Bewertung: 7
Mark Lawrence

Ein Chef zum Verlieben

Over. Done. Finished. A comedy about love at last glance.

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Inhalt

Eigentlich hat die Anwältin Lucy Kelson (Sandra Bullock) nichts mit der Welt der Reichen und Schönen zu tun. Ganz im Gegenteil: Vehement setzt sie sich gegen die Maßnahmen der Baufirma der Gebrüder Wade ein und lässt nichts unversucht, um die Gebäude vor dem Abriss zu bewahren. Doch um das Gemeinschaftszentrum eines Viertels zu retten, willigt sie in das Jobangebot des Bauherren George Wade (Hugh Grant) ein, von nun an der rechtliche Beistand an seiner Seite zu werden.

Wie sich herausstellt, gleicht George aber eher einem ausgewachsenen Kind als einem selbstständigen Mann und beansprucht Lucys Hilfe mehr und mehr nicht nur auf rechtlicher Ebene sondern auch in anderen Bereichen des Lebens.

Ein Jahr und unzählige nächtliche "Anrufe aus Notfällen" später hat Lucy die Nase endgültig voll und stellt George ein Ultimatum. Innerhalb von zwei Wochen will sie einen passenden Ersatz für sich suchen und dann aus der Firma ausscheiden. Doch als sich in Form der jungen Uni-Absolventin June Carver (Alicia Witt) tatsächliche eine geeignete Anwärterin vorstellt, scheint Lucy in ihr mehr eine Konkurrentin als eine Nachfolgerin zu sehen.

Kritik

Nun gut, der Inhalt klingt wie die Zusammenfassung einer Komödie, bei der man sich sowieso schon nach der ersten halben Stunde zusammenreimen kann, wie sie enden wird. Leider stimmt das auch. Das Drehbuch hat neben einigen wirklich gelungenen Gags keine großen Überraschungen für den Zuschauer vorbereitet. In diesem Fall gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder meckert man unentwegt über die Vorhersehbarkeit des Films oder man lehnt sich gemütlich in den Kinosessel bzw. auf die Couch zurück und geniesst einfach die folgenden 101 Minuten. Denjenigen, die ersteres tun, kann man in diesem Moment einfach nur sagen: Selbst schuld! Die anderen kann man nur zu ihrer Entscheidung beglückwünschen und das Popcorn bereitstellen.

Hugh Grant und Sandra Bullock überzeugen in ihren Rollen des reichen (aber doch liebenswerten) Schnösels und der engagierten Anwältin, die alles bis zur Perfektion reizt, und bringen das Traumpaar wider Willen gut rüber. Beide Schauspieler hat man in dieser oder einer ähnlichen Rolle sicher schon gesehen, doch das tut dem Film keinen Abbruch. Denn ist das Drehbuch schon nicht sonderlich originell, so sind es wenigstens die Witze in diesem Film. In diesem Fall hat man sich wirklich etwas einfallen lassen und bringt neben den gewohnten Gags auch mal etwas Ausgefalleneres, um den Zuschauer zu unterhalten. Ganz wichtig ist dabei die Chemie, die zwischen Bullock und Grant herrscht. Erst dadurch kann der Film die Herzen der Zuschauer für sich gewinnen. Neben diesen beiden Rollen verblasst dabei die Figur der June Carver ein bisschen. Sie bleibt relativ farblos und ist nur als letzter Störfaktor vor dem großen Happy End gedacht, was man leider auch deutlich merkt.

Untermalt wird die Szenerie von einem wunderbaren Soundtrack, der einen gleich in gute Laune versetzt. Besonders durch das Lied "Big Yellow Taxi", das im Sommer 2003 wohl eines der meistgespielten Lieder überhaupt war, bekommt man das Gefühl von damals wieder zurück. Nicht zu vergessen ist jedoch auch der Handlungsort der Geschichte. Ein Dankeschön geht hier wohl an George, der uns eine einmalige Aussicht über New York geboten hat!

Fazit

Eine wunderschöne romantische Komödie, die zwar nicht viel Neues zu bieten hat, aber durch ihre Schauspieler trotzdem gut unterhält.

Carolin F. - myFanbase
03.08.2009

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