Bewertung: 8

Review: #9.05 4-D

"Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" entführt uns in der Episode #9.05 4-D in ein Paralleluniversum ganz nach Fringe"Fringe - Grenzfälle des FBI"-Art. Neben dem Faktor X und dem Fall der Woche stehen Doggett und Reyes im Fokus.

Faktor X: Paralleluniversum nach Fringe

Endlich wurde auch einmal in der Serie "Akte X" das Thema einer Parallelwelt bedacht. Während Serien wie "Fringe - Die Grenzfälle des FBI" fast ausschließlich auf solchen physikalischen Phänomenen beruhen, kam "Akte X" bis dato auch weitestgehend ohne solche Themen aus. Das ist an und für sich auch ok, da der Schwerpunkt hier eher auf Verschwörungen, Paranormalem und Dämonen liegt. Dennoch finde ich es völlig ok, dass man auch mal diese Richtung einschlägt. Es dient schließlich auch der Unterhaltung im Sinne der thematischen Abwechslung.

Erwin Timothy Lukesh schafft es also tatsächlich, das FBI auf beiden Seiten der Parallelwelten zu narren. Um ehrlich zu sein lag die Erklärung, die den Fall der Woche löste, zu Beginn nicht gerade auf der Hand. Doch Reyes' Idee mit dem Paralleluniversum blieb ab einem gewissen Zeitpunkt die einzig logische Erklärung. Man möge sich ausmalen, solche Fälle wie der von Lukesh gäbe es auch in unserer Realität. Das kann man sich wohl kaum vorstellen, doch ist es unmöglich? Auch die Cube-Filme gehen auf die Thematik der vier Dimensionen näher ein.

Was diese Episode in Bezug auf die Psyche des Menschen noch aufzeigt ist, wie krank manche Menschen sein oder werden können, wenn sie ihre ungesunden Triebe ausleben. Diese ungesunden Triebe resultieren meistens aus psychologischen Störungen oder Fehlentwicklungen innerhalb der Persönlichkeitsentwicklung. Man braucht wohl kein Psychologie-Diplom um zu erkennen, an welchen Stellschrauben es bei Lukesh hakte.

Doggett und Reyes (=Mulder und Scully)

Noch spannender als das Paralleluniversum erachte ich die Dynamik zwischen Doggett und Reyes. Ungeachtet ihrer gemeinsamen Fälle, die sie im Laufe der Zeit zusammen bearbeiteten, war bisher doch eher die berufliche Partnerschaft bei den beiden im Vordergrund. Doch spätestens seit sich Doggett innerhalb der X-Akten eingelebt und Reyes mit Follmer abgeschlossen hat, fängt es zwischen den beiden Ermittlern langsam an zu knistern. Zwar werden in dieser Folge schwerpunktmäßig freundschaftliche Zuneigungen dargestellt, doch wer genau hinsieht, erkennt, dass zwischen den beiden eine leicht romantisch-sexuelle Schwingung entsteht. So ähnlich wie bei Mulder und Scully. Bekommen wir hier also unser nächstes Liebespaar serviert? Entpuppt sich die Abteilung der X-Akten letztendlich auch als Dating-Portal?

Egal wie es zwischen den beiden weitergeht, die Art und Weise wie sie in dieser Episode miteinander umgehen, weiß zu gefallen. Viele Momente werden emotional inszeniert, vor allem die Szenen zwischen den beiden im Krankenhaus und in Reyes' Wohnung. Man darf insofern die Entwicklungen um Doggett und Reyes also mit Spannung und Vergnügen weiter verfolgen.

Insider & Hintergründe

  • Der Episodentitel "4-D" bezieht sich auf die vierte Dimension.
  • Das Paralleluniversum wird durch den Spiegelungs-Effekt auch optisch erkennbar gemacht. Rechtshänder werden zu Linkshändern, Eingänge auf der linken Seiten werden zu Eingängen auf der rechten Seite und Worte wurden gespiegelt dargestellt. Statt "The Truth Is Out There" heißt die Tagline im Intro "Ereht Tuo Si Hturt Eht".
  • Die Episode wurde Ricky Loyd Arregiun gewidmet. Ricky wurde von einem Gangmitglied erschossen. Rickys Stiefvater arbeitet für das Props Department der Serie.



Fazit

"Akte X - Die unheimlichen Fälle des FBI" entführt uns in der Episode #9.05 4-D in ein Paralleluniversum ganz nach "Fringe"-Art. Doggett und Reyes entwickeln sich langsam auch privat zu einem Paar, was der Spannung innerhalb der Serie sicherlich nicht schadet.

Alexander L. - myFanbase

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