Absolutely Fabulous, Staffel 3

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Auch in der dritten Staffel von "Absolutely Fabulous" zeigt sich das Londoner-Frauenduo Edina Monsoon (Jennifer Saunders) und Patsy Stone (Joanna Lumley) wieder von seiner gewohnt schlechten Seite und benutzt Political Correctness höchstens als Aschenbecher.

Inhalt

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Nicht nur, dass Edina und Patsy unfähig sind, eine ausgebrannte Küche neu einzurichten, auch der Versuch, Edinas Sexleben in Schwung zu bringen, scheitert kläglich. Nicht minder enttäuschend verläuft für Patsy das Wiedersehen mit ihrer Schwester, einer früheren Partylegende und Stil-Ikone. Edina scheitert derweil bei einer Preisverleihung.

Als dann auch noch Edinas Tochter Saffy (Julia Sawalha), das vernünftige Gegenstück zu den beiden Freundinnen und diejenige, die weiß, wie man einen Haushalt führt, auszieht, nimmt das Chaos seinen Lauf. Zwischen Edina und Patsy kommt es zum Bruch und beide gehen getrennte Wege. Lange funktioniert das jedoch nicht, denn Patsy hasst ihre neue Heimat New York und Edinas Selbstfindungstrip führt in eine nervige Hippie-Kommune.

Rezension

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In vielen europäischen Serien wird das Auswandern in die USA gerne als die einzig wahre Möglichkeit, die ganz große Karriere zu machen und Glamour zu erleben, dargestellt. Nicht so in "Absolutely Fabulous". Die beiden Londonerinnen Edina und Patsy verschlägt es in der dritten Staffel zweimal nach New York - beim ersten Mal nur, weil es irgendwo in der Weltmetropole einen Türknauf gibt, den Edina sich für ihr Haus vorstellen könnte, und beim zweiten Mal, da Patsy dort die Chance hat, für ein großes Modemagazin zu arbeiten. Allerdings gefällt es ihr in New York überhaupt nicht und sie lässt sich schnell wieder nach London transportieren. Ein wahres Glück für das Vereinigte Königreich, dessen Zigaretten und Alkoholindustrie dank Edina und Patsy seit Jahrzehnten resistent gegen wirtschaftliche Einbrüche ist.

Edina und Patsy führen ihren aus den ersten beiden Staffeln bekannten Giftschrank-Lifestyle unvermindert fort und sind weiterhin durch und durch laut, egozentrisch und zwei der miesesten Vorbilder, die man sich nur vorstellen kann. Der Auszug von Edinas Tochter Saffy ist für die beiden Freundinnen zwar einerseits eine Befreiung, da sie nun überall im Haus rauchen, Drogen nehmen und bewusstlos herumliegen können, doch andererseits sind sie nicht einmal in der Lage, einen Dosenöffner zu benutzen geschweige denn sich etwas zu Essen zu machen, und irgendwie ist so ein Leben mit einem Widersacher auch einfach spannender.

Einer der Gaststars dieser Staffel ist Supermodel Naomi Campbell, die sie sich selbst spielt, allerdings im wahren Leben wohl nicht so ruhig bleiben würde, wenn sie eine Person wie Edina an der Backe hätte. Aber wer würde das schon? Jeder Zuschauer, der sich auf "Absolutely Fabulous" einlässt, muss sich im Klaren darüber sein, dass die Figuren Edina und Patsy total überzeichnet sind und mit ihrem Look, ihrer aufdringlichen Gestik und Mimik sowie ihrem unverbesserlichen Verhalten einen ganz eigenen, schwarzen Humor pflegen, den man außerhalb Englands kaum findet.

Technische Details

FSK: 16
Laufzeit: 171 Minuten
Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)

Fazit

Wie die ersten beiden Staffeln ist auch die dritte Season von "Absolutely Fabulous" wieder ein nur in sparsamen Dosen erträgliches Highlight britischen Humors.

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Maret Hosemann - myFanbase