Bewertung: 8
Billy Ray

Enttarnt

Du wirst Agent werden!

Foto: Copyright: Twentieth Century Fox Home Entertainment
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Inhalt

Eric O'Neill (Ryan Phillippe) arbeitet beim FBI. Seine Aufgabe ist es, terrorverdächtige Leute zu beschatten. Wie jeder seiner jungen Kollegen hat er das Ziel, zum Agent befördert zu werden. Dafür ist er bereit, Vieles zu tun.

Als ihm Agentin Kate Burroughs (Laura Linney) den Job gibt, den angeblich pädophilen Agenten Robert Hanssen (Chris Cooper) zu überwachen, sieht er seine Chance, endlich ein Agent zu werden. Da aber Hanssen natürlich nichts davon mitbekommen darf, wird O'Neill sein neuer Assistent. Er soll alles, was Hanssen tut, aufschreiben und erst recht alles, was ihm verdächtigt vorkommt.

O'Neill merkt aber schnell, dass sich Hanssen nicht sonderlich komisch verhält und er fasst sogar Vertrauen zu ihm. Er kann nicht länger glauben, dass dieser ganze Aufwand nur gemacht wird, um einen Pädophilen aus dem FBI entlassen zu können, und möchte endlich Klarheit. Doch auf die Wahrheit, die ihn erwartet, ist er kaum vorbereitet und schon bald wird dieser Job sein ganzes Leben verändern ...

Kritik

Schon zu Beginn wird klar, dass dieser Film auf einer wahren Geschichte beruht und außerdem wird mit dem Anzeigen des Datums ebenfalls klar, dass es sich um das Amerika vor dem 11. September handelt.

Der Film an sich ist sehr amerikanisch. Im Nachhinein macht er sogar noch ein bisschen Werbung für sich selber, auch wenn Robert Hanssen wohl niemand ist, mit dem sich Amerika schmücken könnte.

Die Story an sich ist gut umgesetzt. Der hiesige Zuschauer, der vor dem Film noch nie etwas von Robert Hanssen hörte, bleibt bis zum Ende im Unklaren und auch wenn man den Ausgang der Geschichte schon kennen sollte, ist der Film dennoch von der ersten bis zur letzten Minute spannend. Dennoch bleibt die Handlung ab und zu etwas hängen und der Film kommt nicht so recht weiter.

Obwohl es sicherlich nicht einfach war, Robert Hanssen mit all seinen Facetten zu spielen, gelang dies Chris Cooper überragend gut. Cooper war bisher eher durch gute Nebenrollen in noch besseren Filmen berühmt. Ich hätte ihm dieses große Talent nicht zugetraut und so wurde ich einmal mehr überrascht. Auch Ryan Phillippe weiß zu überzeugen. Der junge Darsteller schafft es schnell, die Sympathien des Publikums einzunehmen. Einzig Laura Linney wirkt in ihrer Rolle als FBI-Agentin blass.

Auch bei diesem Film bleibt mal wieder zu sagen, dass der deutsche Filmtitel vielleicht nicht unbedingt unpassend ist, aber der englische ("Breach", dt. Lücke/Loch) eindeutig besser passt.

Fazit

Ein interrassanter, spannender und unterhaltsamer Agententhriller mit zwei überragenden Hauptdarstellern.

Eva Klose - myFanbase
20.10.2007

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