Bewertung: 3
Takashi Shimizu

Grudge, The - Der Fluch

Wenn jemand in äußerste Rage getötet wird, entsteht ein Fluch...

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© Constantin Film

Inhalt

Karen ist eine amerikanische Austauschstudentin in Japan. Hier arbeitet sie bei einem Pflegedienst. Eines Tages soll sie sich allein um die demente Emma kümmern, da Yoko, die sich sonst um die alte Dame kümmert, nicht bei der Arbeit erschienen ist. Damit beginnt für Karen der Horror ihres Lebens, denn auf dem Haus liegt ein Fluch: Jeder, der das Haus betritt, wird sterben.

Beweise dafür erfährt der Zuschauer in mehreren Rückblenden...

Kritik

"Der Fluch" ist das Remake eines japanischen Horrorfilms. Das Original kenne ich nicht, kann dazu also keine Vergleiche ziehen.

Gleich vorab: Die Story ist es nicht wert, zweimal verfilmt zu werden. Die schauspielerische Leistung nahezu aller Darsteller ist trotz der lahmen Story sehr gut. Auch die für einen guten Horrorfilm nötigen Schockmomente sind visuell gut umgesetzt. Trotzdem können sie nicht über die schlechte Story hinweg täuschen.

An sich ist die Idee, dass jeder, der in dem Haus war, sterben muss, eine gute Grundlage für einen Gruselfilm. Doch leider macht man viel zu wenig aus dem sich daraus ergebenden Psycho-Aspekt. Stattdessen jagt man den Hauptpersonen (und damit dem Zuschauer) ab und zu einen Schrecken ein. Und das wars auch schon. Fast glaubt man, der Story nicht folgen zu können, da einige Szenen so schnell abgehandelt werden. Doch dann merkt man, dass die Story einfach nicht mehr hergibt als diese kurzen Szenen.

Ich halte es auch nicht für sehr klug, alles in Rückblenden zu erzählen, da es den Zuschauer am Anfang doch eher verwirrt. Außerdem hätte man den Fluch schon viel eher ins Spiel bringen können, dann hätte man gleich gewusst, worum es geht.

Sorry an alle Jason Behr Fans: Warum dieser als zweite Hauptperson des Filmes geführt wird, ist mir schleierhaft. Seine Rolle ist weder tragend, noch sieht man ihn sehr oft. Der Kommissar oder die alte Frau sind wesentlich mehr zu sehen...

Sarah Michelle Gellar gibt wie gewohnt eine gute schauspielerische Leistung ab, so viel es eben die Story erlaubt. Die Nebenrollen sind gut besetzt, wenn auch recht anspruchslos in der Darstellung (storybedingt).

Leider kann einfach nichts über die schlechte Story hinweg täuschen, so dass ich dem Film nur magere 3 Punkte geben kann. So sehr ich Sarah Michelle Gellar mag, aber was sie da wohl geritten hat, als sie diesem Drehbuch zustimmte? Vielleicht wollte sie ja gern mal nach Japan? Die Bilder, die dort gedreht wurden, sahen sehr schön aus...

Fazit

Viel mehr gibt es leider nicht zum Film zu sagen. Es war kein verschwendetes Geld, da ich stellenweise herzhaft gelacht habe (was der Regisseur sicher nicht beabsichtigte), aber meiner Meinung auch nur für Hardcore Sarah Michelle Gellar-Fans geeignet.

Nicole S. - myFanbase
07.03.2005

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