Bewertung: 8
P.J. Hogan

Hochzeit meines besten Freundes, Die

Was tun, wenn der beste Freund heiratet, den man zu lieben glaubt?

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Inhalt

Julianne (Julia Roberts) ist eine überaus erfolgreiche Restaurant-Kritikerin und trotz der Tatsache, dass sie Single ist, eigentlich glücklich. Als sie jedoch von ihrem besten Freund Michael (Dermot Mulroney) erfährt, dass dieser heiraten möchte, bricht etwas in ihr zusammen. Plötzlich merkt sie, dass sie Michael liebt und dass sie ohne ihn nicht glücklich werden wird.

So macht sie sich auf zu den Hochzeitsvorbereitungen ihres besten Freundes und versucht, mitsamt einer Menge Intrigen und einem bösen Spiel diesen für sich zu gewinnen. Darunter leidet natürlich auch Michaels Beziehung zu seiner Verlobten Kimmy (Cameron Diaz). Auch Juliannes schwuler Freund George (Rupert Everett) wird bald in das Spiel mit eingebunden und muss sich als Juliannes Verlobter ausgeben.

Die ganzen Intrigen münden in einem großen Fiasko und Julianne hat bald alle Hände voll zu tun, ihre Fehler wieder gutzumachen und damit für sich selbst zu entscheiden, was sie denn nun möchte und wer sie ist.

Kritik

Noch heute ist dieser Film ein Klassiker. Aber auch schon im Jahr 1997, als er in die Kinos kam, erreichte er Kultstatus. Julia Roberts bewies nach "Pretty Woman" einmal mehr, dass sie es schaffen kann, Millionen von Menschen von sich zu überzeugen und für sich zu begeistern. Als ihre Konkurrentin im Kampf um Michael überzeugte die junge Cameron Diaz, die sowohl die zickige, als auch die traurige Kimmy sehr gut verkörpert, aber an die Schauspielleistung einer Julia Roberts kam sie noch nicht ran. Selbst Delmout Mulroney schaffte es nicht, sich neben Roberts zu behaupten und wirkt eher blass und trostlos in seinem Spiel. Einzig Rupert Everett konnte Roberts das Wasser reichen und schaffte es als schwuler George schnell, die Sympathien des Publikums für sich zu gewinnen. Obwohl Roberts' Charakter alles andere als nett und liebevoll mit den Gefühlen der anderen Charaktere umgeht, gelingt es auch ihr schnell, sich in die Herzen der Zuschauer zu spielen. Denn man weiß von Anfang an, dass sie irgendwann noch zur Vernunft kommt und ihre Fehler wieder richten wird.

Geschrieben von Ronald Bass überzeugt der Film durch seine einzigartig ausgearbeiteten Charaktere. Denn allesamt bis hin zu George sind tiefsinnig und liebevoll inszeniert. Das Drehbuch erlaubt es leider nicht jedem, das Potential, das die Figuren mitbringen, auszunutzen. So zum Beispiel die Figur der Kimmy, deren Gefühle man zwar schnell erahnen kann, aber die mit ein bisschen mehr Spielzeit auch der jungen Cameron Diaz erlaubt hätte, mehr zu überzeugen und ein positiveres Bild zu hinterlassen.

Ähnlich verhält es sich auch mit Delmout Mulroney und seiner Figur des Michaels, der nur in einigen Szenen nicht als prüder Schönling auftritt, obwohl wir wissen, dass hinter dieser Figur mehr steckt.

Fazit

Ein echter Klassiker. Wer diesen Film noch nicht gesehen hat, sollte dies unbedingt nachholen, denn er überzeugt trotz eines nicht ganz ausgearbeiteten Drehbuchs vor allem Dank einer hervorragenden Julia Roberts.

Eva Klose - myFanbase
03.10.2007

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