Harry Potter - Lord Voldemort

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Lord Voldemort heißt mit richtigem Namen Tom Vorlost Riddle. Er ist am 31. Dezember im Jahre 1925 in einem Londoner Waisenhaus geboren. Seine Mutter war Merope Riddle, Tochter von Vorlost Gaunt, ein direkter Nachfahre von Salazar Slytherin. Merope verliebte sich in den Muggel Tom Riddle, der in einem kleinen Dorf in Little Hangleton lebte. Und obwohl ihre Familie eine Heirat mit einem Muggel nie akzeptiert hätte, versuchte sie dennoch Tom zu beeindrucken. Als dieser jedoch kein Interesse an ihr zeigte, gab sie ihm einen Liebestrank und so rissen die beiden aus und heirateten. Da Merope jedoch sehr romantisch war und an die Liebe glaubte, hörte sie während ihrer Schwangerschaft auf, ihrem Mann den Zaubertrank zu geben. Tom verließ sie direkt, nachdem die Wirkung des Trankes nachließ. Merope blieb allein zurück und starb in der gleichen Nacht, in der ihr Sohn geboren wurde.

So wuchs der junge Tom im Waisenhaus auf und war dort stets der Außenseiter und Einzelgänger gewesen. Als er älter wurde, wurde er sonderbar und die anderen Schüler bekamen Angst vor ihm. In der nächsten Zeit geschahen merkwürdige Dinge im Waisenhaus, die nicht direkt mit Voldemort in Verbindung gebracht werden konnten. Aber indirekt ist sicher, dass Voldemort dafür verantwortlich ist.

Im Jahr 1938 kam Albus Dumbledore in das Waisenhaus und teilte dem Jungen mit, dass er ein Zauberer ist und in Hogwarts angenommen wurde. Riddle glaubte Dumbledore sofort und erzählte ihm sogar die Dinge, die er zuvor angestellt hatte. Und so ging er ab dem Jahr 1938 nach Hogwarts. Er wurde vom sprechenden Hut sofort dem Hause Slytherin zugeteilt. Die Sommerferien verbrachte er im Waisenhaus, auch wenn er es gerne anders gehabt hätte.

Riddle war ein sehr guter Schüler. Dumbledore beschrieb ihn sogar als brillant. Und genau Dumbledore war es auch, der Riddle immer misstraut hatte. Riddle war als Schüler davon besessen, herausfinden, woher er stammte. Er fand heraus, dass er der letzte mütterliche Nachkomme von Salazar Slytherin ist. Außerdem fand er heraus, dass Slytherin dafür war, alle muggelgeborenen Hexen und Zauberer der Schule zu verweisen. Dies war von nun an auch Toms Ziel. Im fünften Schuljahr öffnete Tom die Kammer des Schreckens und ließ den Basilisken, der darin lebte, auf die muggelgeborenen Schülerinnen und Schüler los. Dabei starb eine Schülerin und die Schule stand danach kurz vor der Schließung.

Tom beschuldigte den Drittklässler Rubeus Hagrid der Öffnung der Kammer. Daraufhin wurde Hagrid der Schule verwiesen, sowie sein Zauberstab durchbrochen und Riddle wurde für seine besonderen Verdienste ausgezeichnet. Dumbledore jedoch hatte Tom nun noch mehr in Verdacht und er behielt ihn im Auge. So war es Tom nicht mehr möglich, die Kammer noch ein weiteres Mal zu öffnen. Er hinterließ jedoch sein sechzehnjähriges Selbst in einem Tagebuch, welches sein Werk fortsetzen sollte.

Riddle wurde Vertrauensschüler und Schulsprecher und jeder Lehrer, mit Ausnahme von Dumbledore, bewunderte ihn. Ungefähr zu dieser Zeit war es auch, als Tom seinen Namen ablegte und von nun an Lord Voldemort genannt werden wollte.

Im gleichen Jahr suchte Voldemort in seinen Ferien das Haus der Gaunts auf und fand dort seinen Onkel vor, der ihm die Geschichte seiner Mutter erzählte. Voldemort ging daraufhin in das Haus seines Vaters und tötete ihn und dessen Eltern. Ihm gelang es, dass Morfin die Schuld am Mord gegeben wurde und so wurde Morfin verhaftet und zu einer lebenslangen Haft in Askaban verurteilt.

Voldemort war immer davon fasziniert gewesen, unsterblich zu sein und so versuchte er, alles über Horkruxe herauszufinden. Horkruxe sind Teile der menschlichen Seele, die in einem Gegenstand außerhalb des Körpers eingeschlossen werden, so dass man selbst nicht sterben kann. Voldemort kam durch den Lehrer Slughorn zu dem Wissen, dass ein Mord nötig ist, diese zu erschaffen. Er äußerte in dem Gespräch schon, dass er sieben Horkruxe schaffen möchte, da dies eine magische und sehr mächtige Zahl sei. Er fing wohl schon in dem Alter an und schuf seine ersten beiden Horkruxe, das Tagebuch, welches die Kammer des Schreckens öffnen könnte, sowie den Ring seines Vaters.

Nachdem er 1945 seinen Schulabschluss geschafft hatte, fing er als Gehilfe bei Borgin & Burkes an. Der Laden in der Nokturngasse ist auf schwarzmagische Objekte spezialisiert. Zuvor jedoch hatte er vorgehabt, als Lehrer für Verteidigung gegen die dunklen Künste in Hogwarts zu beginnen. Doch er wurde abgelehnt. Er arbeitete einige Jahre bei Borgin & Burkes und verbrachte die meiste Zeit damit, andere Zauberer zu überreden, dem Laden ihre wertvollen Dinge zu verkaufen. So kam er auch an weitere Dinge, die er für weitere Horkruxe genommen haben könnte.

Bald darauf kündigte er bei Burgin & Burkes und verschwand für zehn Jahre. Während dieser Zeit versank er noch weiter in die dunkle Magie und ließ eine Menge magische Verwandlungen über sich ergehen, so dass er als Lord Voldemort zurückkam und nicht mehr zu erkennen war, dass er einst der gut aussehende Tom Riddle war. Ab 1970 begann er dann, die Zauberwelt aufzuwühlen. Er sammelte seine Anhänger um sich und wollte dazu beitragen, die reinblütigen Zauberer wieder an die Macht zu bringen. Er wollte diese Ziele durchbringen, notfalls mit Gewalt. Dieses Vorbringen schreckte viele Anhänger ab und sie verließen ihn. Nur eine kleinere Gruppe, die so genannten Todesser, blieben übrig. Sie sind durch ein dunkles Mal am Unterarm immer zu erkennen. Das Zauberministerium versuchte, gegen Voldemort anzugehen, was jedoch ohne Erfolg blieb. Dumbledore gründete zu dem Zeitpunkt eine Untergrundgruppe den "Orden des Phönix", der im Versteckten gegen Voldemort arbeitete.

Im Jahr 1979 machte Sibyll Trelawney in Dumbledores Gegenwart die Prophezeiung, dass ein Junge geboren wird, der Voldemort töten kann. Der Todesser Snape hörte diese Prophezeiung und übermittelte sie Voldemort. Dieser beschloss, den Jungen zu finden und zu töten. Als Harry Potter geboren wird, treffen alle Merkmale, die die Prophezeiung gab, auf ihn zu und so geht Voldemort zu ihm und versucht ihn zu töten. Er tötet zwar Harrys Vater und dessen Mutter, doch Harry überlebt wie durch ein Wunder den Todesfluch und Voldemort kann gerade noch ohne jegliche Kräfte und stark geschwächt fliehen.

Voldemort versteckt sich ohne Körper in den Wäldern. Er hofft darauf, dass er von seinen Todessern gefunden wird. Viele von ihnen sind jedoch getötet worden. Einige sind in Askaban gelandet und einige haben sich mithilfe von Lügen und Geld von ihrer Schuld befreit. Der körperlose Voldemort, der nur noch die Kraft hat, die Körper anderer Lebewesen zu bewohnen, lebt weiterhin im Wald und bewohnt die Körper der Waldtiere. Diese sterben jedoch schnell, da sie dafür nicht geeignet sind. Erst als der junge Zauberer Quirenius Quirell, der in Hogwarts Verteidigung gegen die dunklen Künste unterrichtet, knapp zehn Jahren später in den Wald läuft, ergreift Voldemort seine Chance und flieht in den Körper von Quirell. Er versucht, mit dessen Hilfe den Stein der Weisen aus dem Verließ der Zauberbank zu befreien, was für sehr viel Aufsehen in der Zauberwelt sorgt. Da Dumbledore jedoch den Stein zuvor in Sicherheit gebracht hat, gelingt es ihm nicht.

In Hogwarts lebt Voldemort unter Quirells Turban und sucht weiter nach dem Stein der Weisen. Er trifft dort auch auf Harry Potter und versucht immer wieder, ihn zu töten, was jedoch nicht gelingt. Am Ende des Schuljahres gelingt es Voldemort und Quirell, das Versteck des Steins zu finden. Dort angekommen, ist es jedoch Harry Potter, der an den Stein gelangt. Als Quirell nach einer Berührung von Harrys Haut an qualvollen Schmerzen stirbt, flieht Voldemort.

Voldemort kehrt wieder in den Wald zurück, während Tom Riddles Tagebuch von der jungen Ginny Weasley aufgefunden wird. Sie vertraut dem Tagebuch so sehr, dass es ihm gelingt, ohne ihr Wissen durch sie die Kammer ein weiteres Mal zu öffnen. Am Ende ist es aber wieder Harry, der Ginny rettet und dafür sorgt, dass die Kammer wieder geschlossen wird.

Voldemorts ehemaliger Gefährte Peter Pettigrew wird bald darauf aus seinem Versteck vertrieben, kehrt zu seinem alten Herrn in den Wald zurück und hilft ihm, wieder zu Kräften zu kommen.

Pettigrew entführt daraufhin Bertha Jorkins, eine Hexe aus dem Zaubereiministerium, wodurch er und Voldemort erfahren, das dieses Jahr wieder das Trimagische Turnier stattfindet. Sie schicken den Todesser Barty Crouch, verkleidet als Auror Alastor Moody, nach Hogwarts, um das Spiel zu manipulieren. Sie möchten alle, dass Harry am Ende des Turniers den Pokal anfasst, da dieser ihn direkt zu Voldemort führen würde. Denn Voldemort möchte seinen Körper zurück, wofür er drei Zutaten benötigt: Das Fleisch eines Dieners (Wurmschwanz spendet freiwillig), Knochen seines Vater (hat er schon beschafft) und Blut eines Feindes, als welchen er Harry sieht. So ist es nach der "Hilfe" von Crouch am Ende tatsächlich Harry, der gemeinsam mit Diggory den Pokal berührt und so zu Voldemort gebracht wird. Diggory wird direkt von Wurmschwanz getötet, während Harry mit ansehen muss, wie Voldemort wiederauflebt.

Voldemort sieht jedoch weniger wie ein Mensch, mehr wie ein Tier, aus. Er ist groß und dünn. Seine Haut ist überall weiß, seine Augen sind rot und die Pupillen haben etwas Katzenartiges. Seine Nase ist schlangengleich, sehr flach und mit Schlitzen statt Löchern. Nach der Wiederauferstehung sind auch Voldemorts Todesser wieder zur Stelle und ordnen sich wieder unter ihm ein. Harry gelingt mit Diggorys Leichnam die Flucht. Doch obwohl Harry jedem mitteilt, dass Voldemort wieder auferstanden ist, glaubt niemand, außer seinen Freunden und dem Orden des Phönix, Harry dies. Da zwischen Harry und Voldemort immer noch ein Verbindung besteht, gelingt es Voldemort, Harry durch die Darstellung Sirius Blacks in seiner Gewalt zu sich zu lotsen. Harry und seine Freunde eilen sofort dorthin und geraten so in die Falle. Ihnen zur Hilfe eilt der Orden des Phönix, die allesamt gegen die Todesser kämpfen. Einzig Black zahlt dies mit seinem Leben. Als es Dumbledore gelingt, die Todesser zu fesseln, taucht Voldemort auf und die beiden liefern sich einen gigantischen Kampf, den Voldemort verliert. Doch dieser versucht von Harry Besitz zu ergreifen, was ihm aber auch nicht gelingt und so flieht er.

Nun sieht sich auch das Zauberministerium dazu gezwungen, die Wiedergeburt Voldemorts zu akzeptieren. Voldemort tötet im darauf folgenden Sommer viele Zauberer und Muggel. Er gibt dem jungen Draco Malfoy die Aufgabe, Dumbledore zu töten. Snape, der versteckt wieder als Todesser tätig ist, soll ihm dabei helfen.

Zu der Zeit gelingt es Dumbledore, gemeinsam mit Harry, zwei von Voldemorts Horkruxen zu zerstören. Draco, der mittlerweile auch zwei eher schlechte Versuche unternommen, hat Dumbledore zu töten, gelingt es endlich, ihn in die Falle zu locken. Doch es ist nicht Draco, sondern Snape, der den einzigen Zauberer tötet, den Voldemort jemals fürchtete: Dumbledore.

Eva Klose - myFanbase

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