Bewertung: 7
Gregory Hoblit

Perfekte Verbrechen, Das

If you look close enough, you'll find everyone has a weak spot.

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Inhalt

Los Angeles: Ted Crawford (Anthony Hopkins) ist davon besessen, alles zu analysieren. Beruflich ist er dafür zuständig, nach einem Flugzeugabsturz durch Materialanalyse die Schwachstellen zu finden und zu bereinigen. Auch sein Privatleben bleibt davon nicht verschont und seine Ehefrau, die junge Schönheit Jennifer (Embeth Davidtz), leidet sehr unter der Situation.

Als er dahinter kommt, dass sie ihn mit dem Verhandlungsmann für Geiselnamen der Polizei von L.A. betrügt, fackelt er nicht lange und versucht, sie zu töten. Auch dabei kommt ihm sein analytisches Geschick zu Hilfe und er plant das scheinbar perfekte Verbrechen. Doch ist es wirklich so perfekt? Der junge aufstrebende Staatsanwalt Willy Beachum (Ryan Gosling) ist sich sicher, dass er irgendwo die Schwachstelle von Ted findet und riskiert dafür nicht nur seinen Job.

Kritik

Krimi mal anders. Während man bei den üblichen Kriminalfilmen einen Mord zu sehen bekommt und dann bis zum Ende raten darf, wer der Mörder ist, steht dies im Film "Das perfekte Verbrechen" von Anfang an fest. Aber wer nun denkt, damit ist die Spannung des Films hin, der irrt. Denn trotz des für die Zuschauer bereits geklärten Mordes, ist dies für die Protagonisten gar nicht so klar. Das erzeugt auch eine gewisse Spannung beim Zuschauer. Wird der Mörder nun gestellt? Bekommt er seine gerechte Strafe?

Und so fiebern wir im Film mit, ob es dem jungen und sympathischen Staatsanwalt Willy gelingen mag, den Mörder doch noch hinter Gittern zu bringen. Diesem Ziel stellen sich aber einige größere und auch kleinere Probleme in den Weg, die das vermeintliche Happy-End immer unwahrscheinlicher werden lassen.

Daniel Pyne und Glenn Gers, die schon für Erfolgsfilme wie "An jedem verdammten Sonntag" oder auch "Der Manchurian Kandidat" das Drehbuch schrieben, haben mit "Das perfekte Verbrechen" einen mitreißenden Thriller erschaffen, der von Gregory Hobbit gut umgesetzt wurde. Jedoch scheint dem Film gegen Ende hin immer mehr die Puste auszugehen, er wird langatmig, kramt alte Geschichten noch einmal hervor und scheint kurzzeitig den eigentlichen Geschehnissen nicht mehr Folge leisten zu wollen. Ein weiterer negativer Aspekt des Films, der doch anscheinend so zwanghaft versucht realistisch zu sein, ist, dass viele Tatsachen verdreht oder gar selbst erfunden worden sind. So bleibt der Plot des Films nichts weiter als der Fantasie der Autoren entsprungen.

Auch mit diesem Film wird es Anthony "Hannibal" Hopkins nicht gelingen, genau dieses Image wieder loszuwerden. Zu sehr ist diese Rolle bösartig und psychopatisch und zu gut spielt Hopkins genau diesen Mann. Seine Blicke, seine Bewegungen, alles scheint das Bild des bösen Ehemannes nur noch zu verstärken. Und obwohl es schwer ist, sich gegen den Sir zu behaupten, gelingt dies Ryan Gosling außerordentlich gut. Als junger, aufstrebender und scheinbar erfolgloser Staatsanwalt zeigt er wieder einmal, wie gut er spielt. Ob in einer Romanze, in einem Thriller oder in einer Komödie, Gosling scheint in fast jede Rolle zu passen und spielt diese immer überzeugend. Weitere Glanzlichter des Ensembles sind David Strathairn, Rosamund Pike oder Billy Burke, die allesamt gut spielen.

Fazit

Ein Thriller, der trotz Logikfehler und einiger Drehbuchschwächen nicht nur für Genrefans zu empfehlen ist.

Eva Klose - myFanbase
20.03.2008

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