Bewertung: 6
Tony Scott

Domino

Meine Name ist Domino Harvey, und das ist meine Geschichte.

Foto: Copyright: Constantin Film
© Constantin Film

Inhalt

Domino Harvey (Keira Knightley) wächst in einer reichen Jetset-Society voller Privilegien auf. Nach einem kurzen Ausflug in die Model-Welt findet sie ihre Bestimmung als Kopfgeldjägerin. Domino verliebt sich nicht nur in diesen gefährlichen Straßenjob, sondern findet in ihren grimmigen Kollegen auch eine Art Ersatzfamilie. Der raubeinige Ex-Kriminelle Ed Mosbey (Mickey Rourke) wird zu ihrem Mentor, während sie vom attraktiven Latino Choco (Edgar Ramirez) heimlich verehrt wird.

Zusammen spüren sie so viele flüchtende Verbrecher auf, dass der TV-Produzent Mark Heiss (Christopher Walker) auf sie aufmerksam wird und sie zu Stars in einer Reality-TV-Serie macht. Doch ihr gefährlichster Job steht noch bevor...

Kritik

Kopf, du lebst - Zahl, du stirbst. Nach diesem Motto lebte die damals mit 35 Jahren verstorbene Domino Harvey. Nach ihr wurde dieser Film gedreht. Doch wie viel Wahrheit steckt wirklich in diesem Hollywood-Blockbuster? Die Wahrheit ist, dass sie aus reichem Hause kam, und immer die Lust dazu verspürte, Action zu erleben. Kurz wird im Film die Geschichte rund um ihre Familie aufgegriffen. Die Begegnung mit den Kopfgeldjägern, und die anschließend wenig realistische und übertriebene Geschichte mit zwei konkurrierenden Mafiabossen, stehen eher im Vordergrund.

Um sich ein Bild von der wahren Domino Harvey machen zu können, sieht man sie für kurze Zeit im Film. Gleichauf der starke Unterschied zu Keira Knightley. Trotzdem schafft sie es, die Gier nach Abenteuer und Waffen sowie die Lust auf Drogen in so kurzer Zeit verblüffend gut darzustellen. Die zwei Nebendarsteller Mickey Rourke und Edgar Ramirez spielen ihre Rollen als Kopfgeldjäger sehr gut, wenn auch manchmal übertrieben lässig. Zwischenmenschliche Beziehungen finden in der Geschichte nur wenig Platz, und wenn sie da ist, so gibt es Ärger.

Eigentlich zeigt der Film nur die einigermaßen guten Seiten der Domino Harvey. Im Prinzip kann man sagen, dass man damit eine stellenweise gute Biografie zeigen wollte. Ihre Sucht nach Drogen und ihre Anklage wegen Drogenmissbrauchs und Mitglied eines Drogenringes werden komplett weggeschaltet.

Fazit

Man muss nicht alles glauben, was Hollywood einem bietet. Eben auch bei diesem Film. Die Wahrheit steckt hier nur stellenweise drin. Ansonsten bietet der Film gute Unterhaltung mit genug Action.

Ignat Kress - myFanbase
26.10.2007

Diskussion zu diesem Film