Bewertung: 7
David Wain

Vorbilder?!

"Lets get ready to dance... with swords!"

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Inhalt

Danny (Paul Rudd) und Wheeler (Seann William Scott) arbeiten zusammen für die Getränkemarke "Minotaurus", ein Energydrink, vor allem für die jugendliche Zielgruppe. Aus diesem Grund fahren die beiden, charakterlich völlig verschiedene Menschen, von Schule zu Schule und werben für eben diesen Energydrink. Wheeler liebt seinen Job über alles und ist auch ansonsten mit seinem lockeren Lebensstil zufrieden, wohingegen Danny nach Höherem strebt: Der alberne Promotionjob ist ihm verhasst und so lässt er auch keine Situation ungenutzt, seine schlechte Laune an seinen Mitmenschen auszulassen. Diese negative Lebenseinstellung führt auch zum Beziehungsaus, was Danny nur noch verzweifelter werden lässt.

Als er und Wheeler bei einem ihrer Aufträge an einer Schule in einen Streit mit der Polizei geraten und Danny völlig ausrastet, werden die beiden Kollegen verhaftet und zu 150 Sozialstunden verurteilt, die sie bei einer Kinderbetreung ableisten müssen. Durch das Betreuen zweier Kinder bekommen sowohl Wheeler, als auch Danny eine völlig neue Sicht auf ihr Leben...

Kritik

Zwei Loser, deren Leben nicht nach Plan verläuft und die durch die Betreuung zweier Kinder nach und nach lernen, was im Leben wirklich zählt. Klingt nach keinem wirklich originellen Plot und im Grunde genommen ist der Rahmen dieser Story auch nicht neu oder gar innovativ, aber dies macht der Film mit vielen schönen und liebenswürdigen Momenten und vor allem einem tollen Hauptdarstellerduo mehr als wett.

Paul Rudd und Seann William Scott harmonieren wirklich prächtig miteinander und auch im Zusammenspiel mit den Kids. Scott spielt zwar wieder einmal einen seiner Paraderolle "Stiffler" ähnlichen Charakter, kann dieser Figur aber noch weitere Facetten abgewinnen und er beweist hier auch wieder, dass in ihm ein wirklich guter Schauspieler steckt.

Rudd glänzt vor allem im Zusammenspiel mit dem aus "Superbad" bekannt gewordenen Jungstar Christopher Mintz-Plasse. Dessen Story kann auch als die stärkste des ganzen Films gewertet werden, da die Begeisterung für mittelalterliche Rollenspiele in vielen Filmen als Grund genommen werden würde, sich über die Menschen, die diese Art der Freizeitbeschäftigung ausüben, lustig zu machen. Nicht so hier: Dieser Film zeigt, wie wichtig eine soziale Gemeinschaft ist, in der man sich wohl fühlt und in der man vor allem so akzeptiert wird wie man ist und in der man sich nicht
verstellen muss.

Dieses Thema wird extrem humorvoll und feinfühlig erzählt, driftet aber auch nie ins Kitschige ab. Auch sonst ist der Film stets sehr lustig und charmant, ohne dabei groß ins Niveaulose abzurutschen. Bei den Nebendarstellern weiß vor allem Jane Lynch als abgedrehter Ex-Junkie, der nun einen Kinderhort betreut, vollends komödiantisch zu überzeugen.

Fazit

Liebenswert, charmant und sehr humorvoll. Eine waschechte Wohlfühlkomödie, die vor allem durch die tollen Darsteller zu überzeugen weiß.

Moritz Stock - myFanbase
13.09.2009

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