Bewertung: 4
David Palmer, Dax Shepard

Hit & Run

"I don't not love you. I'm just terrified that I don't know you."

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Inhalt

Der charismatische Charlie Bronson (Dax Shepard) und seine hübsche Freundin Annie (Kristen Bell) geben ein perfektes Paar ab und leben glücklich zusammen. Als Annie aber ein lukrativer Job in Los Angeles angeboten wird, wird Charlie von seiner Vergangenheit eingeholt, denn genau diese Stadt musste er damals verlassen, als er in einem Prozess gegen eine Gruppe von Bankräubern ausgesagt hatte und danach ins Zeugenschutzprogramm eintreten musste. Auf dem Weg nach Los Angeles müssen Charlie und Annie sich schließlich auf die harte Weise mit Charlies Vergangenheit auseinandersetzten und geraten dabei von einer brenzligen Situation in die nächste.

Kritik

Mit der Actionkomödie "Hit & Run" versucht sich "Parenthood"-Star Dax Shepard erneut als Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller in Personalunion und gab dabei seiner Lebensgefährtin Kristen Bell den Part der weiblichen Hauptrolle. Das hat auf dem Papier zunächst durchaus schon seinen Reiz, in der schlussendlichen Umsetzung gelingt Shepard aber leider nicht mehr als eine fade Mischung aus wenig mitreißenden Autoverfolgungsszenen, einer uninspirierten und überraschungsfreien Gangstergeschichte und oft meilenweit daneben zielenden Gags. Nur die bis in die kleinste Nebenrolle mit bekannten Gesichtern aus der Film- und Serienwelt besetzte Darstellerriege kann den sonst misslungenen Film noch ein paar kleine nette Momente bescheren.

Sympathisanten der "Veronica Mars"-Darstellerin Kristen Bell sollte hinlangst bekannt sein, was für eine besondere Beziehung sie zu ihrem Schauspielkollegen und verlobten Dax Shepard hat. Dies zeigte auf eindrückliche Art und Weise ein Auftritt bei der amerikanischen Talkshow Ellen, in dem gezeigt wird, wie Shepard für seine Verlobte ein Faultier besorgt und diese vor Glück anfängt hemmungslos zu weinen. Aus diesem Grund freut es einen natürlich zunächst, wenn ein Film angekündigt wird, in dem die Beiden endlich mal zusammen in den zentralen Hauptrollen zu sehen sind und wenn dann Shepard sich auch noch für die Regie und das Drehbuch verantwortlich zeigt, wird das Ganze nur noch interessanter.

Dass bekannte Serienschauspieler auch bemerkenswerte Filme inszenieren können, haben in der jüngeren Vergangenheit bereits Zach Braff und Josh Radnor eindrücklich bewiesen. Dax Shepard kann sich in diese Reihe aber nicht einfügen, scheitert er mit seiner Low-Budget-Actionkomödie mit romantischem Unterton doch an vielerlei Dingen. Zunächst an der grundsätzlichen Rahmenhandlung, die vorne und hinten nicht funktioniert und im Grunde nicht mehr ist, als ein Hauch von Nichts. Eine Pseudo-Gangsterstory mit stets nur aufgesetzt wirkender Coolness löst sicherlich keine Begeisterungsstürme aus. Die konfuse Erzählweise, in der viel zu viele Charaktere eingeführt werden und in zahlreichen Nebenerzählungen versanden, stört den Rhythmus des Films ungemein.

Die Figuren, die hier alle irgendwie schräg und witzig sein sollen, sind dabei aber größtenteils nur anstrengende Abziehbilder, mit denen nicht wirklich mitgefiebert werden kann. Der sich in den letzten Jahren langsam zum großen Hollywoodstar hat entwickelnde ehemalige "Alias - Die Agentin"-Darsteller Bradley Cooper weiß dabei mit wilder Rasta-Friseur und zur Schau gestellter Exzentrik noch am ehesten zu überzeugen, hat schlussendlich aber auch viel zu wenige Momente, um den Film damit seinen Stempel aufzudrücken.

Ansonsten plätschert der Film nur so vor sich hin, erzählt uninspiriert seine einzelnen Storystränge und führt diese schlussendlich zu einem wenig aufregenden Finale zusammen, welchem dann schlussendlich auch die echte Power und Spannung vollständig fehlt. Dass der Film aber doch kein kompletter Totalausfall ist, liegt vor allem an der bereits erwähnten Besetzung, in der zunächst Dax Shepard und Kristen Bell als niedliches Paar überzeugen. Aber auch in den weiteren Rollen konnte Shepard einige alte und bestehende Weggefährten vor der Kamera versammeln: Neben Bradley Cooper, mit dem Shepard auch schon bei seinem Regiedebüt zusammengearbeitet hat, sind in dem Film noch seine "Parenthood"-Partnerin Joy Bryant, Kristen Bells ehemaliger und aktueller "Veronica Mars"-Kollege Ryan Hansen, sowie auch der ehemalige "Smallville"-Hauptdarsteller Michael Rosenbaum, die ehemalige "Pushing Daisies"-Darstellerin Kristin Chenoweth und auch der aus "Sons of Anarchy" bekannte Mime Tom Arnold in weiteren Rollen zu sehen. Diese Illustre aus vielen verschiedenen amerikanischen Serien bekannte Darstellerriege wertet den Film dann auch auf und führt zu allerhand erstaunten Aha-Effekten.

Fazit

"Hit & Run" ist eine bis in die kleinste Nebenrolle mit bekannten Gesichtern besetzte Actionkomödie, bei der aber weder die actionlastigen, noch die komödiantischen Momente wirklich überzeugen und so schließlich einen Film entstehen lassen, der nichts Halbes und nichts Ganzes und im Endeffekt schlichtweg nur furchtbar überraschungsarm und langweilig ist. Da macht Dax Shepard als Schauspieler im Serienbereich doch eine viel bessere Figur.

Moritz Stock - myFanbase
15.08.2013

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