Bewertung: 7
Callie Khouri

Mad Money

"Ich habe da eine Theorie: Verbrechen ist ansteckend."

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Inhalt

Als Bridgets (Diana Keaton) Mann Don (Ted Danson) seine Arbeit verliert, muss das Ehepaar von nun an jeden Dollar zusammenkratzen. Bridget ist an Luxus gewöhnt und als sie erfährt, dass auch noch ihr Haus verkauft werden muss, greift sie zu anderen Mitteln. In einer Bank, in der unter anderem alte verbrauchte Geldscheine vernichtet werden, bekommt sie einen Job als Putzfrau. Gemeinsam mit ihren Kolleginnen Jackie (Katie Holmes) und Nina (Qeen Latifah) entwickelt sie einen ausgeklügelten Plan, diese Geldscheine unbeobachtet zu entwenden. Die drei Frauen gehen mehrmals auf Raubzug, direkt vor den Augen der Sicherheitsbeamten. Als sie genug gespart haben, wollen sie sich zur Ruhe setzen. Doch Bridget überredet die anderen zu einem letzten Coup, was ungeahnte Folgen mit sich bringt.

Kritik

Zugegeben, die Handlung à la "Ocean's Eleven" scheint doch ein wenig unglaubwürdig zu sein. Drei Frauen, die in einer Bank als Putzfrauen arbeiten und dort nebenbei richtig Geld abräumen, klingt etwas überspitzt, aber nach einer Menge Spaß. Und den kann man mit "Mad Money" garantiert haben.

Ungeachtet dessen, dass ein gut getarnter Raub keinesfalls so einfach ist, wie es in dieser Komödie der Fall sein mag, hat der Film doch etwas Originelles. Das Genre wird zwar nicht neu erfunden, aber "Mad Money" weiß zu überzeugen. Vielleicht ist es die Leichtigkeit, wie der Film mit Kriminalität umgeht. Bridget, Nina und Jackie verstoßen zwar gegen das Gesetz, aber man ist klar auf ihrer Seite. Schließlich werden die alten Geldscheine vernichtet, wieso nicht einfach welche mitgehen lassen? Das scheinbar ausgeklügelte System, mit welchem die drei Frauen ihre Dollarscheine "verdienen", kann in der Realität zwar nicht umgesetzt werden, schon allein weil die Sicherheitsvorkehrungen im Film gleich null sind. Trotzdem fiebert man bei jedem Raubzug mit und hofft, dass sie nicht entdeckt werden. Es wird sogar an einigen Stellen und vor allem gegen Ende hin richtig spannend in der Komödie, so dass man hier nicht den Schluss vorhersehen kann.

Infolgedessen müssen auch die Charaktere zu überzeugen wissen, denn an ihnen hängt es teilweise ab, ob eine Komödie gelungen ist oder nicht. Hier kann man sich schlichtweg nach hinten lehnen und das Schauspiel, allen voran von Diana Keaton, genießen. Sie ist der große Wegweiser der Gruppe, sozusagen die Anstifterin. Keaton scheint sich in der Rolle sichtlich wohlzufühlen und harmoniert perfekt mit ihren Kolleginnen Queen Latifah und Katie Holmes. Vor allem letztere kann mit ihrer lustigen Rolle zeigen, dass sie nicht immer an ihren Mann Tom Cruise gebunden ist, sondern selbst in der Lage ist, ihre schauspielerischen Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Dennoch bestimmen Diana Keaton und ihr Charakter Bridget, wo es im Film langgeht.

Zum größten Teil aber hängt der Film von der ordentlichen Portion Humor ab, die ihn so unterhaltsam macht. Wer träumt schon nicht davon, insgeheim reich zu werden? Bridget und Co. machen ihren Traum, wenn auch illegal, wahr und zeigen dem Zuschauer, wie es sich in Luxus leben lässt. Dabei läuft auch nicht immer alles wie am Schnürchen, was eine Menge Lacher entlockt und "Mad Money" zu einer leichten und sympathischen Gaunerkomödie macht, der man gern bis zur letzten Minute gut gelaunt folgt.

Fazit

Natürlich ist "Mad Money" etwas überspitzt und groß aufgetragen. Amüsant ist die kurzweilige Gaunerkomödie dennoch alle mal und kann beste Unterhaltung bieten, wenn man nur den Kopf ausschaltet und sich darauf einlässt.

Tanya Sarikaya - myFanbase
05.07.2011

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