Party Down - Review

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Ich bin nicht mit wahnsinnig hohen Erwartungen an diese Serie herangegangen. Um ganz ehrlich zu sein, wusste ich nicht mal, dass sie existiert, was sicher auch am eher unbekannten Sender liegen könnte. Paul Rudd und Rob Thomas hinter und Lizzy Caplan und Ken Marino vor der Kamera sind sicher nicht die schlechtesten Voraussetzungen, doch manchmal reicht eben auch das nicht. "Party Down" hat es von Beginn an nicht geschafft, mein Interesse zu wecken. Es wurde einfach versäumt, durch Humor oder Emotion den Zuschauer eine Bindung mit irgendeinem der Charaktere aufzubauen. Bis weite Strecken in die Folge hinein war nicht einmal wirklich klar, wer jetzt die Hauptperson ist, auf wen man seinen Fokus als Zuschauer richten soll, wenn es um die Motivation (des Charakters) und die Empathie (auf Seiten des Zuschauers) geht.

Leider waren die Witze jedoch nicht lustig, die Charaktere grausam öde und als die Schmach endlich ein Ende hatte, war ich schockiert, dass die Serie 20-minütig ist. Beim Zuschauen hat es sich gut und gerne angefühlt, als sei mindestens eine Stunde vergangen. Das ist weder gut für eine Serie allgemein und ganz besonders nicht für eine Comedy.

Der einzige Höhepunkt der Episode ist, als Enrico Colantoni splitterfasernackt in den Pool springt und vor versammelter Mannschaft eine Szene macht. Die Szene schlägt sehr schnell von komisch in tragisch um, was jedoch nichts Negatives ist. Diese vielleicht 50, 60 Sekunden ändern jedoch nichts daran, dass ich mit der Gesamtsituation unzufrieden bin. Zugegebenermaßen sind 20 Minuten nicht viel Zeit, doch andere Comedys haben es durchaus bewiesen, dass man in dieser Zeit gelungen fünf, sechs Charaktere einführen, ihre Motivation klären und dem Zuschauer einen Ausblick darauf geben kann, was er in den kommenden Episoden erwarten darf. Das wurde hier leider völlig versäumt und ich sehe daher auch keinerlei Grund, mir die zweite Folge überhaupt anzusehen...

Fazit

Ein langweiliger Versuch, den steinigen Weg in Richtung Prominenz und Ruhm humorvoll darzustellen. Man sollte nicht meinen, wie viele talentierte Männer hier bei der Arbeit waren, denn "Party Down" hat mich so gelangweilt wie... na gut, wie die meisten anderen Comedypiloten dieser TV-Season...

Nadine Watz - myFanbase

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