Bewertung: 9
Sam Mendes

Jarhead Willkommen im Dreck

In der Wüste ist es richtig dreckig.

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Inhalt

Golfkrieg 1990: US-amerikanische Einheiten werden in die Wüste nach Saudi Arabien entsandt, um ein Eindringen irakischer Truppen zu verhindern. Auch Scharfschütze Anthony "Swoff" Swofford (Jake Gyllenhaal) wird in die Wüste abkommandiert. Solange der Irak nicht angreift, sind die Soldaten zum Ausharren verdonnert. Als es endlich zu Kriegshandlungen kommt, läuft es für Swoff und seine Kameraden anders als erwartet.

Kritik

Jake Gyllenhaal gehört nicht nur zu den talentiertesten jungen Darstellern in Hollywood, er hat auch ein unglaublich gutes Gespür für großartige Filmrollen. Schon die Filme "Donnie Darko" und "Brokeback Mountain", in denen er jeweils eine Hauptrolle spielte, waren von hohem Niveau und mit "Jarhead Willkommen im Dreck" hat Jake Gyllenhaal wieder ein gutes Gespür bewiesen.

Dieser wohl unblutigste Kriegsfilm aller Zeiten zeigt uns interessante Aspekte des modernen Krieges: Umgang mit den Medien, das endlose Warten auf Verhandlungsergebnisse und die Rolle der Soldaten hinter hochtechnischen Kriegsmaschinen. Wir sehen Soldaten, die nicht wissen, was sie eigentlich dort zu suchen haben, Soldaten, die ganz gerne Helden werden würden, aber nicht die Chance dazu bekommen, die Waffen tragen, aber nicht schießen müssen und oft mehr mit sich selbst zu kämpfen haben als mit dem Feind.

Jake Gyllenhaal überzeugt als Anthony "Swoff" Swofford auf der ganzen Linie und auch mit Jamie Foxx als Swoffs Vorgesetzten Sykes hat man eine gute Wahl getroffen.

Es gibt in diesem Film eine Reihe von sehr beeindruckenden Szenen, wie etwa der Marsch der Soldaten durch brennende Ölfelder und der Anblick des sogenannten "Highway of Death", auf dem zahlreiche Zivilisten ums Leben gekommen sind. Doch auch die kleinen Momente der Soldaten, ihre Methoden, sich in der Wüste zu beschäftigen und abzulenken, sind sehr gut gemacht. Es gibt viele tragisch-komische Begebenheiten.

Fazit

Starke Darsteller, ein gutes Drehbuch und die beeindruckenden Wüstenbilder machen den Film sehr sehenswert.

Maret Hosemann - myFanbase
23.03.2007

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