Bewertung: 9
Jason Manns

Jason Manns in Bonn bei der RingCon 2010

Jason Manns wurde bekannt durch seine Auftritte bei "Supernatural"-Conventions, zu denen ihn sein Kumpel Jensen Ackles 2007 begann, mitzunehmen. Mittlerweile hat der ruhige Mann aus Virginia eine treue Fangemeinde, die mit weiteren Convention-Auftritten stetig wächst. Im Oktober 2010 tritt er bei der größten Fantasy-Convention Europas, der RingCon in Bonn auf und startet damit seine Tournee durch Deutschland, die ihn anschließend noch nach Köln, Frankfurt und Berlin führt.

Foto: Konzert von Jason Manns, RingCon 2010 - Copyright: myFanbase/Nicole Oebel
Konzert von Jason Manns, RingCon 2010
© myFanbase/Nicole Oebel

Wurde Jason Manns bei der Pressekonferenz der RingCon am Freitagmorgen im Vergleich zu den anwesenden Schauspielern noch nicht so sehr mit Fragen gelöchert, so wurde er umso herzlicher von den Besuchern seines Konzerts am gestrigen Abend im Beethoven Saal des Bonner Maritim Hotels begrüßt. Der kleinere von den beiden großen Sälen war gut besucht, wenn auch nicht überfüllt, und die Fans wurden bereits zum Soundcheck in den Raum hereingelassen. Jason war davon ein wenig verunsichert, freute sich aber sichtlich über das große Interesse.

Jason Manns steht alleine mit seiner Gitarre auf der Bühne und lässt seine herrlich warme, sanfte Stimme den Raum erfüllen, während seine Anschläge der Akustikgitarre manchmal einen drängenden Rhythmus angeben, der zum Mittanzen und -klatschen anregt, manchmal aber bilden sie auch nur eine wunderbar einhüllende Melodie im Hintergrund, bei der man die Augen schließt und anfängt zu träumen. Auch Jason schließt beim Singen oftmals die Augen, wenn er sie gestern abend aber zwischendurch öffnete, regte meist im Publikum etwas ihn zum Grinsen an, seien es die mitwiegenden hochgehaltenen Leuchtstäbe einiger Fans oder begeisterte "Bravo"-Rufe einiger Italiener im Publikum.

Bei den Songs wechselte Jason zwischen seinen eigenen Liedern seiner beiden Alben "Jason Manns" und dem aktuellen "Soul" und stimmungsvoll vorgetragenen Coverversionen von bekannten Stücken. Das erklärte Highlight der Coversongs war Jasons Version (ähnlich der Jeff Buckleys) von Leonard Cohens herzzerreißendem "Hallelujah". Schon als er die ersten Töne auf der Gitarre klimperte, brach das Publikum in Jubelstürme aus. Sehr viel Spaß machte allerdings auch seine Akustikversion von Princes "Kiss".

Jason erklärte, bei seinen sonstigen Konzerten spiele er mehr seiner eigenen Songs, aber bei der Convention wollte er, dass die Leute Spaß haben und mitsingen können, daher spiele er auch mehrere Coversongs. So ein sympathischer Mann! Seine Bescheidenheit ist zwar enorm attraktiv, aber diese Gedanken hätte er sich gar nicht machen brauchen, denn es gab genug Leute im Publikum, die auch jedes seiner eigenen Stücke Wort für Wort mitsingen konnten, worüber er sich auch ausgesprochen freute.

Mitten im Set bat Jason um eine ehrliche Antwort des Publikums, bloß wenn die Antwort "Yes" sei, dann möge man bitte lügen. Seine Frage war, ob wir, wenn er einen Mann, der viel cooler sei als er, für ein paar Sngs auf die Bühne holt, dann auch gehen würden, wenn dieser besagte Mann die Bühne verließe. Das überzeugte "No!" aus dem Publikum dankte Jason mit einem "Thank you for lying!" Dann bat er Gil Birmingham aka Billy Black aus der "Twilight"-Saga auf die Bühne, der spontan drei Songs zum besten gab, die phantastisch beim Publikum ankamen. Danach übernahm Jason wieder die Bühne und rundete den Abend mit einer weiteren überzeugenden Darbietung ab.

"Crazy love" ist der Song, den man im Internet finden kann in einer Version, in der Jensen Ackles Jason beim Gesang unterstützt. Und dieser Song war es auch, nach dem das Publikum rief. Jason reagierte sofort und spielte diesen wunderschönen, leichten und doch sehr gefühlvollen Lovesong. Im Refrain schaute er verschmitzt grinsend ins Publikum und ging vom Mikro weg, so dass man nur die Menge singen hörte, was wunderbar funktionierte. Den letzten Song bildete der Titelsong seines neuen Albums "Soul", und danach stellte Jason sich den Fans für Fotos und Autogramme, womit er eine gute Weile beschäftigt gewesen sein dürfte.

Klangproben gibt es auf seiner offiziellen Website jasonmanns.com.

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Nicole Oebel - myFanbase
17.10.2010