Bewertung: 6
Wolfgang Petersen

Poseidon

Nach einer Kollision mit einer Riesenwelle wird das Luxusschiff Poseidon zum schwimmenden Grab.

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Inhalt

Ein riesiges Luxusschiff voller Menschen, die es sich gut gehen lassen und sich in keinerlei Gefahr wähnen spätestens seit "Titanic" wissen wir, dass dies nicht gut gehen kann. Während fast alle Passagiere im Ballsaal Silvester feiern, wird das Schiff Poseidon von einer Riesenwelle erfasst und kentert.

Der Großteil der Überlebenden beschließt, im noch nicht überfluteten Ballsaal auf Hilfe zu warten, doch eine kleine Gruppe unter Führung des ehemaligen Feuerwehrmanns Robert Ramsey und des Kleinganoven Dylan versucht, einen Weg aus dem Schiff heraus zu finden.


Kritik

Eine kleine Gruppe von Menschen, die sich vorher kaum oder sogar gar nicht kannten, gerät in eine Extremsituation und muss zusammenhalten, um zu überleben. Dies ist die Grundstory des Films "Poseidon" und die ist in etwa so frisch und neu, wie Vollkornbrot von letzter Woche. "Poseidon" hält sich strikt an die etablierten Regeln für Katastrophenfilme: Helden, die sich für andere opfern, Schwachköpfe, die das Überleben der anderen gefährden, immer neue Gefahren, wenn die Rettung gerade so nahe scheint und am Ende schließlich eine Handvoll Überlebende, die sich erleichtert und lachend in die Arme fällt.

Keine Frage, "Poseidon" ist kein Film, der das Genre neu erfindet, ganz im Gegenteil. Dennoch ist ein gewisser Unterhaltungsfaktor vorhanden, denn stellenweise kommt durchaus Spannung auf und wenn man ehrlich ist, funktionieren dramatische Unterwasserszenen, Feuerwalzen, herabstürzende Fahrstühle und tragische Todesfälle doch immer irgendwie. Man wird nicht gerade vom Hocker gerissen oder emotional bewegt, da man das alles schon x-mal gesehen hat und die Charaktere eh hinter den Effekten zurückstehen, doch man langweilt sich eben auch nicht. Anspruchslose, kurzweilige Unterhaltung nennt man das wohl.

Fazit

Wie gesagt: anspruchslose, kurzweilige Unterhaltung. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Maret Hosemann - myFanbase
02.01.2007

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