True Blood, Staffel 2

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Die zweite Staffel von "True Blood" schließt unmittelbar an die erste Season an und bietet erneut 12 Episoden voller grotesker, faszinierender Mystery-Unterhaltung, aus deren Bann man sich als Zuschauer trotz, oder gerade wegen, gelegentlicher Anflüge von Ekel und Irritation nur schwer wieder befreien kann.

Inhalt

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Der Vampirsheriff Eric (Alexander Skarsgård) schickt Sookie (Anna Paquin) und Bill (Stephen Moyer) nach Dallas, damit sie das Verschwinden des sehr mächtigen und alten Vampirs Godric (Allan Hyde) aufklären. In der Abwesenheit der beiden wird Bon Temps von der mysteriösen Maryann Forrester (Michelle Forbes) heimgesucht, die für ein unfassbares Chaos sorgt. Derweil nimmt Jason (Ryan Kwanten) an einem Seminar der Anti-Vampir-Sekte "Fellowship of the Sun" teil und wird dort von Reverend Steve Newlin (Michael McMillian) und dessen Frau Sarah (Anna Camp) besonders gefördert. Jason soll, wie einige andere Anhänger der Gemeinschaft, zum Soldaten für einen Krieg gegen Vampire ausgebildet werden.

Rezension

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Die zweite Staffel von "True Blood" bewegt sich auf einer verwinkelten Straße zwischen zwei Eckpunkten, die da heißen Bibel und Griechische Mythologie. Auf der einen Seite nehmen uns etwa die Hälfte der Hauptcharaktere mit in die "Fellowship of the Sun" (im Deutschen auch "Bruderschaft der Sonne" genannt), einer Kirchengemeinde, die zu einem heiligen Krieg gegen Vampire aufruft.

Die "Fellowship of the Sun" unter Führung von Steve und Sarah Newlin ist so heuchlerisch und bigott, das es schon wieder erschreckend realistisch ist. Man hofft als Zuschauer so sehr darauf, dass jemand dem guten Steve das scheinheilige Lachen aus dem Gesicht wischt, dass man am liebsten selbst zum Fernseher gehen und dies tun würde. Jason, der kaum mehr über das Christentum weiß als das es an Weihnachten Geschenke und an Ostern bunte Eier gibt, steigt in dieser ach so frommen Kirche schnell zum verhätschelten Sonntagskind auf. Die Szenen, in denen Jasons Mangel an biblischem Wissen zu Trage tritt, sind wirklich zum Schießen. Überhaupt sorgt Sookies großer Bruder, der auf mich immer wie ihr kleiner Bruder wirkt, für einige der witzigsten Szenen in dieser Staffel.

Auf der anderen Seite sind da die Vorgänge in Bon Temps, die sehr viel von einer Griechischen Tragödie haben. Tief im Süden der USA tauchen plötzlich Gestalten und Motive aus der Griechischen Sagenwelt auf, die das kleine Nest in ein ungezügeltes, wildes und gefährliches Terrain verwandeln. Da "True Blood" keine zurückhaltende, prüde Serie ist, sondern meistens genau das Gegenteil, werden uns Szenen geboten, die eine Bezeichnung wie "Orgie" auch wirklich verdienen. Michelle Forbes weiß als Big Bad dieser Staffel absolut zu überzeugen, so eigenwillig viele ihrer Szenen auch sind.

Wie schon auf der Box zur ersten Staffel gibt es wieder ein Extra in Form einer scheinbar realen Nachrichtenreportage, die sich diesmal mit dem Zusammenleben von Menschen und Vampiren befasst und aufzeigt, welche Auswirkungen die Vampire auf die Medien, die Gastronomie, den Sport, die Justiz und andere Lebensbereiche haben. Hierbei treten keine Charaktere aus der Serienhandlung auf, dennoch ist es interessant und unterhaltsam zu sehen, wie sich die Welt auf die Existenz von Vampiren einstellt. So oder so ähnlich könnte das tatsächlich aussehen. Ein weiteres Special sind Werbeclips der "Fellowship of the Sun", in denen Steve und Sarah Newlin ihre bigotten Ansichten zum Besten geben und den Hass auf Vampire predigen. Diese kurzen Clips passen perfekt zu den Eindrücken, die man im Laufe der Staffel in Bezug auf diese Kirche gewonnen hat. Darüber hinaus kommen wieder viele Cast und Cremitglieder in Audiokommentaren zu Wort.

Technische Details

FSK: 16
Laufzeit: 645 Minuten
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Tschechisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1), Polnisch (Dolby Digital 2.0), Spanisch (Dolby Digital 2.0)

Fazit

Die zweite Staffel von "True Blood" bleibt der in Season 1 begonnenen Linie treu und bietet wieder skurrile Unterhaltung mit vielen interessanten, provokativen Facetten.

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Maret Hosemann - myFanbase