Bewertung: 1
David Wain

10 Gebote Movie, Das

"War doch nur ein Jux."

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Inhalt

Die schwarzen Zwillinge wundern sich, wieso ihre Eltern weiß sind. Nun gesteht ihre Mutter: Ihr biologischer Vater ist Arnold Schwarzenegger. Statt die Apokalypse vorzubereiten, vergnügt sich Jesus Christus in Mexiko mit der schüchternen Bibliothekarin. Nachdem Stephen versehentlich ohne Fallschirm aus einem Flugzeug springt, wird er als "Der Mann, der in der Erde feststeckt" zum bejubelten Weltstar. Dr. Ritchie lässt aus Jux eine Schere in einer seiner Patientin zurück, woraufhin sie stirbt und er ins Gefängnis kommt.

Kritik

Zwei Jahre nach US-Veröffentlichung kommen wir nun in den Genuss der Komödie, die die 10 Gebote neu interpretiert. Wer nun allerdings glaubt, dass der Film von den Machern von "Date Movie", "Fantastic Movie" und Co. stammt, der irrt sich gewaltig. Denn dieser Film stammt aus der Feder von David Wain, der auch Regie führte. Allerdings war dieser Namenszusatz wohl ein recht cleverer Schachzug, schließlich sind wohl noch andere auf das einfache Wort "Movie" hereingefallen.

Der Film ist in mehrere Sketchkomödien aufgeteilt, wobei vereinzelte relativ gut sind und andere nur den Zuschauernerv töten. Doch eines haben alle gemeinsam: Sie strotzen vor Absurditäten und schlechten Witzen. Als Beispiele nenne ich nur mal folgende zwei Geschichten: Kelly La Fonda verliebt sich unsterblich in eine Bauchrednerpuppe, die sie kurz darauf dem Besitzer stiehlt, um sich im Hotelzimmer zu vergnügen. (Gebot: "Du sollst nicht stehlen.") Stephen Montgomery springt versehentlich ohne einen Fallschirm aus einem Flugzeug und statt zu sterben, steckt er daraufhin im Boden fest und wird zum bejubelten Weltstar mit eigener Fernsehserie. (Gebot: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben.") Klingt alles erst mal ganz witzig, denkt ihr? Genau das dachte ich auch, aber leider hat die Umsetzung bei mir dann doch keinen ganz so guten Eindruck hinterlassen, am Anfang war alles noch schräg, aber lustig, doch im Laufe des Filmes wird es dann nur noch ein Aussitzen der noch folgenden Gebote.

Sicherlich musste ich das ein oder andere Mal schmunzeln, vereinzelt auch mal lachen, aber dennoch ist es nicht das, was ich mir von einer guten Komödie verspreche. Mehr als einmal werde ich mir den Film wohl nicht zu Gemüte führen. Es gibt allerdings einen wirklich guten Seitenhieb im Film, so spielt Winona Ryder, die 2001 wegen Ladendiebstahl verklagt wurde, in dem Sketch zum Gebot "Du sollst nicht stehlen." die Hauptrolle, was ich schon sehr witzig fand. Also eines weiß ich jetzt auf jeden Fall: Mein Humor entspricht nicht dem von David Wain und Co-Autor Ken Marino. Auch die relativ lange Zeit, die jeder Sketch beansprucht, überstieg meine Bereitschaft mich dem Schwachsinn zu öffnen. Weniger ist halt manchmal wirklich besser. Zum Glück wird vorher gesagt, welches Gebot gerade auf die Schnippe genommen wird, ansonsten hätte es wohl ein großes Rätselraten gegeben.

Auch die vielen namhaften und humorvollen Schauspieler wie Winona Ryder, Jessica Alba, Adam Brody, Paul Rudd und Famke Janssen konnten bei mir nicht mehr viel retten. Allerdings war es erfrischend zu sehen, wie viel Spaß die Darsteller bei den Dreharbeiten hatten, was sich durch lockeres Auftreten deutlich zeigt.

Fazit

Eigentlich sollte man ein elftes Gebot erfinden: "Du sollst keine schlechten Filme produzieren." An dem Gebot wäre dann sicher auch dieser Film gescheitert, denn mich konnten die einzelnen Sketche nicht überzeugen und das, obwohl ich Filme mit wenig Sinn und Verstand auch gerne mal schaue. Zuschauer, die einen Film sehen wollen, wo man nichts und niemanden ernst nehmen darf, sind hier allerdings genau richtig und werden ihren Spaß haben.

Anja Schmidt - myFanbase
05.12.2009

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