Bewertung: 6
P.J. Hogan

Shopaholic - Die Schnäppchenjägerin

"Don't you think it's ironic that Rebecca Bloomwood is advising people on how to handle money?"

Foto: Copyright: Walt Disney Studios Motion Pictures Germany
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Inhalt

Rebecca (Isla Fisher) hatte es nicht leicht im Leben. Während andere Kinder in ihrem Alter in stylischen Kleidern zur Schule kamen, war für ihre Mutter (Joan Cusack) immer wichtiger, dass es lange hält und nicht zu viel kostet. Noch heute hat Rebecca daher das Bedürfnis, die fehlende Zeit nachzuholen und geht für ihr Leben gerne shoppen. Genau das ist auch ihr Problem, denn ihre zwölf Kreditkarten sind ständig gesperrt und mit ihrem Job bei einem Gartenmagazin verdient sie einfach nicht genug, um ihre Kaufsucht zu bezahlen. Ein neuer Job muss her und so landet sie mehr oder weniger unfreiwillig beim Finanzmagazin von Luke Brandon (Hugh Dancy). Mit wenig Ahnung von Finanzen und einem mörderischen Schuldenberg auf dem Rücken wird es für Rebecca langsam eng...

Kritik

Welches Mädchen hätte dies nicht gerne? Zwölf Kreditkarten, mit denen alles schnell einem selber gehören kann. Kleider, Hosen, Schuhe, egal wonach das Herz begehrt, einfach zuschlagen. Rebecca Bloomwood glaubt noch immer daran, dass sie sich alles leisten kann. Mit viel Ignoranz für die Rechnungen, die mittlerweile schon eine ganze Schublade einnehmen, und noch genauso viel Einfallsreichtum ist ihr dies bisher auch gut gelungen. Doch jedes Märchen hat einmal ein Ende und so erlebt der Zuschauer von "Shopaholic" dieses Ende bei Rebecca mit.

Ähnlich wie schon beim Film "Sex and the City" so spielt auch bei der Gestaltung dieses Films die Mode eine große Rolle. Wie auf einem Laufsteg liefert dieser Film die neuesten Kreationen und es wundert ein bisschen, dass im Abspann neben Cast und Crew nicht auch die Designer Platz gefunden haben. Jedes Bild könnte so in einem Modekatalog abgelichtet werden. Die eigentliche Handlung des Films ist daneben fast unwichtig. Hauptsache, die Darsteller tragen tolle Kleider. Die Story, die der Film erzählt, hat aber neben dem unglaublich hohen Anteil an Mode kaum Anreize. Ein bisschen wie bei "Natürlich Blond!" soll der Film das Genie hinter dem oberflächlichem Mäuschen zeigen, was jedoch weniger gut gelingt. Im Laufe des Films ist unglaublich viel vorhersehbar und es erwarten einen wenig Überraschungen.

Was bei der Story fehlt, fehlt leider auch den Charakteren. Oberflächlich kommen sie eigentlich alle daher und dennoch gelingt es den Darstellern, zu überzeugen. Isla Fisher als Rebecca Bloomwood ist einfach goldig und es macht riesig Spaß, ihr zuzusehen. Hoffen wir für die Zukunft, dass sie dieses Potential auch mal in besseren Filmen zeigen wird. Hugh Dancy als ihr männliches Gegenüber braucht eigentlich im Film nicht mehr zu tun als gut auszusehen und zu posen. Doch das gelingt ihm auch nicht schlecht und zumindest die Story zwischen ihm und Rebecca zeigt ein bisschen Herz. Krysten Ritter als Rebeccas beste Freundin ist wohl die Figur, mit der sich der Zuschauer am ehesten identifizieren kann. Sie ist bodenständig und realistisch und versucht ihre Freundin immer wieder vom Shoppen abzubringen. Dazu noch die wunderbar quirlige Art von Krysten und damit zumindest eine Figur im Film, die überzeugt. Als Eltern von Rebecca sind dann John Goodman und Joan Cusack zu sehen, die ein herrliches Ehepaar abgeben und ebenfalls nett anzusehen sind.

Fazit

Ein Unterhaltungsfilm, der nicht mit besonders viel Tiefgang aufwarten kann, jedoch wegen einer wunderbaren Isla Fisher zumindest für Modefans recht unterhaltsam sein wird.

Eva Klose - myFanbase
09.03.2009

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