Bewertung: 7
Douglas McGrath

Emma

"One does not like to generalize about so many people all at once, Mr. Knightley, but you may be sure that men know nothing about their hearts, whether they be six-and-twenty, or six-and-eighty." - Emma Woodhouse

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Inhalt

"Emma" spielt im 18. Jahrhundert, als es Frauen aus höheren Kreisen noch nicht gestattet war, einer sinnvollen Betätigung nachzugehen. Die 22-jährige, reiche und verwöhnte Emma Woodhouse (Gwyneth Paltrow) gehört zu diesen Kreisen. Nachdem nun ihre Erzieherin geheiratet hat und Emma allein mit ihrem Vater zurückbleibt, sucht sie sich eine Beschäftigung und versucht in ihrem Umkreis Ehen zu stiften.

Bei dieser Beschäftigung lernt sie Harriet Smith (Toni Collette) kennen, ein etwas naives Mädchen, dem sie zu einer guten Partie verhelfen will. Dass es dabei zu allerhand Verwicklungen und Missverständen kommt, scheint vorprogrammiert zu sein. Keiner der Pläne von Emma scheint aufzugehen. Fast schon zu spät bemerkt sie, dass bei all dem eine "Kleinigkeit" übersehen hat: ihr eigenes Glück...

Kritik

Dafür, dass es eine gleichnamige Literaturvorlage gibt, ist der Film gut gemacht. Dass Inhalte vom (manchmal etwas langatmigen) Buch wegfallen mussten, macht den Plot nicht kaputt, denn der Film hält sich dennoch eng an die Buchvorlage. Die Geschichte selber ist einfach gestrickt und an vielen Stellen vorhersehbar. Ganz warm werde ich mit Emma Woodhouse nicht, sie ist mir als Charakter eigentlich zu langweilig. In anderen Jane Austen-Verfilmungen werden zum Teil die Protagonistinnen stärker und intelligenter dargestellt, als es in den Büchern der Fall ist. Das hätte hier vielleicht auch nicht geschadet.

Gwyneth Paltrow spielt eine überzeugende Emma Woodhouse und hat in ihrer Darstellung das richtige Maß zwischen Symphatie und Antiphatie für die Protagonistin gefunden. Toni Collette als Harriet Smith hat mir allerdings überhaupt nicht gefallen. Collette hat einfach eine viel zu starke Ausstrahlung, die überhaupt nicht mit der Rolle der etwas naiven, unscheinbaren, zu Emma Woodhouse aufblickenden Harriet passt.

Herausragend dagegen fand ich Juliet Stevensons schauspielerische Leistung in der Rolle der von sich selbst stark eingenommenen Pfarrersfrau Mrs. Elton. Eigentlich schon schade, dass sie nur eine Nebenrolle (wie es das Buch vorsieht) spielt.

Fazit

Wer die Bücher von Jane Austen mag, kann sich diesen Film ruhig anschauen, ohne Angst vor einer Enttäuschung auf Grund einer schlechten Literaturverfilmung zu haben. Empfohlen sei dieser Film auch denjenigen, die mal wieder einen schönen Abend mit einer netten Liebesromanze verbringen wollen.

Miriam Ahrenholz - myFanbase
29.10.2007

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