Bewertung: 7
Susannah Grant

Lieben und Lassen

Susannah Grants ("Erin Brokovich") Regiedebüt.

Foto: Copyright: Sony Pictures Home Entertainment
© Sony Pictures Home Entertainment

Inhalt

Gray (Jennifer Garner) muss nach dem unerwarteten Tod ihres Verlobten Grady versuchen, wieder ihr Leben in den Griff zu bekommen. Dabei bekommt sie Hilfe von Gradys Freunden Sam (Kevin Smith), Fritz (Timothy Olyphant) und Dennis (Sam Jaeger), die es wirklich schaffen, die deprimierte Gray aufzumuntern. Vor allem Sam, der sich die Schuld an Gradys Tod gibt, ist für sie da.

Mit der Zeit muss Gray allerdings feststellen, dass sie ihren Verlobten gar nicht gekannt hat, da immer mehr Geheimnisse sich offenbaren. Des Weiteren muss sie sich eingestehen, dass sie Fritz, Gradys bester Freund, bislang falsch eingeschätzt hat und fühlt sich zu ihm hingezogen...

Kritik

Der Film schaffte es, eine gute Balance zwischen Drama und Komödie zu halten, wobei die Komödie weitgehend den größten Teil des Filmes einnahm. Es wird nicht nur belanglos die Story von Gray erzählt, sondern auch die ihrer Freunde und wie jeder mit dem Verlust von Grady umgeht. Jeder auf seine Weise. Dass da verrückte Momente vorprogrammiert sind, konnte man nur ahnen. Der Tod wurde ebenfalls nicht so thematisiert, wie eigentlich gedacht, sondern Susannah Grant legte viel Wert auf die zwischenmenschlichen Beziehungen, auf Freundschaft, Familie, Geheimnisse, neue Bekanntschaften und eine Liebesromanze.

Vor allem Kevin Smith trägt den Film durch seine Sprüche, ja auch Weisheiten, manchmal einfach durch seine Anwesenheit. Er stellte sogar Hauptdarstellerin Jennifer Garner in den Schatten, die den Part der Gray oft sehr blass darstellte. Sie schaffte es dennoch, in einzigartigen Momenten wieder aufzublühen. Eine Fehlbesetzung war sie trotzdem nicht für diesen Film. Komödien liegen ihr einfach, der beste Beweis ist "30 über Nacht". Auch die anderen Cast-Mitglieder wie Timothy Olyphant, der Fritz spielte, und Sam Jaeger als Dennis waren eine Top-Besetzung, auch wenn mir diese beiden Schauspieler fremd waren.

Susannah Grant hat sich mit dem Drehbuch sehr viel Mühe gegeben. Sie wollte jede Geschichte sehr detailliert erzählen, was allerdings dazu führte, dass der Film in die Länge gezogen wurde, was nicht unbedingt empfehlenswert ist. Da hätte man eine Alternativlösung finden können. 90 Minuten hätten für diesen Film völlig ausgereicht. Ein großes Lob bekommt der Soundtrack, der wirklich sehr geeignet war, da er Grays Stimmung widerspiegelte - großartige Musik.

Fazit

Ein gelungenes Regiedebüt von Susannah Grant. Warum dieser Film in den USA total floppte und ignoiert wurde, bleibt mir schleierhaft. Der Film unterhält von Anfang bis zum Schluss, auch wenn er ziemlich in die Länge gezogen wurde. Man kann ihn sich immer wieder ansehen, allein schon wegen Kevin Smith.

Dana Greve - myFanbase
23.10.2007

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