Bewertung: 6
Michael Apted

James Bond 007 - Die Welt ist nicht genug

"Was wäre das für eine Welt, in der man nicht einmal einem Schweizer Bankier vertrauen kann?"

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Nach einem Anschlag innerhalb der Gemäuer des MI6, muss James Bond (Pierce Brosnan) seine Ermittlungen aufnehmen, um die Täter ausfindig zu machen. Dies erweist sich schwieriger als zunächst gedacht. Seine erste Fährte führt ihn zu Electra King (Sophie Marceau), Erbin eines Öl-Multis, die gerade mitten im Geschäft des Vaters steckt. Es soll eine Ölpipeline mitten durch eine Gegend gebaut werden, in der die Einwohner auf den Barrikaden stehen. Diese Situation führt dazu, das Electra King ein potentielles Anschlagsopfer ist.

Bei näheren Nachforschungen trifft er auf die Nuklearforscherin Dr. Christmas Jones (Denise Richards). Gemeinsam überleben sie nur knapp eine heftige Explosion. Dies macht Bond misstrauisch, und sein Gefühl täuscht ihn nicht. Es stellt sich heraus, dass Electra King kein Opfer ist...

Kritik

Nach einem gewaltigen Absturz in die Bescheidenheit mit dem zweiten Bondfilm mit Pierce Brosnan, und das nachdem ein guter Start hingelegt worden ist, mussten sich die Macher etwas Überragendes überlegen, um die Fans wieder zu überraschen. Nicht nur ein neuer Regisseur musste her, sondern auch ein neuer Feind mit einem deutlich realistischeren Hintergrund für seine Machenschaften. Michael Apted wurde engagiert, und Hollywoods Angst vor Rupert Murdochs Hand wurde immer geringer, demzufolge konzentrierte man sich auf Altbekanntes. Öl und Atom, die Lebensader unserer Zivilisation - noch.

Brosnans Schauspielkunst veränderte sich im Vergleich zu den beiden ersten Filmen nicht wirklich, das einzige was sich geändert hat, sind die Frauen. Typisch Bond eben. Leidlich ist nur immer wieder die Frage, ob die Wahl gut war. Keine Frage, Sophie Marceau überragt als diebisches Miststück in Aktion mit Bond, ganz im Gegensatz zu Denise Richards. Sie ist ohnehin keine Schauspielerin für variable Charakteristika. Vielmehr dient sie als Gut für das männliche Wohl. Ihre Überzeugungskraft ist ihre relative Schönheit, und diese hilft ihr hier im Film, ihre Blässe gut zu verbergen. Demzufolge fehlt in der Reihe der Schauspieler nur noch einer - der Bösewicht. Dieser wird ziemlich gut von Robert Carlyle dargestellt.

Aber allen Charakterschwächen und -stärken zum Trotz, bei Bond dreht sich alles nur um eines, und das ist weiterhin die Action. Zwar wurde dieses Mal auf manche Schmankerln, wie in "GoldenEye" die Panzerfahrt oder in "Der Morgen stirbt nie" die Hubschrauber-Verfolgungsjagd, verzichtet, doch sehenswürdig sind diese allemal. Belächeln oder die Augen verdrehen - keinesfalls. Man vermerke dennoch eines, es macht seltener "boom" als sonst.

Als kleinen Beweis für die Qualitätssteigerung bei Bond führe ich das Intro an. Dieses ist wieder unverkennbar geworden. Zu verdanken hat man das der Produktion von David Arnold, und der Garbage-Sängerin Shirley Manson. Es scheint, als ob der Song "The World Is Not Enough" einzig und allein für ihre Stimme verfasst wurde. Dafür gebührt ordentlicher Respekt. Möglicherweise ist dies aber auch nur ein reiner Zufall, dass das so gut miteinander kombiniert hat.

Fazit

Eine deutliche Steigerung für einen Bondfilm, der vieles wieder gut machen musste. Die Erwartungen wurden erfüllt, und dementsprechend ein sehenswerter Blockbuster.

Zum großen "James Bond"-Special auf myFanbase

Technische Details

Format: PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Türkisch
Region: 2
Bildformat: 16:9 - 2.35:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: MGM Entertainment
Erscheinungstermin: 13.11.2006
Extras:

  • Trailer
  • Audiokommentare
  • Featurettes
  • Entfallene Szenen
  • Making of
  • Musikvideo


Ignat Kress - myFanbase
12.08.2010

Diskussion zu diesem Film