Bewertung
Shawn Levy

Voll verheiratet

Das Pärchen Sarah (Brittany Murphy) und Tom(Ashton Kutcher), haben gegen den Willen von Sarahs Familie geheiratet. Ihre Flitterwochen verbringen sie in Europa. Sarahs Familie hetzt nun Sarahs Ex-Freund Peter (Christian Kane) auf die beiden, um die glückliche Ehe zu zerstören.

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Inhalt

Die Flitterwochen sind die schönsten Tage im Leben eines Ehepaars - denkt man. Doch die verwöhnte Kunsthistorikerin Sarah McNerney und der Radiomoderator Tom Leezak erleben während ihres Honeymoons einen Trip in die Hölle. Es fängt ganz harmlos an, als Tom den Kopf seiner frisch vermählten beim Tragen über die Schwelle versehentlich gegen den Türrahmen donnert, steigert sich, als Sarah in der Hochzeitsnacht plötzlich von einer Sex-Blockade übermannt wird und erreicht seinen vorläufigen Höhepunkt, als eine resolute Rentnerin mit ihrem Wagen das Auto des jungen Ehepaares in den Abgrund rammt.

Dass die Harmonie zwischen den beiden durch das Auftauchen von Sarahs Ex nicht gerade verbessert wird, versteht sich von selbst. Und so ziehen Sarah und Tom eine Schneise der Verwüstung durch romantische europäische Landschaften. Wo sie waren, bleibt verbrannte Erde zurück.

Venedig kann restauriert werden, doch lassen sich gebrochene Herzen wieder kitten?

Kritik

Ich bin ein riesiger Ashton Kutcher-Fan und auch von der schauspielerischen Leistung von Brittany Murphy mehr als überzeugt, aber ich würde mir gerne die 1,5 Stunden meines Lebens zurück geben lassen, die mich dieser Film gekostet hat.

Er war von vorne bis hinten einfach nur durchgeknallt. Aber leider nicht in dem positiven Sinne, wie es bei "Ey Man wo ist mein Auto?" war. Auch so kann ich sagen, dass die meisten Witze einfach abzusehen waren. Die einzigen guten Szenen waren für mich die, in denen Ashton in der Realität war und berichtet hat. Gut diese Szenen machten wohl nur 1/4 des Films aus, aber die haben mir gefallen. Und der Anfang war auch herrlich. Eigentlich kann man sagen, dass die Szenen die in "Amerika" gespielt haben gut waren und die anderen...

Was mich zu meinem nächsten Punkt bringt: Was mich tierisch aufgeregt hat, war die Tatsache wie Europa dargestellt wurde. Meine Güte, als ob wir hier nur kleine Autos fahren und nicht hilfsbereit sind. Diese Darstellungen haben wahrscheinlich im Großen und Ganzen meine Einstellung zum Film geprägt, da ich sowas gar nicht leider kann. Man kann Anspielungen machen, die sich eventuell auf Gerüchte und so weiter beziehen, aber nicht wie in diesem Film Fakten falsch darstellen. Und das noch, wo 3/4 des Films in Europa spielt.

Brittanys Charakter Sarah war mir auch alles andere als sympathisch, so dass ich gar nicht wollte, dass die beiden nach ihrer Trennung wieder zueinander finden. Und so habe ich mich eher gefreut, als er mit einer anderen Frau im Bett war (natürlich wollte er es nicht und hat sich gewehrt und es ist auch nichts passiert). Das hat mir den Antrieb zum weitergucken also auch noch mal gemildert.

Aber zumindest kann man von ihr sagen, dass sie (wohl als Einzige) in diesem Film überzeugt gespielt hat. Der Charakter Tom wirkte teilweise so verblödet, dass ich nur noch enttäuscht von der Darstellung von Ashton Kutcher war. Und Christian Kane??? Ich hatte mich so gefreut auf einen Film mit ihm, aber ich hätte es lieber lassen sollen, denn auch er war nicht gerade ein Glanzleistung.

Aber vielleicht scheint dieses Drehbuch einfach so schlecht gewesen zu sein, weil es einfach versucht hat zuviele stilistische Mittel in einem zu verbinden, dass die Schauspieler nicht anders konnten, als sich dem Niveau anzupassen. Das ist auf jeden Fall ein Hoffnungsschimmer, den ich für die nächsten Jahre in meinem Herzen tragen werde.

Fazit

Alles in allem kann ich sagen, dass dieser Film leider alles andere als empfehlenswert ist und sich nur für Leute lohnt, die Ashton halb nackt sehen wollen oder die Europa hassen!

Annika Leichner - myFanbase
24.10.2004

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