First Kill - Review des Piloten

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Vampirgeschichten und Serien, die von Vampiren und übernatürlichen Wesen handeln, gewannen richtig an Popularität, als "Twilight", "Vampire Diaries" und Co. an den Start gingen. Allerdings war das vor über zehn Jahren und die Zeit hat sich gewandelt, der Hype hat nachgelassen. Demnach war ich auch überrascht, als ich gelesen habe, dass Netflix mit "First Kill" eine Serie entwickelt, die auf einer Kurzgeschichte von Victoria 'V. E.' Schwab basiert. Auch hier muss ich sagen, dass ich die Kurzgeschichte nicht gelesen habe, aber dass Elizabeth Mitchell ebenfalls eine Hauptrolle inne hat, hat auch dazu beigetragen, dass ich mal einen Blick riskiert habe. Wie mir der Pilot gefallen hat, könnt ihr nun nachlesen.

Foto: Imani Lewis & Sarah Catherine Hook, First Kill - Copyright: 2022 Netflix, Inc.; Courtesy Of Netflix
Imani Lewis & Sarah Catherine Hook, First Kill
© 2022 Netflix, Inc.; Courtesy Of Netflix

Ehrlich gesagt hatte ich anfangs tatsächlich ein bisschen Bedenken, ob "First Kill" wirklich etwas ist. Denn so, wie sich der Inhalt gelesen hat, wirkte es doch rein vom Papier wie eine Teeniegeschichte. Wie ich aber auch schon mal gesagt habe, stört mich so etwas nicht. Zuerst lernen wir Juliette (Sarah Catherine Hook) sowie ihre Familie kennen, wovon Juliette ehrlich gesagt noch die sympathischste ist. Die Familie besteht aus Mutter Margot (Mitchell), die sehr verhalten und arrogant wirkt, ihre Schwester Elinor (Gracie Dzienny), die ebenfalls ziemlich arrogant und oberflächlich ist und Sebastian (Will Swenson) als Vaterfigur.

Interessant fand ich hier, dass nicht sofort offenbart wird, dass die Familie Vampire sind, sondern letztlich nur Hinweise gestreut werden, die daraufhin hindeuten. So erfahren wir erst von Juliettes Albträumen, die aber immer nur aus Fetzen bestehen und dass sie Kapseln zu sich nimmt, damit sie Geräusche des Alltags bessern händeln kann. Mir hat es gefallen, dass man nicht gleich mit der Keule kam, sondern ziemlich behutsam vorgegangen ist, um zu erklären, was mit Juliette los ist. Quasi, dass man es als Puzzle gestaltet hat.

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Foto: Imani Lewis & Aubin Wise, First Kill - Copyright: 2022 Netflix, Inc.; Courtesy Of Netflix
Imani Lewis & Aubin Wise, First Kill
© 2022 Netflix, Inc.; Courtesy Of Netflix

Juliettes Begegnung mit der neuen Mitschülerin Calliopie 'Cal' Burns (Imani Lewis) wird ebenfalls als Puzzle dargestellt. Sofort bemerkt man, dass die beiden eine Verbindung haben, auch wenn man hier sofort merkt, dass Juliette stärkere Empfindungen hat. Auch hier wird ein ziemlich entscheidender Hinweis gestreut, um was es sich bei Cal handelt, denn sie verliert ein Armband, welches von Juliette gefunden wird, doch die Berührung sorgt dafür, dass sie sich eine Brandwunde zuzieht. Zudem ist Juliette lesbisch und hat sich in Cal verguckt, so dass auch ihre Begegnungen nicht zufällig sind. Das Problem, welches sich dabei auftut, ist auch, dass Juliette endlich jemanden töten muss, um nicht aufzufliegen und in Gefahr zu geraten. Ein bisschen hat mich das an Stefan Salvatore aus "Vampire Diaries" erinnert, der auch eher Tierblut zu sich genommen hat und dadurch nicht so stark war. Juliette hat quasi mit Cal ihr erstes Opfer ausgewählt. Logisch nachvollziehbar war dann auch für mich, dass sich Juliette auf der Party die Zeit nimmt und sie beißen würde. Spannend war dann aber auch der Cliffhanger, der dann aber letztlich nur ein halber war, da die Perspektive von Cal auch noch geschildert wird. Wie ich vermutet hatte, ist sie Vampirjägerin und entstammt einer langen Linie solcher.

Allerdings wirkt Cal auf mich nur in der Schule stark, aber nicht, wenn sie zu Hause bei ihrer Familie ist. Denn neben ihr gibt es noch zwei Brüder, die bereits als Jäger ausgebildet worden sind. Cal hingegen muss sich noch beweisen, da sie bei ihrem ersten Test versagt hat und dadurch quasi das schwarze Schaf der Familie ist. Die Jagd nach den Monstern auf dem Friedhof (gar nicht klischeehaft) fand ich schon irgendwie seltsam, da mich die Vorgehensweise sehr an "Shadowhunters" erinnert hat und auch da konnte sich Cal eben nicht beweisen, daher fand ich auch den endgültigen Cliffhanger verwirrend, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass sowohl Cal als auch Juliette ihre gegenseitigen Geheimnisse so schnell lüften werden.

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Foto: Will Swenson & Elizabeth Mitchell, First Kill - Copyright: 2022 Netflix, Inc.; Brian Douglas/Netflix
Will Swenson & Elizabeth Mitchell, First Kill
© 2022 Netflix, Inc.; Brian Douglas/Netflix

Gerne möchte ich noch letzte Worte zum Cast sagen, da ich diesen doch gut besetzt finde. Mit Hook und Lewis hat man zwei junge Darstellerinnen gefunden, die ihre jeweiligen Rollen wirklich gut spielen und das zur Geltung und zum Ausdruck bringen, was die Figuren darstellen sollen und genau das transportieren, was man letztlich auch auf dem Bildschirm zu sehen bekommt. Zum restlichen Cast kann ich noch nicht wirklich etwas sagen, weil der für mich noch zu kurz kam. Letztlich hat aber Elizabeth Mitchell mit ihrer Darstellung überzeugt. So wirklich gut Kirschen essen scheint mit ihr nicht zu sein und sie scheint sehr auf den Ruf ihrer Familie und ihrem eigenen bedacht zu sein. Hier bin ich auch mal gespannt, was mich noch so erwartet.

Fazit

"First Kill" hat das Rad sicherlich nicht neu erfunden und den Piloten auch mit einigen anderen Serien mit einem gleichen oder ähnlichem Genre gemischt. Dennoch muss man sagen, dass es nicht nervig war, aber eben auch nicht das Gelbe vom Ei. Das Interessanteste an "First Kill" ist wohl, die Verbindung(en) zwischen Juliette und Cal sowie der Cliffhanger. Also werde ich wohl weiterschauen.

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Daniela S. - myFanbase

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