Bewertung: 7

Review: #4.17 Der Soldat Leo Wyatt

Ich fand es sehr gut, dass sich eine Folge alleine nur um Leo und seine Vergangenheit gedreht hat. Die Verbindung zwischen Leos lebendiger Zeit und der jetzigen Zeit ist sehr gut geglückt und konnte mich überzeugen.

Ein wenig schade für Leo, dass ihn seine besten Freunde für einen Ganoven halten. Leo hat damals sicherlich das Richtige getan und er konnte doch nicht wissen, dass das Zelt gleich nach seinem Wegrennen in die Höhe gesprengt wird. Wie die zwei Brüder so lange auf Leo angefressen sein können und das es so extrem ist, dass sie keinen Frieden finden, ist sehr eigenartig. Rick kann doch nicht so wütend auf Leo gewesen sein, er hat doch nur seinen Job erledigt. Mir kam es so vor, als wäre Nathan gar nicht so sauer auf seinen besten Freund Leo, doch sein Bruder hat mit seinem Zorn ansteckend auf ihn gewirkt und am Schluss war Nathan die treibende Kraft des Rachefeldzuges. Wenn die Beiden jemals gute Menschen gewesen wären, hätten sie nicht so reagiert, oder? Wie kann man nur solche eine Wut auf einen guten Freund haben? Die Serie beschäftigt sich mit tiefgründigen und emotionalen Fragen, die sehr gut ausgearbeitet werden.

Allerdings gab es einen Kritikpunkt zu den Schwestern, der mich sehr gestört hat. Piper gibt sich alle Mühe und macht ihrer Familie ein super Frühstück und wie wird es ihr gedankt, keiner will etwas. Andererseits frage ich mich, warum sie so viele Pfannkuchen gemacht hat, ein ganzer Teller voll mit den Dingern ist ein wenig übertrieben. Phoebe sitzt am Anfang der Folge ebenfalls in der Küche und versucht ihren Artikel zu schreiben, aber warum setzt sie sich in der Früh in die Küche? Es ist doch jedem vollkommen klar, dass in der Früh die meiste Hektik und der meiste Lärm in der Küche stattfindet. Generell fand ich ihr Verhalten gegenüber ihren Schwestern in dieser Folge sehr zickig. Schön, dass sie endlich einen Job hat, aber da braucht sie nicht so überheblich tun. Piper und Paige haben nämlich auch Jobs, die getan werden müssen. Sie hält sich dieses Mal auch gänzlich aus der Geisterjagd raus, aber wie alle Halliwells schon lange wissen sollten, man kann sein normales Leben nicht vor das magische stellen – das hat noch nie funktioniert.

Phoebe hegt den Wunsch eine eigene Wohnung mit Cole zu haben – rein faktisch gesehen zwingt ihr Cole das Eigenheim unterbewusst auf – natürlich ist diese Mitteilung für Piper ein Schlag ins Gesicht, denn sie hat damals zum Wohle der Familie ihren Auszug nicht durchgezogen, zwar gab es da noch keine beamende Schwester, aber einen beamenden Leo alle mal.

Paige tritt nur durch ihr gutes Einfühlvermögen in den Vordergrund, ansonsten nimmt sie die Streits und Vorfälle stillschweigend hin. Pipers Beinah-Tod war für Leo der Auslöser um seine Kräfte wieder in den Griff zu bekommen. Er hatte es in dieser Folge sehr schwer und war mir sogar noch sympathischer, da er seinen menschliche Gefühlsregungen wie Weinen und Verärgerung freien Lauf lassen konnte.

Barbara K. - myFanbase

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