Bewertung: 9

Lucky # Slevin

Wrong Time. Wrong Place. Wrong Number.

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© Constantin Film

Inhalt

Es scheint wirklich nicht Slevins (Josh Hartnett) Tag zu sein: Er wird von seiner Freundin verlassen und verliert seinen Job. Um sich abzulenken, geht er nach New York zu seinem Freund Nick. Doch kaum dort angekommen, wird er überfallen und verliert nicht nur sein Geld, sondern auch noch seine Ausweise. In der Wohnung von Nick eingetroffen, scheint dieser nicht da zu sein. Er trifft nur auf die Nachbarin Lindsey (Lucy Liu), an der er direkt Gefallen zu finden scheint.

Doch plötzlich stehen schwarz gekleidete Männer vor seiner Tür, die ihn für Nick halten. Und so wird er zuerst zum "Boss" (Morgan Freeman) geschickt, der noch offene Spielschulden bei Nick hat und nicht einzusehen scheint, dass er nicht Nick, sondern Slevin vor sich stehen hat. Slevin soll seine Schulden durch einen Mord am Sohn des "Rabbi" ausgleichen. Der Boss und der Rabbi (Ben Kingsley) sind seit Jahren zerstritten und leben in ständiger Angst vor dem anderen, da sie direkt gegenüber auf der jeweils anderen Straßenseite leben. Als Slevin vom Boss wiederkommt, dauert es nicht lange, bis die Leute vom Rabbi vor Nicks Tür stehen, denn auch bei diesem scheint Nick Schulden zu haben; diese halten Slevin ebenfalls für Nick und wollen auch von ihm die Schulden zurück.

Doch damit nicht genug, auch das NYPD scheint plötzlich reges Interesse an Slevin zu haben. Im Hintergrund taucht zudem immer wieder ein ominöser Killer namens Goodkat (Bruce Willis) auf. Slevin, der dies alles merkwürdig gelassen nimmt, kommt während dieser Zeit Nicks Nachbarin Lindsey immer näher. Doch dann kommt alles anders, als erwartet....

Kritik

Josh Hartnett, Bruce Willis, Lucy Liu, Morgan Freeman, Ben Kingsley und Stanley Tucci in einem Film. Die Besetzungsliste liest sich wie die Einladungsliste zur Oscarverleihung. Doch heißt es bei Filmen mit einer Reihe von Topstars zumeist auch, mehrere Köche verderben den Brei. Doch obwohl es dieser Film aus ungeklärten Gründen nicht in die deutschen Kinos geschafft hat, ist bei diesem alles anders.

Der Film ist voll gepackt mit intelligentem Humor und Spannung. Er erfordert eine gehörige Portion an Aufmerksamkeit vom Zuschauer. Die am Anfang scheinbar sinnlos angefangenen und angerissenen Handlungsstränge, die zu Beginn erzählt und erst am Ende aufgelöst werden, machen es nicht leicht, diesen Film zu verstehen. Doch wenn der Film erstmal richtig angefangen hat, lässt er einen bis zum Ende nicht mehr los. Das Drehbuch zu diesem Film ist einfach erstklassig und für die heutige Zeit mit äußerst seltenen und erstklassigem Dialogwitz versehen.

Die Darstellerriege hält auch alles, was sie verspricht. Josh Hartnett spielt die Rolle des Slevins mit viel Gefühl und Einfühlungsvermögen und zeigt einmal mehr, dass er nicht umsonst in der A-Liga der Hollywoodstars gastiert. Er zeigt in diesem Fall erstmals mehrere Facetten seines Schauspieltalents und es ist schön, dass ihm endlich einer soviel Vertrauen entgegenbringt. Lucy Liu spielt die Rolle der Lindsey ebenfalls mit viel Gefühl und kommt authentisch und sympathisch rüber. Der Rest ist ebenfalls ideal besetzt. Bruce Willis, der nicht wirklich viel Text zu lernen hatte, ist die ideale Besetzung für die Rolle des Goodcat, ebenfalls Morgan Freeman und Ben Kingsley als verfeindete Großstadtmachos.

Alle geben sich der einzigartigen Story voll und ganz hin. Es ist von Anfang an schön anzusehen. Auch die Musik und die Schnitte müssen positiv erwähnt werden. Alles in allem ist dieser Film die perfekte Mischung aus einzigartigen Schauspielern, einem einzigartigem Drehbuch, tollem Soundtrack und einem einzigartigen Schnitt.

Fazit

Eine wirklich gelungene Krimikomödie, die den Zuschauer begeistert zurücklässt. Unbedingt ansehen.

Eva Klose - myFanbase
03.07.2007

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