Bewertung: 7

Review: #1.02 Nichts ist mehr normal

Foto: Scott Wolf, V - Die Besucher - Copyright: Warner Bros. Entertainment Inc.
Scott Wolf, V - Die Besucher
© Warner Bros. Entertainment Inc.

Der Titel von #1.02 Nichts ist mehr normal nimmt das Grundthema der Episode eigentlich schon vorweg – auf der Welt ist nichts mehr normal, seit die Besucher über den großen Städten erschienen sind.

"I didn't hurt you with my show today. I helped. The public trusts me."

Die Menschen sind unsicher, wie sie den Neuankömmlingen gegenüber eingestellt sein sollen, und wie uns Chad Decker weiß machen will, ist die Hälfte der amerikanischen Bevölkerung noch unentschlossen, ob es sich bei den Besuchern um potentielle Invasoren handelt oder um die intergalaktischen Retter aller Nationen.

Und an wen wenden sich Menschen, wenn sie Rat suchen? Richtig. An die Presse. Jedenfalls ist Chad Decker der Meinung, dass er die Macht hat, die gesamte Öffentlichkeit mit einer einzigen Sendung zu beeinflussen. So verkauft er es schließlich auch Anna, die nicht gerade begeistert ist, dass ihr neuer Mittelsmann einen Alleingang plant und ohne sie über die Besucher diskutiert. Als sie dann jedoch sieht, dass er in der Tat erreicht, was er verspricht und nur einen Tag nach seiner Berichterstattung die USA tatsächlich über ihren Schatten springen und diplomatische Beziehungen zu den Vs aufnehmen, zieht sie ihren nicht vorhandenen Hut vor ihm und ruft ihn an, um ihm zu danken. Das ist doch Musik in den Ohren von Chad Decker.

An anderer Stelle sucht Ryan einen alten Freund auf, um seine Verletzung behandeln zu lassen, nur um dann festzustellen, dass er niemandem mehr vertrauen kann. Sein ehemaliger Bekannter Angelo Russo, seinerseits ebenfalls abtrünniger Besucher, warnt ihn davor, sich länger in New York aufzuhalten. Er ahnt, dass die Besucher sie alle ausfindig machen und zur Rechenschaft ziehen werden. Und dabei werden sie auch vor Menschen wie Val nicht Halt machen. Ryan ist also in einer Zwickmühle – er liebt Val von ganzem Herzen, aber er hat auch Angst, sie zu verlieren. Wie soll er sich also entscheiden.

"Go home. Act normal. Pretend this never happened."

In einer Zwickmühle ist auch Pater Jack Landry, der nach dem Zusammentreffen mit den Besuchern im Lagerhaus nicht recht weiß, was er jetzt machen soll. Erica lässt ihn nach einiger Zeit sitzen und er kehrt in seine Kirche zurück, wo schon das FBI auf ihn wartet, um ihn zu dem toten Mann zu befragen, der kurz vor dem Vorfall in seiner Kirche aufgeschlagen war. Zunächst hadert er damit, sich dem FBI in Person von Sarita Malik zu offenbaren, doch bald schon meldet sich sein schlechtes Gewissen und in seiner Hilflosigkeit überreicht der dem FBI die Bilder, die der Mann ihm gegeben hatte.

Jack staunt nicht schlecht, als er im FBI-Hauptquartier plötzlich Erica über den Weg läuft und erfährt, dass sie eine Bundesagentin ist. Er ist verständlicherweise erst einmal sauer, dass sie ihn einfach sich selbst überlassen hat, und rechtfertigt seinen Schritt damit, dass er einfach nur Hilfe gesucht hat und nicht wusste, was er tun sollte. Am Ende schluckt er seinen Ärger auf Erica hinunter und sucht wieder Kontakt zu ihr, um gemeinsam mit ihr etwas gegen die Besucher zu unternehmen, denn ihm ist klar, dass sie mit ihrem Wissen unbedingt etwas anfangen müssen und nicht dabei zusehen können, wie die Menschheit blindlings in ihr Verderben rennt.

Auch Erica hadert lange mit sich, weil sie nicht weiß, wie es jetzt weiter gehen soll. Bevor sie sich jedoch auf den Kampf gegen die Besucher konzentrieren kann, muss sie ihren Boss Paul Kendrick erst einmal eine plausible Erklärung dafür präsentieren, dass ihr Partner Dale plötzlich verschwunden ist. Zunächst gibt sie sich ahnungslos und gibt vor, dass Dale ohne sie ermittelt hat, ist dann jedoch in Zugzwang, als Kendrick sie mit einem Notruf konfrontiert, den sie getätigt hat, der jedoch niemals die Notrufzentrale erreicht hat. Kurzerhand wird Dale zum potentiellen Überläufer deklariert und Erica so vom Hals geschafft. Natürlich hat sie damit zu kämpfen, dass sie sieben Jahre lang nicht erkannt hat, wer da neben ihr arbeitet, obwohl sie Dale als guten Freund bezeichnet hat. Glücklicherweise ist Erica jetzt im Moment nicht alleine und hat in Jack einen Verbündeten gefunden, auch wenn beide nun noch immer nicht wissen, wie sie gegen die Besucher vorgehen sollen.

Fazit

Der Einstieg in die Serie war gelungen und auch die zweite Episode macht ihre Sache eigentlich ganz gut, auch wenn es momentan noch zu viele unterschiedliche Schauplätze und Charaktere gibt, als dass man sie alle gebührend in der Episode unterbringen könnte. Die Stimmung wird jedoch hervorragend eingefangen, denn alle Protagonisten wirken, als wären sie in einer abwartenden Haltung und wüssten nicht recht, was ihr nächster Schritt wäre. Ich bin gespannt, in welche Richtung sich die Serie entwickeln wird.

Melanie Wolff - myFanbase

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