Episode: #2.24 Widerspiel

House und sein Team arbeiten an der Diagnose eines Mannes mit einer riesigen, geschwollenen Zunge, als der Ehemann einer ehemaligen Patientin von House in dessen Büro kommt und ihn anschießt. House versucht, seinen Patienten von seinem Krankenbett aus weiter zu behandeln, während der Schütze, der von der Polizei angeschossen und in Handschellen gelegt wurde, sein Bettnachbar ist.

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Foto: Hugh Laurie, Dr. House - Copyright: 2007 Universal Pictures
Hugh Laurie, Dr. House
© 2007 Universal Pictures

Als House mit seinem Team einen potentiellen neuen Fall bespricht, kommt plötzlich ein Mann ins Büro, der sich als ehemaliger Patient von House vorstellt. Bevor irgendetwas gesprochen wird, schießt er House in den Bauch und anschließend in den Hals.

Als House wieder zu sich kommt, liegt er in einem Krankenbett. Cameron wacht an seiner Seite und setzt ihn davon in Kenntnis, dass er zwei Tage lang ohne Bewusstsein war. Sie informiert ihn, dass die Kugeln keine lebenswichtigen Organe verletzt haben. Was ihn jedoch viel mehr interessiert, ist der Fall von Vince, über den er mit seinem Team vor dem Zwischenfall gesprochen hatte. Vince leidet an hohem Fieber und einer stark geschwollenen Zunge. Cameron entgegnet, dass sie die Zunge biopsiert haben. Bevor sie jedoch weiter sprechen können, wird der Schütze, Jack Moriarty, ins Zimmer geschoben – er wurde von einem Sicherheitsbeamten niedergeschossen. House steht daraufhin auf und schleppt sich zu Cuddy. Sie glaubt, er wolle sich bei ihr beschweren, doch er setzt sie nur darüber in Kenntnis, dass er keinerlei Schmerzen mehr in seinem Bein fühlt, was Cuddy kaum glauben kann.

Zurück in seinen Krankenzimmer, weckt House den Mann auf, der ihn angeschossen hat, und will wissen, was der Hintergrund der Tat gewesen ist. Moriarty entgegnet, dass er ihn nicht umbringen wollte, er will ihn nur leiden sehen.

Unterdessen kümmern sich Chase und Foreman um Vince – seine Zunge ist derweil so geschwollen, dass Chase einen Luftröhrenschnitt machen muss, um zu verhindern, dass Vince erstickt.

In der Nacht erfährt House, dass er der Frau von Moriarty während deren Behandlung erzählt hatte, dass Moriarty eine Affäre mit einer anderen Frau hat. Daraufhin hatte sie sich umgebracht.

Anschließend beobachten Vince' Frau und House gemeinsam Vince, der plötzlich während einer Lumbalpunktion stark blutunterlaufenen Augen bekommt. Durch den Druck wird der linke Augapfel aus der Augenhöhle gepresst. Auch House bricht plötzlich stark blutend zusammen - die Nähte seiner Wunden sind aufgerissen. Cuddy lässt ihn daraufhin ans Bett fesseln.

House und Moriarty diskutieren über die Schuldfrage bezüglich des Selbstmordes von Moriartys Frau. Moriarty ist klar, dass nicht House alleine Schuld an dem Freitod seiner Frau trägt, doch er will, dass House wenigstens zugibt, dass er mit verantwortlich ist, weil er seinen Mund nicht halten konnte.

House hat sich kurze Zeit später schon wieder aus seinem Zimmer gestohlen und trifft sich mit seinem Team vor einem mexikanischen Restaurant. Er weist sie an, die Blut-Hirn-Schranke des Patienten Vince zu biopsieren, um herauszufinden, was hinter den Schwellungen steckt. Dabei erfährt er, dass der Patient gar keine Frau hat, sondern verwitwet ist. House geht daraufhin noch einmal seine OP-Akte durch und bemerkt, dass der operierende Arzt ihm Ketamin verabreicht hatte. Er stellt daraufhin Cuddy zur Rede, warum man ihn in ein dissoziatives Koma versetzt hatte, anstatt ihn nur zur narkotisieren. Sie gesteht, dass eine deutsche Klinik mit dieser Verfahrensweise gute Erfolge bei Patienten mit chronischen Schmerzen erzielt hat und auch House ist mittlerweile schmerzfrei. Als bekannte Nebenwirkungen treten dabei jedoch häufig Halluzinationen auf.

Vince geht es derweil nicht besser, im Gegenteil, es platzt sogar eine Ader an dessen Hoden. Was House während seiner Besprechungen mit dem Team jedoch auffällt, ist, dass sie immer die richtigen Antworten geben und er anscheinend anfängt, einiges zu vergessen. Als Foreman dann sogar mit einer möglichen plausiblen Diagnose – Hodenkrebs – aufwartet, beginnt House endgültig an seinem Verstand zu zweifeln, weil er nicht im entferntesten daran gedacht hatte.

House teilt dies Wilson mit und glaubt, dass Cuddys Behandlung dahinter steckt. Wilson dagegen denkt, dass House mal wieder nur eine Ausrede sucht und erklärt ihm, dass Patienten immer gleich mit einer Behinderung umgehen – sie werden depressiv. House jedoch sei völlig anders. Er habe einen Weg gefunden, seine Behinderung als nichtig anzusehen. Er definiere sich nicht über sein Bein, sondern definiere einfach alles um ihn herum neu. Es scheint so, als träfe er damit den richtigen Nerv bei House. House hat jedoch erkannt, dass Wilson Cuddy nur verteidigen will. Wilson muss also vom Ketamin gewusst haben.

Wütend stellt er Cuddy erneut zur Rede, während Wilson ihn begleitet. Die beiden Ärzte beteuern House, dass sie nur sein Bestes wollten. Als er Wilson niederschlägt, wird ihm plötzlich klar, dass er die gesamte Situation nur halluziniert hat. Als er aus der Halluzination aufwacht, sitzt Moriarty neben ihm am Bett und bestätigt ihm, dass er halluziniert und plötzlich losgeschrien hat. Dann erhält er erneut Besuch von seinem Team, im nächsten Moment findet er sich im Treppenhaus wieder, weiß jedoch nicht, wie er dorthin gekommen ist.

House teilt Cuddy mit, dass er allmählich den Verstand verliert, als ihm auffällt, dass sie, als er zur Türe hereingekommen ist, aufgesprungen ist. Sie entgegnet, dass sie dachte, er wolle sie wieder angreifen. House realisiert, dass er wieder halluziniert. Dann ist er wieder in seinem Bett.

House und Moriarty sitzen vor dem Mexikaner und House fragt ihn, wie er unterscheiden kann, was wahr ist und was Halluzination. Moriarty entgegnet, dass er seinem Team vertrauen muss, was er schließlich auch tut. Sie fangen noch einmal von vorn an und beschließen, den Patienten nun doch zu operieren, weil eine Biopsie nichts gebracht hatte. Die Operation soll ein neuartiger Roboter leiten, der verhindern soll, dass der Patient verblutet. House demonstriert das Können des Roboters an Cameron, indem er ihr die Bluse öffnet.

Zurück in seinem Zimmer hält Moriarty House einen Spiegel vors Gesicht – für ihn zähle nur die Wahrheit, die man messen kann. Während Moriarty spricht, notiert House sich einiges an einer Glastür. Moriarty entgegnet, dass House nicht glaubt, dass der Sinn seines Lebens darin besteht, sich für seine Patienten aufzuopfern. Im Gegenteil – nichts habe für ihn Bedeutung, nicht einmal die Leben, die er rettet. Moriarty kann sich nicht vorstellen, weswegen er dann überhaupt noch leben wolle.

Die Worte von Moriarty lassen House erkennen, was mit ihm los ist. Er geht zu seinem Team, um seine These zu bestätigen. Foreman, Cameron und Chase sind gerade dabei, den Patienten mit der geschwollenen Zunge zu operieren. Er fragt sein Team, warum sie ihm den Fall zu keinem Zeitpunkt abnehmen wollten, obwohl er ganz klar halluziniert hat und Blackouts hatte. Ihm ist außerdem aufgefallen, dass das Team genau die gleichen Ideen hatte wie er selbst. Irgendetwas läuft hier ganz klar falsch. Er entgegnet dem Team, bzw. sich selbst, dass er die gesamte Situation seit er angeschossen wurde nur halluziniert hat. Solange es plausibel erschien, hat sein Gehirn mitgespielt, dann ereigneten sich jedoch immer mehr Sachen, die ihn zweifeln ließen. Um sein Gehirn davon zu befreien, muss er die Halluzination bis ans Limit bringen. Er greift nach der Robotersteuerung und tötet Vince. Dann fällt ihm eine Kugel aus seiner Hand.

Im gleichen Moment erwacht House auf einer Trage – das Team fährt ihn in die Notaufnahme, er blutet am Hals und am Bauch. Mit letzter Kraft bittet er Cameron, Cuddy auszurichten, ihm Ketamin zu verabreichen.

Melanie Brandt - myFanbase


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