Bewertung: 7
Jon Turteltaub

Duell der Magier

"Dave! You should run." Balthazar Blake

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

Balthazar Blake (Nicolas Cage) ist ein großer Zaubermeister und versucht seit Jahrhunderten, seinen Erzfeind Maxim Horvath (Alfred Molina) zu vernichten. In dem schüchternen und als Freak abgestempelten David Stutler (Jay Baruchel) findet er schließlich seinen neuen Zauberlehrling, der ihn in dem Kampf gegen Horvath unterstützen soll. Doch die Lehre ist alles andere als leicht, denn David hat wenig Selbstbewusstsein und noch dazu wenig Zeit, die Kunst der Magie zu erlernen, da die Kräfte seines Gegners Tag für Tag wachsen. In Manhattan beginnt für David eine Reise ans Jenseits seiner Vorstellungskraft und er tritt in die Welt der Magie ein, die fantastischer ist, als er sich hätte erträumen können.

Kritik

Wäre "Duell der Magier" neun Jahre zuvor in die Kinos gekommen, hätte der Film nur so vor Originalität und Magie gestrotzt. Doch seit "Harry Potter und der Stein der Weisen" 2001 verfilmt wurde und der Zaubererfilm schlechthin ist, haben es Filme dieses Genre schwer, sich gegen die zahlreichen Konkurrenten durchzusetzen und hervorzustechen. Und haben sie das erst mal geschafft, müssen sie sich doch wieder der hohen Messlatte von Harry Potter stellen. Regisseur Jon Turteltaub, der schon "Das Vermächtnis der Tempelritter" und dessen Fortsetzung, beide mit Nicolas Cage, drehte, hat sich mit "Duell der Magier" also alles andere als einen einfachen Film ausgesucht, aber dennoch Einiges souverän und Vieles richtig gemeistert.

Zugegeben, der Inhalt über den Jungen, der durch Zufall in die Welt der Magier stößt, ähnelt der Geschichte von Harry Potter. Der Rest der Handlung überschneidet sich sicherlich auch etwas mit der Vorgehensweise der berühmten Filmreihe, aber schließlich ist es logisch gesehen für den Film normal, dass Dave die Zauberkunst erst erlernen muss und sogleich mit Kreaturen konfrontiert wird. Außerdem ist die Handlung nicht immer vorhersehbar und bleibt zum Teil spannend. Besonders zu Beginn, als Dave die Einführung in das Magierleben von Balthazar gelehrt bekommt, baut sich die Spannungskurve auf, die während der gesamten Spiellänge nicht verloren geht, sich aber weder richtig steigern kann, noch in Fahrt kommt.

Immerhin besitzt der Film eine richtig gute Mischung aus Action und Comedy, so dass es Spaß macht. Die Actionszenen können überzeugen und die Magierduelle sowie die Feuer spuckenden Drachen, die plötzlich in Chinatown auf Dave und Balthazar losgehen, und viele andere Szenen sind technisch sehr gut gemacht, was aber eigentlich selbstverständlich für eine Jerry-Bruckheimer-Produktion ist. Doch wie gesagt, an Witz mangelt es "Duell der Magier" kaum und die lustigen Szenen sind fast noch besser als die Actionsszenen. Das ist größten Teils Nicolas Cages Verdienst, der mit seinem verruchten Outfit, seinen langen Haaren und coolem Blick wirklich eins mit seiner Rolle wird. Endlich kann er wieder beweisen, was für ein grandioser Schauspieler und vor allem Zauberer er doch ist. Spätestens mit "Zu scharf, um wahr zu sein" konnte Jay Baruchel zeigen, was für einen glaubhaften Loser er spielen kann und auch in seiner jetzigen Rolle als Outsider macht er seinem Ruf alle Ehre. Zwei Rollen mit exzellenten Darstellern, die ihre Figuren zum Leben erwecken, ist ganz klar die Stärke des Films. Doch die nette Geschichte mit Becky, in die Dave schon seit der Grundschule verliebt ist, passt nicht in die Handlung rein und ist überflüssig, denn man weiß sowieso schon, wie solche Geschichten ausgehen.

Das Ende ist leider ebenso vorhersehbar und entspricht dem typischen Drang Hollywoods, am Ende noch mal aufmotzen zu müssen. Weniger wäre hier mehr gewesen, aber was soll's, denkt man sich nur und sieht drüber hinweg. Denn der Rest des Films konnte gute Unterhaltung bieten.

Fazit

Die souveränen Darsteller und die guten Effekte sind ein Grund, sich "Duell der Magier" anzuschauen, aber nur, wenn man Fan von Fantasy ist und nicht allzu hohe Ansprüche an die Handlung stellt.

Tanya Sarikaya - myFanbase
10.09.2010

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