Bewertung: 9
Brian Dannelly

Saved! Die Highschool-Missionarinnen

Für eine streng-religiöse, christliche Teenagerclique kommt es plötzlich knüppeldick: ein Freund von ihnen outet sich als schwul, eine rebellische Jüdin sorgt für Aufregung und dann wird die tugendhafte Mary auch noch schwanger.

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Mary (Jena Malone), Hilary Faye (Mandy Moore) und ihre Freunde sind streng-religiöse Christen, die eine christliche Highschool besuchen. Als Mary erfährt, dass ihr Freund Dean (Chad Faust) schwul ist, will sie ihn bekehren und schläft mit ihm. Doch Deans Homosexualität bleibt seinen Eltern nicht verborgen und sie schicken ihn in ein christliches Heim, in dem er "enthomosexualisiert" werden soll. Kurz darauf entdeckt Mary, dass ihre missionarische Liebesnacht nicht ohne Folgen geblieben ist: sie ist schwanger!

Da sich Mary in dieser Situation nicht an ihre streng-religiösen Freunde und Verwandten wenden kann, findet sie ausgerechnet bei der frechen Außenseiterin Cassandra (Eva Amurri), der einzigen Jüdin an der Schule, und Hilary Fayes an den Rollstuhl gefesselten Bruder Roland (Macaulay Culkin), der sich in Cassandra verliebt hat, Unterstützung. Außerdem ist da noch der Pfarrerssohn Patrick (Patrick Fugit), der wesentlich toleranter ist als sein Vater. Doch der Musterchristin Hilary Faye sind Cassandra und deren wachsende Freundschaft mit Mary und Roland ein Dorn im Auge. Sie holt zum Gegenschlag aus...

Kritik

Ein Film mit dem etwas seltsamen deutschen Titel "Saved! Die Highschool-Missionarinnen", dazu Teenie-Star Mandy Moore in einer Hauptrolle - das klingt nach einer typischen Teenie-Komödie voller Klischees und ohne Anspruch, doch wo platte Teenie-Komödie draufsteht, ist nicht gleich platte Teenie-Komödie drin!

"Saved! Die Highschool-Missionarinnen" ist eine bissige Satire, die übertriebenen Kirchenwahn und Bigotterie parodiert. Von der ersten Minute an bietet der Film viel Unterhaltung, aber auch eine Menge Denkanstöße. Vorurteile gegen Homosexualität und gegen andere Religionen werden auf humorvolle Weise aufgearbeitet und jugendgerecht präsentiert.

Besonders hervorzuheben ist der Filmcharakter Roland, der nie um einen zynischen Kommentar verlegen ist, aber gleichzeitig viel Herz zeigt. Seine Liebesromanze mit der Außenseiterin Cassandra wird sehr überzeugend und erfrischend dargestellt. Auch Mandy Moore als Holzhammer-Christin Hilary Faye gefällt mir erstaunlich gut, da muss ich meine persönlichen Vorurteile gegen die Pop-Prinzessinnen, die Britneys, Christinas und Mandys dieser Welt, wohl auch langsam ablegen.

Neben einer gelungenen Story, guten Gags und überzeugenden Darstellern bietet der Film zudem noch tolle Musik, so dass man "Saved! Die Highschool-Missionarinnen" als ein unterhaltsames kleines Filmjuwel bezeichnen kann.

Maret Hosemann - myFanbase
20.10.2006

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