Bewertung: 6

Review: #4.14 Nachtigall

#4.14 Nachtigall ist eine Folge, die meiner Meinung nach dem Science-Fiction-Teil der Serie alle Ehre macht. Wie ich finde, kommt dieser Teil besonders in der vierten Staffel immer mehr zum Vorschein. Wenn man sich da mal an die ersten Staffeln erinnert, wurde dort noch viel mehr auf die Genres des Crimes und des Dramas eingegangen. Nur möchte ich anzweifeln, dass das wirklich allen "Alias"-Fans so gefällt. Ich persönlich habe nichts an dem verstärkten Sci-Fi-Element auszusetzen, aber wenn ich ehrlich bin, muss ich mir eingestehen, dass die früheren Folgen mir mehr gefallen haben.

Projekt "Nightingale"

Wer denkt bei "Nachtigall" nicht sofort an einen kleinen Singvogel? Aber damit verfehlt es die eigentliche Bedeutung des Projektes "Nightingale" um Längen. Im Gegensatz zu diesem kleinen Vogel sind die Auswirkungen des Projekts um einiges größer.

Schon in den ersten Minuten wird dem Zuschauer gezeigt, dass es sich hierbei um keinen einfachen Versuch handelt. Schon die Blicke der Männer, die den Versuch beobachteten, machten mich stutzig. Spätestens aber, als der Gefangene unter Schmerzensschreien zerlief, hatte ich eine Mischung aus Neugierde und Abscheu. Für schwache Nerven war die Szene im Atomkraftwerk sicher nicht. Da frag ich mich doch, wie kann man auf so eine Idee kommen? Wie ich finde, braucht man da schon eine Menge Fantasie.

Partnerarbeit

Sydney und Vaughn arbeiten nun ja schon ein paar Folgen an der Suche nach Vaughns Vater, aber diesmal wurde mir dies das erste Mal so richtig bewusst. Da muss ich leider sagen, dass mir andere Gelegenheiten, bei denen die beiden zusammengearbeitet haben, schon besser gefallen haben. Ich kann auch nicht das Handeln der beiden vollständig nachvollziehen. Hier muss ich dann auch ehrlich sein und mir eingestehen, dass ich in dieser Folge sehr an den beiden zweifelte, denn mittlerweile kann man da nicht mehr von Vernunft oder ähnlichem reden.

Aber es gibt da ja auch noch eine weitere Zusammenarbeit zweier Menschen, die mir umso rätselhafter ist. Dabei geht es um Jack und Sloane, auch die beiden handeln hinter dem Rücken ihrer Mitmenschen und was mir dabei am merkwürdigsten vorkommt, ist Jack. War er nicht derjenige, der vor noch gar nicht allzu langer Zeit kein bisschen Vertrauen in Sloane setzte? Seine Entwicklung ist für mich die unverständlichste Entwicklung in dieser Staffel und ich hoffe nur, dass hier ein guter Ausweg gefunden wird, der alles nicht noch schlimmer macht, als es schon ist.

Die Suche nach dem Vater

Leider brachte Das Projekt "Nightingale" ja nun doch nicht die gewünschten Informationen über Vaughns Vater. Darum liegt es sicher auch nahe, dass irgendwer versucht, Sydney und Vaughn gezielt auf eine bestimmte Fährte zu locken. Und womöglich ist genau das der Punkt, wo die Storylines wieder ineinander verlaufen. Ich kann nur Vermutungen anstellen, aber ich bin mir sicher, dass uns in der Hinsicht noch irgendetwas erwarten wird.

Vaughn brachte die ganze Aktion nun erstmal nicht wirklich weiter auf seiner Suche, aber gleichzeitig erschien ja auch noch dieser mysteriöse Mann, der nun neue Wege für Vaughn öffnen möchte. Ob diesem allerdings zu trauen ist, bezweifle ich genau so stark, wie ich es bezweifle, dass Sloane jemals ohne Hintergedanken handeln wird. Was ich mir für die nächsten Folge wünsche, ist, dass diese Story bald abgeschlossen wird, denn sind wir doch ehrlich: Was hat es hier für Fortschritte gegeben? Bis zu dieser Folge ist ein Tagebuch aufgetaucht und das Stichwort "Nachtigall" ist gefallen, mehr ist da doch eigentlich wirklich nicht passiert, außer Nachforschungsarbeiten.

Fazit

Und erneut stehe ich vor dem Problem, wo ich nicht weiß, wie ich die ganze Folge nun bewerten soll. Ganz klar ist, dass es dieser Folge kein bisschen an Spannung gefehlt hat, aber genau so klar ist, dass das nicht das "Alias" ist, das mich seit der ersten Staffel so sehr gefesselt hat. Ich habe in dieser Staffel schon oft gespürt, dass die Autoren die Serie wahrscheinlich in eine andere Richtung lenken wollten. Was bringt das? Kann man etwas sehr Gutes nicht sehr gut lassen, ohne dabei riskante Versuchungen zu machen? Aber sicherlich spricht da nur die Person aus mir, die wieder mehr von dem Feeling der ersten Staffel will. Lange Rede kurzer Sinn, ich fand die Folge wirklich spannend und auch für weitere Episoden wurden so einige Türen geöffnet, aber überzeugt hat sie mich nicht richtig. Ich kann hier leider nur 6 Punkte geben.

Ronny Lange - myFanbase

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