Bewertung: 7
Lowell, Sophia

Glee 02. Bühne frei!

She had to know more about this Celeste girl. How dare she be so talented!

Inhalt

An der McKinley High School ist internationale Woche und Will Schuester hat sich für den Glee-Club eine ganz besondere Überraschung einfallen lassen. Ein französischer Glee-Club kommt zu Besuch und soll mit den New Directions am Ende der Woche einen Song performen. Damit sich die französischen Schüler zurecht finden, hat Will jedem ein Glee-Mitglied zugeteilt, das die Gäste durch die Schule und die Stadt führen soll. Während die Sprachbarriere gar nicht so hoch ist, weil die Besucher des Englischen mächtig sind, sind es kulturelle Unterschiede oder auch Vorurteile, die zu Verwirrung unter den Kids führen. Zudem ist nicht jeder mit seinem zugeteilten Partner glücklich, oder wie die Cheerios sowieso nicht an dem Projekt interessiert. Die größten Sorgen hat Rachel Berry, denn sie hofft innerlich, dass ihr niemand aus dem französischen Glee-Club das Wasser reichen kann.

Kritik

Nachdem der erste Roman vor dem Beginn der Serie spielte und ohne wirkliche Handlung lediglich Gefühle erörterte oder Charaktere vorstellte, die man bereits kannte, ist die Grundvoraussetzung für den zweiten Roman eine ganz andere und sogleich viel bessere. Wir haben hier nämlich eine richtige Geschichte, die auch noch sinnvoll ungefähr am Anfang der "Road to Regionals", als bei #1.14 Hallo Hölle liegt, denn Jesse St. James wurde zumindest schon erwähnt. Durch den französischen Glee-Club werden zudem zahlreiche Charaktere mit eingeführt, die richtiges Interesse wecken. Die Konstellationen, die sich darüber hinaus ergeben, sind ebenfalls sehr gelungen. Durch den europäischen Touch entstehen Geschichten, die man gerne liest. Kurt Hummel wird für sein Modewissen bewundert, Puck ist nicht gleich der große Held, usw. Irgendwie ist man ja doch verschieden. Das macht richtig Laune zu lesen, auch wenn man jetzt nicht erwarten darf, dass hier komplexe Charaktere gezeichnet werden. Dafür bietet sich solch ein Roman inklusive der Zielgruppe wohl auch nicht an. Es ist aber eine sehr willkommene Abwechslung, die wunderbar passt und manchmal wie eine Episode der Serie wirkt.

Die New Directions bleiben sich derweil treu und handeln so, wie man es erwarten würde. Das soll aber nicht heißen, dass alles vorhersehbar wäre. Vielmehr findet man wie schon im ersten Buch die beliebten Charaktere der Show problemlos wieder und wird somit noch besser in diese Geschichte mitgenommen. Wie Rachel um ihre Vormachtstellung bangt, ist wirklich herrlich dargestellt. Selbst Brittany und Santana Lopez sieht man beim Lesen vor sich. Etwas kurz kommen die Erwachsenen, aber das ist jetzt nicht so dramatisch. Vielleicht widmet sich ein anderer Teil mal deren Themen.

Die Idee geht dieses Mal also voll und ganz auf. Trotzdem gibt es die eine oder andere Seite, die man getrost überblättern kann. Besonders der Anfang, bei dem Will ziemlich übertrieben ein großes Geheimnis aus der Neuigkeit macht, die der Leser längst durch den Titel des Buches kennt, ist etwas träge, obwohl die Spekulationen der Kids immerhin recht witzig waren. Insgesamt ergibt sich aber eine schöne, abwechslungsreiche Storyline, die dieses Buch, so stilistisch einfach es auch ist, zu einem netten Zeitvertreib macht. Etwas ärgern darf man sich natürlich über das bunte, glitzernde Cover, das es doch schwierig macht, das Buch unterwegs in der Bahn zu lesen.

Fazit

Der zweite Roman ist aufgrund einer richtigen Geschichte deutlich besser gelungen als Teil 1 und kann somit auch mehr Punkte ergattern und als wirklich schöner Zusatz zur Serie bezeichnet werden, der bisweilen richtig Freude gemacht hat. Dass es trotzdem in erster Linie nur etwas für die großen Fans bleibt, versteht sich von selbst.

Zur Rezension von Band 1 "Glee 01. Wie alles begann"
Zur Rezension von Band 3 "Glee 03. Showtime"

Emil Groth - myFanbase
11.03.2011

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