Bewertung: 8
Rob Minkoff

Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman, Die

Penny: "Und wo warst du schon damit?" - Sherman: "Nicht wo, Penny, wann..."

Foto: Copyright: 2013 Twentieth Century Fox
© 2013 Twentieth Century Fox

Inhalt

Mr. Peabody kann so ziemlich alles: Ob als Erfinder und Geschäftsmann, Koch oder Sportler, Mr. Peabody weiß, was er tut oder wie er Probleme zu lösen hat. Als er ein "ausgesetztes" Baby namens Sherman findet, möchte er es adoptieren. Dank seines hohen gesellschaftlichen Ansehens sowie einer ausgeklügelten Argumentationskette, erhält Mr. Peabody schließlich per Gerichtsentscheid das Sorgerecht zugesprochen. Um seinem menschlichen Adoptivsohn etwas über die Weltgeschichte beizubringen, hat Mr. Peabody eine Zeitmaschine erfunden und reist damit zu den wichtigsten Ereignissen wie der französischen Revolution, dem alten Ägypten oder zu Leonardo DaVinci. Jedoch erfordern Zeitreisen klare Regeln, die Sherman lernen muss, um sich oder die Zeitlinie nicht in Gefahr zu bringen. Als Sherman in die Schule kommt, trifft er auf die angriffslustige Penny, die es gar nicht leiden kann, dass Sherman im Geschichtsunterricht immer alles besser weiß. Zudem macht sie sich darüber lustig, dass Shermans Vater ein Hund ist und zieht ihn immer wieder damit auf. Bei einem Versöhnungsessen im Haus von Mr. Peabody weiß Sherman sich nicht anders zu helfen, als Penny zu beweisen, weshalb er soviel über die Geschichte weiß. Sie machen kurzerhand einen Ausflug mit der Zeitmaschine und bringen dabei so einiges durcheinander.

Kritik

Bereits die Trailer zu "Die Abenteuer von Mr. Peabody und Sherman" haben viel Spaß versprochen und als ich im Kino saß, wurde ich auch nicht enttäuscht. Die ungewöhnliche Geschichte, dass ein Hund einen Jungen adoptiert und nicht andersherum, verspricht bereits eine lustige Ausgangslage. Dass diese nicht ganz unproblematisch ist, zeigen die Reaktionen von Penny und einigen anderen Mitschülern Shermans. Man sieht hier mal wieder, wie grausam Kinder sein können und wie schwer es für jemanden wie den gutmütigen Sherman ist, sich dagegen zu behaupten. Aber ein Film wie dieser, der vor allem Kinder ansprechen soll, darf diese Situation natürlich nicht so stehen lassen und so ist es wichtig, dass gezeigt wird, wie Penny eines besseren belehrt wird und es irgendwann keine Rolle mehr spielt, ob Shermans Vater ein Hund ist oder nicht.

Aber auch abseits dieser Grundproblematik hat mir dieser Film sehr gut gefallen. Die Idee, dass Mr. Peabody Sherman mit seiner Zeitmaschine in Geschichte unterrichtet, überträgt sich durch den Film auch auf die zuschauenden Kinder. Natürlich werden sie nicht alle Ereignisse einordnen können, aber wenn sie später mal etwas über George Washington, Isaac Newton oder Leonardo DaVinci hören, werden sie es vielleicht besser verstehen oder zumindest etwas damit verbinden. Sei es nun DaVincis Verzweiflung über das Lächeln der Mona Lisa oder Marie Antoinettes Liebe zu Kuchen - so überspitzt diese Geschichten oder Charaktere zum Teil auch dargestellt wurden, so hat man doch nicht nur für Kinder einen verspielt lehrreichen Film geschaffen, sondern muss auch als Erwachsener häufig schmunzeln. Es waren zum Teil die Kleinigkeiten, wie der Aufdruck auf Shermans Brotdose oder Mr. Peabodys Künste als Chiropraktiker, die mich zum Lachen gebracht haben. Es ist also auf jeden Fall für jeden Humor etwas dabei.

Für Serienfans hält dieser Film noch einige schöne Extras bereit. Die Filmmusik wurde von Danny Elfman komponiert, der unter anderem auch die Titelmelodie von "Desperate Housewives" geschrieben hat. Im englischsprachigen Original sind zudem die beiden "Modern Family"-Stars Ty Burrell und Ariel Winter als Mr. Peabody und Penny zu hören. Stephen Tobolowsky ("Glee") und Dennis Haysbert ("24 - Twenty Four") sind zudem in wichtigen Nebenrollen zu hören.

Ansonsten hat mir noch die Kleinigkeit gefallen, dass der kleine Junge im Dreamworks-Vorspann dieses Mal von Sherman dargestellt wurde. Abseits davon, ist es noch erwähnenswert, dass Dreamworks erstmals einen Vorfilm gezeigt hat, in welchem Aliens auf der verzweifelten Suche nach einem neuen Heimatplaneten durch den Weltraum reisen. Wer sich aber erhofft, einen schönen und berührenden Kurzfilm wie es beispielsweise oft bei Pixar der Fall ist, zu sehen, wird leider enttäuscht. Der Film war zwar technisch einwandfrei umgesetzt und die darin vorkommenden Aliens auch niedlich dargestellt, jedoch hatte die Handlung leider kaum Tiefe. Er lebte zwar ein wenig von der Situationskomik, darüber hinaus konnte ich dem Film jedoch nichts abgewinnen. Erst im Nachhinein habe ich erfahren, dass es sich dabei um einen Test für einen möglichen Spielfilm handelt. Wenn der aber genauso flach wird, wie dieser Teaser, möchte ich den lieber nicht sehen.

Fazit

"Die Abenteuer von Mr. Peabody & Sherman" ist ein sehr unterhaltsamer Animationsfilm für Jung und Alt. Er lebt nicht nur von der Situationskomik, sondern hat auch eine ungewöhnliche Grundidee, die an einigen Stellen zu berühren weiß. Zwar geht dem Film zum Ende hin ein wenig die Luft aus, dennoch ist es ein kurzweiliges unterhaltsames Abenteuer mit Mr. Peabody und seinem menschlichen Adoptivsohn Sherman.

Catherine Bühnsack - myFanbase
25.02.2014

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