Favoriten in Serien, Teil 3

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Als Serienfan tut man vor allem eines: Mit der Handlung seiner Lieblingssendung mitfiebern. Dabei bleibt es natürlich nicht aus, dass man manche Personen oder Geschichten besonders ins Herz schließt. In diesem Teil der Kolumne schreiben unsere Autoren, welches Serienpaar ihnen am besten gefiel.

Die Texte können Spoiler zu Handlungsverläufen enthalten!

Natürlich könnt ihr dazu auch wieder in unserem Forum diskutieren.

Lieblingspaar

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© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Scully und Mulder ("Akte X")
Eine der ersten Serien, die ich wirklich mit Begeisterung verfolgte, war "Akte X". Und auch wenn ich vor allem inhaltlich größtes Interesse an der Serie hatte, so habe ich doch beide Agenten schnell ins Herz geschlossen und lange Zeit das freundschaftlich, kollegiale Verhältnis der beiden genossen. Schritt für Schritt haben die gemeinsam erlebten Ereignisse die beiden immer näher gebracht und doch hat es selten so lange gedauert, bis sich zwei Charaktere einer Serie gefunden haben. Die vielen, kleinen Spielchen und das wirklich lange Warten war für meine Begriffe sehr genial umgesetzt und wann immer ich jetzt eine Crime-Serie mit einem gemischt-geschlechtlichen Ermittlerteam sehe ("Bones", "Castle"), bei dem das Thema Liebe zwangsläufig irgendwo auftritt, so ist es für mich doch immer nur eine billige Kopie. An Dana und Fox wird da nie jemand heranreichen. | Emil Groth

Veronica und Logan ("Veronica Mars")
Gerne würde ich hier ein besonders tragisches oder spektakuläres Liebespaar nennen, doch ehrlich gesagt ist das Liebespaar was mein Herz am meisten erwärmt hat, relativ undramatisch. Denn die Beziehung von Veronica Mars und Logan Echolls aus der Teenie-Serie "Veronica Mars" wurde für meine Begriffe eher stiefmütterlich behandelt und stand selten im zentralen Mittelpunkt der Serie. Trotzdem haben eben die beiden mich am meisten mitgerissen und berührt. Die Chemie zwischen den beiden Darstellern war einfach genial und die Umstände unter denen die beiden zusammen kamen eher ungewöhnlich. Der aufsässige 09er Typ und die von allen geächtete Teenie-Schnüfflerin geben für mich einfach eine tolle Kombination ab, auch wenn das Ende eher einen bitteren Beigeschmack hat. Denn obwohl klar war, dass sie sich immer noch lieben, hat das vorzeitige Ende der Serie dem Paar keinen schönen Abschluss gegeben und vielleicht hänge ich auch gerade deswegen da noch so dran, weil es weder ein Happy End, noch einen wirklichen Cut gab. | Nina V.

Foto: Julian McMahon & Alyssa Milano, Charmed - Copyright: Paramount Pictures
Julian McMahon & Alyssa Milano, Charmed
© Paramount Pictures

Phoebe und Cole ("Charmed")
Es gibt viele Serienpaare, die ich mit der Zeit liebgewonnen habe, aber wenn ein Paar bei mir auch noch in zehn Jahren ganz oben auf meiner Liste stehen würde, dann sind es eindeutig Phoebe und Cole. Ein tragisches Paar, das bis zum Ende an ihrer Liebe festgehalten und sogar Gut und Böse überwunden hat. Wie oft hat Cole versucht, seine dämonische Seite zu unterdrücken, um mit Phoebe zusammen zu sein? Phoebe musste sich ein Ultimatum setzen und hat sich für Cole und gegen ihre Schwestern entschieden. Beide haben gegen das angekämpft, was sie sind und ihre Liebe stand zu keinem Zeitpunkt in Frage. Es gibt keine Liebesgeschichte in einer Serie, die mich so gepackt, emotional berührt, erfreut und geschockt hat wie die von Phoebe und Cole. | Tanya Sarikaya

Foto: Bethany Joy Galeotti & James Lafferty, One Tree Hill - Copyright: VIVA
Bethany Joy Galeotti & James Lafferty, One Tree Hill
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Nathan und Haley ("One Tree Hill")
Zwischen all den On- und Off-Beziehungen, die wir in sämtlichen Serien zu Gesicht bekommen, bieten Nathan und Haley eine gelungene Abwechslung. Dass das Paar über neun Staffeln lang keine wirkliche Trennung erlebt hat, bedeutet nicht, dass sie nicht auch ihre Höhen und Tiefen hatten. Jedoch beweisen die beiden, dass ein Paar sich nicht ständig trennen muss, um für die Zuschauer interessant zu bleiben. Dazu kommen die zahlreichen Szenen, bei denen man nach dem zigsten Rerun immer noch "Aww" denkt und die bemerkenswerte Entwicklung, die Nathan Scott durch die Beziehung gemacht hat: von dem eingebildeten Star-Basketballer der Schule zu einem liebevollen Ehemann und Vater. | Laura Krebs

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Nathan und Haley ("One Tree Hill")
Neun Staffeln lang waren sie zusammen. Neun Staffeln lang haben sie gelebt, geliebt und gelitten. Neun Staffeln lang haben sie gemeinsam überstanden und neun Staffeln lang haben sie mein Herz erwärmt. Nathan und Haley sind für mich das beste Beispiel dafür, dass es funktioniert, wenn man sofort zu Beginn einer Serie zwei Charaktere zusammenbringt. Sie waren damals noch sehr jung und es gab viele Momente, die sie hätten auseinander reißen können, doch die beiden haben immer wieder zueinander gefunden, haben sich gemeinsam und auch unabhängig voneinander entwickelt und werden für mich immer das Paar bleiben, deren Story ich am liebsten verfolgt habe. Dies ist vor allem Nathan zu verdanken, der mein absoluter Lieblingscharakter aus "One Tree Hill" war und der eine sehr große Entwicklung in all den Jahren gemacht hat. Doch seine Liebe für Haley blieb immer bestehen, egal was kam. Und so war es auch mit meiner Begeisterung für dieses Traumpaar. | Alex Olejnik

Foto: Bethany Joy Galeotti & James Lafferty, One Tree Hill - Copyright: VIVA
Bethany Joy Galeotti & James Lafferty, One Tree Hill
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Nathan und Haley ("One Tree Hill")
Außer Eric und Annie Camden aus "Eine himmlische Familie" kenne ich kein anderes Liebespaar, das es geschafft hat, neun Staffeln lang ohne nennenswerte Trennungen auszukommen. Und bei Nathan und Haley handelt es sich bestimmt nicht um Eltern einer Großfamilie. Im Gegenteil: Nathan und Haley sind am Anfang der Serie Teenager und bei "One Tree Hill" handelt es sich um eine Dramaserie. Und so haben Nathan und Haley jede Menge Drama durchgemacht, sind für den Zuschauer bis zur letzten Sekunde interessant geblieben und haben so oft dafür gesorgt, dass ich vor dem Fernseher Tränen vergossen habe oder aus dem Schwärmen nicht mehr herausgekommen bin. Nathan und Haley Scott haben bewiesen, dass es keine Dreiecksbeziehungen, Seitensprünge oder ein ewiges Hin- und Her braucht um sich als Paar in die Herzen der Zuschauer zu spielen und werden somit für mich unvergessen bleiben. | Maria Schoch

Kevin und Winnie ("Wunderbare Jahre")
Bei all den tollen Liebespaaren, die die Serienlandschaft hervorgebracht hat, ist es wirklich unglaublich schwierig, ja nahezu unmöglich, sich für ein einziges zu entscheiden. Doch wenn es ein Paar gibt, das der Inbegriff einer klassischen Liebesgeschichte ist, dann sind es wohl Kevin und Winnie aus "Wunderbare Jahre". Kevins Schwärmerei für seine Nachbarin Winnie, ihr gemeinsames Erwachsenwerden und ihre behutsame Annäherung bis sie endlich zusammenkommen, brachten dem Zuschauer über sechs Staffeln hinweg viele wunderschöne Momente. Doch was diese Love-Story so besonders macht, ist paradoxerweise ihr Ende. Das Ende, das unweigerlich kommt, wenn man erwachsen wird. So ist Kevins und Winnies Geschichte die einer einzigartigen Jugendliebe, ein bisschen verklärt durch Nostalgie, die immer etwas ganz Besonderes bleiben wird. | Maria Gruber

Foto: Vampire Diaries - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Vampire Diaries
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Elena und Stefan ("Vampire Diaries")
Ja, ich gebe es zu, ich bin ein "Stelena"-Shipper. Bei all dem Wirbel, der um das Liebesdreieck aus "Vampire Diaries" Elena, Stefan und Damon gemacht wird, hätte ich mich wie Elena ebenfalls zu jeder Zeit für Stefan entschieden. Stefan würde alles für Elena tun und im Gegensatz zu Damon respektiert dieser ihre Wünsche und stellt sie vor seine eigenen. Auch wenn dies bedeutet sich selbst ins Unglück zu stürzen. Obwohl diese Aktion für viele Controversen im Fandom geführt hat, sehe ich hier einfach nur die tiefe Liebe des vom Leben geprägten Vampirs. Stefan selbst hat, obwohl ihm seine Erinnerung an seine Liebe zu Elena genommen wurde, sogar ein weiteres mal zu ihr zurück gefunden, was für mich ein eindeutiger Beweis für wahre Liebe ist und mich immer wieder zum Dahinschmelzen bringt. Ich finde zwischen den beiden besteht eine ganz besondere Chemie, die egal was im weiteren Verlauf der Serie noch alles passieren wird etwas ganz Besonderes ist und zumindest für mich immer Bestand haben wird. | Sigrid G.

Foto: Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
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Ned und Chuck ("Pushing Daisies")
Ein Liebespaar, das sich nicht berühren darf ist schon ein Widerspruch in sich, aber Ned und Chuck schaffen es trotzdem den Zuschauer in den Bann ihrer Liebe zu ziehen, wie es in einem perfekten Märchen eben üblich ist. Schon als die beiden sich in der ersten Folge zum ersten Mal seit ihrer Kindheit wiedersahen, spürte man buchstäblich den Zauber zwischen ihnen. Ned zauberte ihren Leichnam mit nur einer Berührung wieder ins Leben. Dies war jedoch ihre letzte Berührung, denn bei einer nächsten wäre Chuck gleich wieder tot. Und das ist das tragische an dieser Beziehung, denn ich merkte gleich vom ersten Moment an, dass dies eines von diesen süßen, liebeswerten Pärchen ist, die ich immer sofort in mein Herz schließe. Dass die beiden es trotz ihres "Handicaps" schaffen, als zauberhaftes Paar zu bestehen zeugt nur noch mehr von der Märchenhaftigkeit dieser Beziehung. | Laura Kulik

Natsuo und Yuki ("Summer Snow")
Bei japanischen Drama-Serien wie "Summer Snow" ist es gerade für westliche Zuseher, die diese nicht tagtäglich konsumieren, wichtig, die dort dargestellte Emotionalität in den entsprechenden kulturellen Kontext zu bringen. Denn so wird die vermeintlich übertriebene gefühlsbeladene Stimmung entsprechend relativiert. Dennoch gibt man sich oft redlich Mühe, möglichst dramatische Ausgangssituationen zu schaffen: Natsuo, der nach dem Tod der Eltern als Familienoberhaupt agiert, und Yuki, die eine schwere Herzerkrankung durchstehen muss. Und dennoch schafft man es, durch die unglaubliche Chemie zwischen den beiden die Geschichte rund um Yuki und wie sie durch Natsuo endlich beginnt, die vielen schönen Facetten des Lebens zu sehen, und wie sie gleichzeitig als emotionaler Anker für Natsuo und dessen Familienkonflikte fungiert, aus "Summer Snow" mehr zu machen als das typische JDrama. | Andreas K.

Foto: Copyright: ABC Studios
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Tom und Lynette ("Desperate Housewives")
Es gab im Laufe der Zeit so viele Pärchen, die ich einfach richtig klasse fand, doch irgendwann änderte sich das meist wieder, denn irgendeine Entwicklung machte das Paar für mich schließlich kaputt. Doch es gibt eine Partnerschaft, die mich bis heute mitreißt und die an dieser Stelle mit Sicherheit niemand von mir erwartet hätte: Tom Scavo und Lynette aus "Desperate Housewives" sind mein absolutes Lieblingspaar. Sie haben es geschafft, mich über die volle Länge der Serie zu begeistern, egal wie verrückt die Storylines waren oder welch abgedrehte Einfälle die Autoren zum Schicksal der beiden hatten. Tom und Lynette sind einfach immer klasse gewesen, ob sie nun miteinander gegen die Kinder arbeiteten oder sich gegenseitig versuchten an den Karren zu pinkeln. Es war immer, wirklich immer und in jeder Lebenslage, eine Freude den beiden zuzuschauen. | Jamie Lisa Hebisch

Keith und David ("Six Feet Under")
Es gibt in der Serienlandschaft kaum eine Beziehung, die so stark, authentisch und ehrlich gezeichnet wurde, wie die zwischen dem Bestattungsunternehmer David Fisher und dem Polizisten Keith. In der HBO-Ausnahmeserie "Six Feet Under" konnte diese Beziehung als Herz im Zeichen des Sturms beschrieben werden: Eine Beziehung, die immer wieder am Abgrund stand, die in die Finsternis hineingezogen wurde, in der sich beide oft gegenseitig selbst verletzten und zerstörten, in dem am Ende, so kitschig das auch klingen mag, aber immer die Liebe und die tiefe Verbundenheit füreinander siegte. Kaum einer Serie gelang es so starke, menschliche und authentische Charaktere zu schaffen, wie "Six Feet Under" und auch keiner Serie gelang es eine so herzzerreißend-bewegende und wunderbare Liebesgeschichte zu erzählen, die in der finalen Staffel ihren Höhepunkt findet. | Moritz Stock

Lorelai und Luke ("Gilmore Girls")
Wahrscheinlich gehören nicht nur bei mir die "Gilmore Girls" zu den absoluten Favoriten was Serien anbelangt und ich für meinen Teil kann sie mir eigentlich immer ansehen. Einen großen Beitrag dazu trägt vor allem die Beziehung, oder auch oftmals Nicht-Beziehung, zwischen Lorelai und Luke bei. Obwohl es ganze vier Staffeln dauert, bis beide endlich zusammenkommen, weiß man eigentlich schon lange Zeit vorher, dass die zwei zusammengehören. Das begann schon in der ersten Staffel und spätestens am Ende derer, als Lorelai sich mit Max verlobte und bei Luke so richtig die Eifersucht hochbrodelte, war einem als Zuschauer klar, dass beide über kurz oder lang zueinander finden würden. Das Schöne, was für mich die Beziehung der beiden ausmacht, ist der Fakt, dass beide für den jeweils anderen da sind, auch wenn sie gerade mit einer anderen Person zusammen sind. Und obwohl es vor allem in den letzten beiden Staffeln der Serie ein fast unerträgliches Hin und Her ist, bekommen beide am Ende doch das Happy-End, das sie verdienen. | Luisa Schmidt

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