Bewertung: 4
Masayuki Ochiai

Shutter - Sie sehen dich

Revenge never dies!

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
© Twentieth Century Fox Home Entertainment

Inhalt

Der gefragte Fotograf Benjamin Shaw (Joshua Jackson) und seine frisch angetraute Frau Jane (Rachael Taylor) verbinden ihre Flitterwochen mit einem neuen Auftrag für Benjamin, der die beiden für ein paar Monate in Japans Metropole Tokio ziehen lässt. Nach einem wundervollen Tag etwas außerhalb der Metropole sieht Jane während der Heimfahrt plötzlich vor ihrem Auto eine Frau. Sie kann nicht mehr rechtzeitig ausweichen, ein Unfall geschieht. Als Jane und Benjamin wieder zu sich kommen, ist von der Frau nichts mehr zu sehen und auch die Polizei erkennt keinerlei Spuren, die darauf hindeuten, dass Jane eine Frau überfahren hätte.

Doch Jane lässt die Geschichte nicht mehr los. Sie hat diese Frau gesehen. Aber nicht nur das beunruhigt die junge Frau: auf allen Fotos, die sie macht, befinden sich seltsame weiße Fratzen und Schleier. Und auch Benjamin bleibt von dem Phänomen nicht verschont. Jane recherchiert und stößt auf eine Wahrheit, die sie zutiefst schockiert und die – bis sie aufgeklärt wird – noch das ein oder andere Menschenleben fordern wird...

Kritik

Muss mittlerweile eigentlich jeder japanische Horrorfilm von Amerikanern neu inszeniert werden, der auch nur annähernd erfolgreich gelaufen ist? Fast scheint es so, denn egal ob der Film nun gut oder eher schlecht ist, es gibt kaum noch japanische Horrorfilme, die in Hollywood nicht schon neu verfilmt wurden. So reiht sich auch "Shutter – Sie sehen dich" in die Reihe jener Filme ein, die schon in der japanischen Version nicht zu den Besten gehörten und nun als amerikanisches Remake nur noch schlechter wurden.

Die Story des Films ist nicht wirklich neu und der Zuschauer kann – wenn er mitdenkt und schon einige solcher Filme gesehen hat – schon nach kurzer Zeit erraten, wie die Aufklärung des Films sein könnte. Ein paar Überraschungen gibt es zwar doch noch und das Ende hätte so vermutlich kaum einer erwartet, aber dennoch erfindet "Shutter" das Genre der Geister-Horror-Filme garantiert nicht neu.

Anders als andere Genrefilme schafft es dieser Film nur selten, den Zuschauer in Angst zu versetzen. Klar, die ein oder andere Szene ist dabei, in der man zusammenzuckt, aber richtige Schockelemente gibt es nur wenige in dem Film. Auch eine Gruselstimmung will während des Films nur wenig aufkommen, obwohl er mit düsterer Musik und schnellen Schnitten fast schon krampfhaft versucht, eben jene Stimmung zu projizieren.

Den Darstellern gelingt es nur schwerlich, an dieser Situation etwas zu ändern. Joshua Jackson spielt seinen Part gut, aber eben auch nur gut und das obwohl in Benjamin so einige Pacey-Elemente zu finden sind und Josh diese Rolle eigentlich besser hätte spielen können. Da gelingt es seiner Filmpartnerin Rachael Taylor schon eher, beim Zuschauer zu überzeugen, doch auch sie überzeugt nicht auf ganzer Linie. Auch die meisten Nebendarsteller schaffen es nicht, ihre Figuren besser als mittelmäßig zu spielen, was vor allem daran liegt, dass ihre Charaktere einfach nicht genug ausgearbeitet wurden. So wirken auch John Hensley ("Nip/Tuck") und James Kyson Lee ("Heroes") eher blass. Einzig "The Office"-Star David Denman gelingt es, einen guten Eindruck zu machen.

Fazit

Kein Film der lange in Erinnerung bleibt. Da gab es schon Bessere und es wird auch – hoffentlich – noch Bessere geben.

Eva Klose - myFanbase
28.05.2008

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