil es mich doch tatsächlich verwirrt. Ich kenne durchaus Musicals und dass einzelne Musicalnummern davon in Serien umgesetzt werden, doch eine ganze Serie, die in diesem Universum spielt, ist mir definitiv neu. Aber nun gut. Öfters mal was Neues ist ja nicht verkehrt.

Im Zentrum des Geschehens stehen Melissa (Cecily Strong) und Josh (Keegan-Michael Key), die beide als Ärzte im Krankenhaus arbeiten und sich am Arbeitsplatz ineinander verlieben. Ihre Liebe ist jung und zart. So kommt es also, dass sie den ersten Jahrestag in einem Restaurant feiern und Josh sich etwas ganz Besonderes einfallen lässt: die beiden haben sich am Süßigkeitenautomaten im Krankenhaus kennengelernt und solche liefert er seiner Melissa prompt auf dem Silbertablett wirklich eine süße Idee (im wahrsten Sinne des Wortes) und unterstreicht nochmal die Verliebtheit der beiden. Doch wie es meistens so ist, schläft die Liebe der beiden nach über drei Jahren dann doch ein. Während das Josh ziemlich egal zu sein scheint, versucht Melissa dem Ganzen Abhilfe zu schaffen und meldet sich und ihn bei einer Art Camp an, damit sie wieder zusammenfinden bzw. die Liebe zwischen ihnen wieder neu entfacht wird. Natürlich geht alles schief: schlechtes Wetter, sie verlaufen sich und schlechte Laune.

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Foto: Alan Cumming, Schmigadoon! - Copyright: Apple
Alan Cumming, Schmigadoon!
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Die beiden geraten dann nach Schmigadoon!, einem Ort, an dem die Leute immer gute Laune haben und das ist in meinen Augen fast schon übertrieben. Aber okay, es soll halt zur Unterhaltung dienen und genau da bin ich mir nicht sicher, denn obwohl vor dem Gesang immer eine Szene gezeigt wird, die quasi der Ursprung des Songs ist, wirkt die Gesangseinlage und der Tanz ziemlich gestellt. Ja, es stellt die 1940er Jahre und das Goldene Zeitalter dar, dennoch wirkt es für mich nicht mehr so zeitgemäß, wie man es sich vielleicht gedacht hat.

Was die Kulissen angeht, musste ich echt lange überlegen, woran sie mich erinnert: An Mary Poppins mit der wundervollen Julie Andrews! Wie gesagt bin ich nicht ganz sicher, ob so eine Darstellung wie damals heute noch zeitgemäßig ist, dennoch ist es eine sehr schöne Ehrung an den Film.

Durch den Gesang und die Eindrücke der Kulissen, sowie den Cast, bestehend aus dem Bürgermeister (Alan Cumming), dessen Frau Florence (Ann Harada), sowie dem Pastor Howard (Fred Armisen) und dessen Frau Mildred (Kristin Chenoweth) und dem charmanten und jungen Danny (Aaron Tveit) kommt die Geschichte selbst ziemlich kurz. Denn Melissa und Josh sind in dieser Welt nicht verheiratet, so dass sie in getrennten Zimmern schlafen müssen, worauf Mildred, die wunderbar von Chenoweth verkörpert wird und mit der ich mich nicht anlegen wollen würde, ein genaues Auge auf sie hat.

Obwohl die Geschichte zu kurz kommt, dürfte klar sein, dass die beiden in Schmigadoon 'gefangen' sind, damit sie entweder ihre Liebe wieder entfachen können oder eben die wahre Liebe finden, was vielleicht auch bedeuten könnte, dass sie doch nicht füreinander bestimmt sind. Aber das wird man noch sehen, ob hier meine Theorie zutreffen könnte. Sehr ironisch ist aber, dass Keegan-Michael Keys Rolle hier eher anti unterwegs ist, wenn es um Musik, Gesang und Tanz geht, zumal man ihn erst 2020 in dem Film "The Prom" sehen und sich davon überzeugen konnte, dass er all die Dinge kann, gegen die Josh etwas zu haben scheint.

Fazit

Ich denke, bei einem solchen Format wie "Schmigadoon!" sind sechs Episoden von ca. 30 Minuten völlig ausreichend, um eine Geschichte zu erzählen, die die Zuschauer*innen gut zu unterhalten weiß und von der man nicht allzu viel erwartet. Dennoch wirkt der Pilot durch die musikalischen Einlagen etwas zu überladen, um den restlichen Cast noch vorstellen zu können.

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Daniela S. - myFanbase

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