Bewertung: 6
Robert Zemeckis

Legende von Beowulf, Die

Wenn ich komme, wirst du es hören.

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Inhalt

Der Dämon Grendel bereitet dem Königreich von Hrothgar (Anthony Hopkins) in Dänemark einige Sorgen. Auch noch so starke Männer, seien es noch so viele, haben gegen ihn keine Chance und so müssen sich die Bewohner damit abfinden, dass dieser Damon ihr Leben bestimmt. Eines Tages kommt aber Beowulf (Ray Winstone) ins Königreich, der dem Hilferuf Hrothgars gefolgt ist und sich auch diesem Abenteuer stellen will. Er ist den weiten Weg gekommen, um das Königreich endlich von Grendel zu befreien. Hrothgars Frau ist auch sogleich angetan von diesem mutigen Helden, dessen Ruf ihm schon voraus eilt.

Nachdem er seine Pflicht denkwürdig erfüllt hat, muss er jedoch auch noch Grendels Mutter aus dem Verkehr ziehen. Auf seinem Weg zu Ruhm und Macht, lässt er sich aber von ihr verleiten und geht einen Deal ein, der ihn sein Leben lang begleiten wird.

Kritik

Was in unseren Landen der "Ring der Nibelungen" ist, ist bei anderen die Legende von Beowulf. Da musste über kurz oder lang natürlich eine Verfilmung mit Starbesetzung herauskommen. Allerdings hat Regisseur Robert Zemeckies die gefilmten Szenen danach ins Labor gegeben und einen Animationsfilm kreieren lassen, dessen Zweck sich mir wohl nie richtig erschließen wird. Da hat man schon Hollywood-Größen wie John Malkovich und Anthony Hopkins vor der Kamera und dann wird das ganze animiert gezeigt. Dieser Entwicklung stehe ich ziemlich skeptisch gegenüber und ich wüsste nicht, was die richtige Verfilmung hätte einbüßen müssen. Heutzutage gibt es technisch doch nichts mehr, was man nicht machen könnte. Solange das nicht die Regel wird, kann man das aber als abwechslungsreiche Erfahrung sehen und wem sogar die 3-D-Variante zu Gute kommen kann, der hat sowieso ein ganz anderes Sehvergnügen. Ein leichter Gedanke von verschwendeten Ressourcen begleitet einen aber trotzdem durch den Film.

Nun aber zum Film selbst. Ehrlich gesagt kann der Inhalt, der aus dem ältesten bekannten Versepos auf englischer Sprache entnommen ist, nicht überzeugen, weil dieses große Heldengetue schon immer gemischte Gefühle ausgelöst hat. Die fantastischen Siege (fantastisch hat in der hiesigen Bedeutung nichts mit großartig zu tun) des mutigen und edlen Helden, der gegen das Monster lieber nackt kämpft, weil auch dieses keine Waffen und Kleider hat, sind so typisch, dass man es eigentlich nur als Komödie inszenieren könnte. Dadurch ist dem Film aber eine Überraschung gelungen, denn der komödiantische Charakter steht nicht an erster Stelle, sondern schwingt die ganze Zeit nur mit. Zum einen will der Film seine Geschichte erzählen, zum anderen nimmt er sich selbst aber in scheinbar keiner Minute wirklich ernst. Mit Wortspielen, Genitalbedeckungen à la "Austin Powers" (oder "Simpsons" für die aktuellen Kinogänger) und anderen Albernheiten bekommt der Heldenstoff eine Lockerheit, die dem Film sehr gut tut und ihn sehr unterhaltsam macht. Kleine Gesten und Szenen heitern das Publikum auf und wer außerdem schon immer mal wissen wollte, wie eine Fortsetzung von "Tomb Rider" aussehen könnte, der kann sicherlich auch etwas aus den Szenen mit Angelina Jolie machen.

So ist man in diesem Film ständig unsicher, ob man nun Gefallen gefunden hat oder doch einfach alles nur dämlich findet. So richtig scheint es auf diese Frage auch keine Antwort zu geben. Vielleicht war es reine Zeitverschwendung und trotzdem die beste Umsetzung dieser Geschichte, die man je sehen wird. Vielleicht wäre das Geld woanders viel besser investiert? Vielleicht sind es aber auch einfach diese Fragen, die dem Ganzen eine Daseinsberechtigung verleihen. Vielleicht sollte man aber auch einfach nicht darüber nachdenken und sich von diesem Film schlichtweg unterhalten lassen.

Fazit

Er ist alles andere als schlecht, aber um als wirklich gut zu gelten, liefert er auch zu wenig Argumente. In großer Gruppe ist er aber allemal sehenswert.

Emil Groth - myFanbase
15.11.2007

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